Verdacht der Steuerhinterziehung: Strenge Platzvergabe im Hoeneß-Prozess

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Verdacht der Steuerhinterziehung: Strenge Platzvergabe im Hoeneß-Prozess

, aktualisiert 15. Januar 2014, 16:46 Uhr

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß muss sich wegen seiner Steueraffäre ab Mitte März vor Landgericht in München verantworten - dabei geht es offenbar nicht nur um einen Fall. Der Prozess dürfte für viel Aufsehen sorgen.

Bei der Sitzplatzvergabe im Prozess um Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß dürfte es ein ähnliches Gerangel um die Plätze geben wie im ebenfalls in München stattfindenden NSU-Prozess. Bei dem Prozess, der am 10. März vor dem Münchner Landgericht startet, stehen der Öffentlichkeit 100 Plätze zur Verfügung, davon gehen 49 an Medienvertreter, der Rest ist frei zugänglich. Allerdings hat das Gericht Lehren aus der chaotischen Akkreditierung im NSU-Prozess gezogen. Es werden Untergruppen gebildet, die sowohl die Mediengattung als auch die Herkunft berücksichtigen. Zudem ist diesmal die Weitergabe von Plätzen unter den Journalisten erlaubt.

Es wird nicht nur ein Fall der möglichen Steuerhinterziehung verhandelt - laut "Bild-Zeitung" soll Hoeneß in sieben Fällen Einkommenssteuer hinterzogen haben - andere Fälle sind wohl schon verjährt. Zu diesem Ergebnis kam die Staatsanwaltschaft in München. Es geht um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe. Bei einer Verurteilung würde aus den sieben Einzelfällen, eine Gesamtstrafe gebildet. In dem Bericht heißt es weiter, dass die einzelnen Straftaten zur Bewährung ausgesetzt werden. Es würde dann auch nur eine Bewährungsstrafe verhängt werden. Der neue Anwalt von Hoeneß, Hanns Feigen, will allerdings nachweisen, dass Hoeneß sich bei seiner Selbstanzeige korrekt verhalten hat - und setzt weiterhin auf einen Freispruch.

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Uli Hoeneß wird bei seinem Steuer-Prozess von drei Anwälten vertreten: Der Neue gilt als ein Mann, der schwere Fälle liebt, wie Spiegel Online schreibt. Seine Kanzlei gehört zu den Top Ten in Deutschland. Einen Freispruch rauszuschlagen, wird allerdings schwierig, weil der Bayern-Präsident insgesamt 3,2 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. Bereits ab einer Million Euro sollen nach einem Grundsatzentscheid des Bundesgerichtshofes Gefängnisstrafen verhängt werden, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Dieser Maßstab wird angelegt, wen keine Selbstanzeige vorliegt. Hoeneß hatte das zwar gemacht, sie wird allerdings von der Staatsanwaltschaft als unwirksam betrachtet. Aber Feigen vertrat auch schon den damaligen Post-Chef Klaus Zumwinkel in dessen Steueraffäre - er kam mit zwei Jahren auf Bewährung davon.

Im April 2013 war Uli Hoeneß mit einer Selbstanzeige ins Visier der Steuerfahnder geraten. Der Bayern-Präsident zog die Notbremse, um straffrei zu bleiben. Sein Ruf als Saubermann ist ramponiert. Der „Focus“ zitierte damals aus einer schriftlichen Stellungnahme, die Hoeneß dem Magazin übermittelt habe: „Ich habe im Januar 2013 über meinen Steuerberater beim Finanzamt eine Selbstanzeige eingereicht.“ Der Fall löste eine breite öffentliche Diskussion über das Thema Steuerehrlichkeit aus. Der FC Bayern und seine Sponsoren wie Adidas, Volkswagen und die Deutsche Telekom hatten sich geschlossen hinter Hoeneß gestellt.

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