Verbraucher: Hunderte Euro Entschädigung bei verspäteten Flügen

Verbraucher: Hunderte Euro Entschädigung bei verspäteten Flügen

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ARCHIV - Auf einer Anzeigentafel für Abflüge werden am 21.06.2007 in einer Schalterhalle des Flughafens in Frankfurt/Main die wetterbedingten Verspätungen angezeigt. Der Bundesgerichtshof verhandelt am Donnerstag (19.11.2009) erneut über Ansprüche von Reisenden bei Flugverspätungen. Es geht um einen Flug vom Frankfurter Flughafen auf die Malediven im März 2008. Der Flug war nach einer Zwischenlandung abgebrochen worden. Die Kläger wurden umgebucht, kamen aber 30 Stunden zu spät an ihr Ziel. Foto: Frank May dpa/lhe (c) dpa - Bildfunk

Ab drei Stunden Verspätung können Passagiere künftig bis zu 600 Euro als Entschädigung von ihrer Fluglinie verlangen. Das folgt aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Die Höhe der Pauschale richtet sich nach der Flugstrecke.

Erstmals hat der Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg anerkannt, dass Fluggästen pauschale Zahlungen von – je nach Distanz – 250, 400 oder 600 Euro zustehen, wenn ihr Flug mindestens drei Stunden verspätet ist (Aktenzeichen C-402/07 und C-432/07). Das folgt laut EuGH aus einer seit 2005 geltenden EU-Verordnung. Nur wenn die Verspätung auf „außergewöhnliche Umstände“ zurückgeht, müssen die Fluggesellschaften nicht zahlen.

Die EU-Flugpassagierrechte gelten für jeden, der seine Reise auf einem Flughafen in der EU antritt. Auch Passagiere aus Drittstaaten sind erfasst, sofern sie mit einer europäischen Fluggesellschaft in die EU fliegen.

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Pauschale abhängig von Strecke

Bei Verspätungen von drei Stunden und mehr besteht nach dem EuGH-Urteil Anspruch auf eine Ausgleichszahlung, die nach Entfernung gestaffelt ist: Bei einer Flugstrecke bis 1.500 Kilometer beträgt die Entschädigungspauschale 250 Euro. Bei allen anderen innereuropäischen Flügen sowie Interkontinentalflügen bis 3.000 Kilometer muss die Fluggesellschaft 400 Euro zahlen. Bei Verspätung eines Langstreckenflugs werden 600 Euro fällig.

Technische Defekte sind keine „außergewöhnlichen Umstände“

Keine Zahlungspflicht besteht laut EuGH, wenn die Fluggesellschaft „außergewöhnliche Umstände“ als Ursache nachweisen kann – zu denen aber technische Defekte im Normalfall nicht zählen. Nur wenn eine Panne auf Umstände außerhalb des üblichen Flugbetriebs zurückgeht, können sich die Linien darauf berufen.

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