Unfaire Geschäftspraktiken: Bank of America muss Kreditkarten-Kunden entschädigen

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Unfaire Geschäftspraktiken: Bank of America muss Kreditkarten-Kunden entschädigen

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Die Bank of America muss wegen unfairer Kreditkarten-Produkte rund 800 Millionen Dollar zahlen.

Die Bank of America kommen unzulässige Gebühren und irreführende Werbung bei Kreditkarten teuer zu stehen: Das Institut muss fast 800 Millionen Dollar an Strafen und Rückerstattungen zahlen. Millionen Kunden bekommen nun Geld zurück.

Unfaire Geschäftspraktiken bei Kreditkarten kommen die Bank of America teuer zu stehen. Zwei US-Aufsichtsbehörden haben das Kreditinstitut angewiesen, annähernd 800 Millionen Dollar zu zahlen. Die Bank habe einer entsprechenden Anordnung der Regulierungsbehörden zugestimmt, teilten diese am Mittwoch mit. 727 Millionen Dollar gingen an Kunden, die Zusatzleistungen wie Ratenschutzversicherungen oder Schutz vor Identitätsdiebstahl gebucht hatten. 45 Millionen Dollar zahlt die Bank als Strafe an die Regulierungsbehörden.

Die Fälle betreffen zum einen 1,4 Millionen Kreditkartenkunden, die nach Ansicht der Behörden über die Kosten von Ratenschutzversicherungen in die Irre geführt wurden. Dabei ging es um Versicherungen, die es Kunden erlaubten, bei Arbeitslosigkeit oder ernsthaften Erkrankungen Zahlungen auszusetzen. Die Bank soll die Kunden mit falschen Werbeversprechen für die Zusatzprodukte gelockt haben. Zum anderen waren weitere 1,9 Millionen Kunden betroffen, die für einen Betrugsschutz Beiträge entrichteten, obwohl dieser gar nicht in vollem Umfang bestand.

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Das Institut hat ein Fehlverhalten weder eingeräumt noch bestritten. Die Bank of America erklärte, die Produkte 2011 beziehungsweise 2012 eingestellt zu haben. Die meisten Kunden hätten bereits Rückerstattungen erhalten.

Die Behörden hatten zuvor auch andere Finanzfirmen wegen der Irreführung ihrer Kunden bei Kreditkarten zur Rechenschaft gezogen, darunter Branchenprimus JPMorgan Chase und American Express.

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Zugleich wurde bekannt, dass die Bank of America rund 3000 Arbeitsplätze in Lateinamerika und Asien streicht. Betroffen seien Beschäftigte der Dienstleistungstochter BA Continuum, gab die Bank bekannt. Diese werde drei Standorte in Costa Rica, Mexiko und auf den Philippinen schließen. Der Schritt werde keine Auswirkungen auf das Kapitalmarktgeschäft in Lateinamerika haben, betonte ein Banksprecher. Ende 2013 beschäftigte das Geldhaus insgesamt mehr als 242.000 Vollzeitkräfte. Das waren neuen Prozent weniger als vor Jahresfrist.

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