UBS: UBS-Spitzenbanker in Italien verhaftet

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UBS: UBS-Spitzenbanker in Italien verhaftet

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Die Schweizer Großbank UBS steht in mehreren Staaten wegen möglicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung unter Druck

Seit 2009 gibt es einen internationalen Haftbefehl gegen einen Ex-Top-Manager der Schweizer Großbank UBS, weil er US-Kunden geholfen haben soll, Milliarden Dollar vor den Steuerbehörden zu verstecken.

Ein wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in den USA gesuchter ehemaliger Spitzenmanager der Schweizer Großbank UBS ist in Italien verhaftet worden. Raoul Weil sei am Samstagmorgen in einem Hotel in Bologna festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Polizei Bologna am Montag.

"Herr Weil meldete sich in einem Hotel in Bologna an. Dies löste ein Warnsystem aus, weil die USA einen internationalen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt haben", erklärte die Sprecherin. Sie wusste nicht, ob Weil noch immer in dem Gefängnis in Bologna sei, wohin die Polizei ihn gebracht hatte. Weil oder sein Rechtsvertreter waren vorerst nicht erreichbar.

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Weil war im Januar 2009 von einem Richter in Florida formell für flüchtig erklärt worden. Der damalige Chef des globalen UBS-Vermögensverwaltungsgeschäfts habe es versäumt, sich im Zusammenhang mit den Vorwürfen den Behörden zu stellen, hatte es damals in einer Erklärung des zuständigen Gerichts geheißen. Der Steuerstreit zwischen den US-Finanzbehörden und der Schweizer Großbank zieht sich bereits seit mehreren Jahren hin. Erst im August 2013 konnten die USA und die Schweizer Banken eine Vereinbarung zur Strafverfolgung von Steuersündern erreichen. Auch andere Länder haben die UBS wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung im Visier, unter anderem Deutschland und Frankreich.

Gegen Weil und weitere Banker war 2008 in den USA Anklage wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung erhoben worden. Ihnen wurde vorgeworfen, 17.000 Amerikanern geholfen zu haben, Vermögen im Gesamtwert von 20 Milliarden Dollar an der Steuer vorbeizuschleusen. Damals erklärte Weils Anwalt, die Vorwürfe seien vollkommen ungerechtfertigt.

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Die UBS hatte sich 2009 mit einer Buße von rund 780 Millionen Dollar von einem Strafverfahren freigekauft. Zudem gab die Bank mit dem Einverständnis der Schweizer Behörden die Namen von rund 4500 mutmaßlichen US-Steuersündern heraus. Ein UBS-Sprecher erklärte am Montag, für die Bank sei der Fall USA abgeschlossen und ergänzte: "Als Weil 2008 angeklagt wurde, hat die Bank ihn sofort von allen Aufgaben freigestellt“

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