Bild: dpaPlatz 10: Freiburg
Im baden-württembergischen Freiburg fehlen rund 3.000 Mietwohnungen. Das ist das Ergebnis zweier aktueller Studien, die das Pestel-Institut in Hannover und der Bochumer Wohnungsbau-Experte Prof. Dr. Volker Eichener im Auftrag der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ erstellt haben. Die Experten warnen: Deutschlandweit müssen in den nächsten fünf Jahren mindestens 825.000 Mietwohnungen neu geschaffen werden.
Bild: dapdPlatz 9: Karlsruhe
Auch in Karlsruhe fehlen um die 3000 Mietwohnungen. Konkret sind es 3600 zu wenig, so die Experten. Sie fordern die Verdopplung des Mietwohnungsbaus - mindestens 130.000 Wohnungen müssen pro Jahr in den Ballungszentren geschaffen werden.
Bild: dpaPlatz 8: Bonn
In der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn sind sogar 5000 Wohnungen zu wenig. Die Studien der beiden Institute belegen, dass der schrittweise Rückzug des Bundes aus der Wohnungsbauförderung in den vergangenen 15 Jahren zu der aktuellen Wohnungsnot geführt hat.
Bild: dpaPlatz 7: Region Hannover
In und um die Stadt Hannover mangelt es an etwas mehr Wohnungen. 5200 Menschen suchen in der Hauptstadt des Landes Niedersachsen und den Gebieten darum herum nach bezahlbaren Mietwohnungen. Hätten die Bundesländer die soziale Wohnraumförderung im vergangenen Jahrzehnt nicht um nahezu 80 Prozent reduziert, wäre das Bild ein anderes, sagen die Wissenschaftler vom Pestel-Institut.
Bild: dpaPlatz 6: Düsseldorf
In der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen fehlen ganze 6.400 Mietwohnungen. Das ist ein Problem: Die Wissenschaftler halten die Wohnungsnot für eine Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands, gerade in den Großstädten und Ballungszentren. „Wohnmöglichkeiten und Wohnpreise sind wichtige Standortfaktoren für eine sich immer internationaler orientierende Wirtschaft“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut.
Bild: dpaPlatz 5: Köln
Bei den verhassten Nachbarn der Düsseldorfer fehlen sogar 7.000 Wohnungen. Konkret gibt es zu wenig erschwingliche Wohnungen. Für einen Großteil der Haushalte in Deutschland werde das Wohnen finanziell immer belastender. „Einkommen und Wohnkosten laufen immer weiter auseinander“, sagt Matthias Günther.
Bild: dpaPlatz 4: Stuttgart
Bei den Stuttgartern würden 8.000 bezahlbare Mietwohnungen sofort Interessenten finden. Ohne eine neue Wohnbaupolitik kommen aber auch im Ländle Mensch und Wohnung nicht so recht zusammen, so die Experten. Einerseits seien Mieten und Nebenkosten bundesweit deutlich gestiegen, andererseits habe die Zahl einkommensschwacher Haushalte zugenommen. „Ein Ende dieser Entwicklung ist gegenwärtig nicht erkennbar“, so Günther.
Bild: APPlatz 3: Hamburg
In der Hansestadt fehlen sogar fast doppelt so viele Wohnungen. 15.000 Mietwohnungen mehr wären in Hamburg nötig, finden die Experten. Damit sich daran etwas ändert, müssten sich die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau deutlich verbessern. Deshalb starteten die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), der Deutsche Mieterbund (DMB), der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) die Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“.
Bild: dpa/dpawebPlatz 2: Frankfurt
Ein trauriger Platz zwei geht an die einwohnerstärkste Stadt Hessens. Rund 680.000 Menschen wohnen in der Bankenmetropole - denen 17.500 Mietwohnungen fehlen. „Der Bund sollte sich seiner Verantwortung für die nationale Wohnungsversorgung wieder bewusst werden. Er muss insbesondere steuerrechtliche Hemmnisse beseitigen und in der Wohnungsbauförderung die Initiative ergreifen, um die neue Wohnungsnot zu lindern“ sagt der Rektor der Bochumer Immobilien-Hochschule EBZ Business School, Volker Eichener.
Bild: APPlatz 1: München
Am Schlimmsten ist der Wohnungsmangel in München. In Bayerns Landeshauptstadt leben rund 1,3 Millionen Menschen, die 31.000 Mietwohnungen mehr gut vertragen könnten. Die Verbände hinter der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ sind sich sicher, dass eine Erhöhung des jährlichen Abschreibungssatzes auf Mietwohnungen Abhilfe schaffen könnte. Sie schlagen vor, den Eigentümern von Miethäusern vier Prozent Abschreibung zu ermöglichen. Das würde das Vermieten attraktiver machen.
Platz 10: Freiburg
Im baden-württembergischen Freiburg fehlen rund 3.000 Mietwohnungen. Das ist das Ergebnis zweier aktueller Studien, die das Pestel-Institut in Hannover und der Bochumer Wohnungsbau-Experte Prof. Dr. Volker Eichener im Auftrag der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ erstellt haben. Die Experten warnen: Deutschlandweit müssen in den nächsten fünf Jahren mindestens 825.000 Mietwohnungen neu geschaffen werden.
Die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf will über den Bundesrat eine Änderung des Wohnungsvermittlungsgesetzes erreichen. Ziel solle sein, dass die Maklerkosten künftig nicht mehr vom Mieter, sondern vom Vermieter getragen werden. "Wer den Makler bestellt, der bezahlt ihn auch: Das ist ein faires Prinzip", sagte NRW-Wohnungsminister Michael Groschek (SPD) der Rheinischen Post.
In vielen Großstädten sind im Zuge der Finanzkrise die Mieten gestiegen und damit auch die Provisionen, die Wohnungssuchende an Makler für eine erfolgreiche Vermittlung zahlen müssen. Dadurch seien für viele Normalverdiener die Kosten von Maklerprovision und Miete nicht mehr bezahlbar, so Groschek.
Musterrechnung für Kauf, Vermietung und Verkauf einer Wohnimmobilie
1. Immobilienerwerb
Quelle: Immobilienscout24, Interhyp, eigene Berechnungen
Kaufpreis: 55.000 Euro
vermietetes 45-Quadratmeter-Apartment in Saarlouis-Roden, aktuell vermarktet über Immobilienscout24
davon geschätzter Grundstücksanteil 5.000 Euro
Nebenerwerbskosten 5.500 Euro
Gesamtinvestition 60.500 Euro
davon Darlehen (Eigenkapital 5 500 Euro) 55.000 Euro
2. Mietgeschäft
Derzeitige Jahres Nettomieten 2.760 Euro
(entsprechen 5,11 Euro Miete je Quadratmeter)
steuerliche Abschreibung von zwei Prozent auf die Anschaffungskosten ohne Wert Grundstücksanteil
(zwei Prozent von 55.500 Euro) -1.110 Euro
steuerlich absetzbare Zinsen aus Hypothekendarlehen -2.520 Euro
(20-Jahresfinanzierung zu 4,77 Prozent Effektivzins bei anfänglicher Tilgung von einem Prozent; jährlich absetzbarer Zinsanteil sinkt über die Laufzeit und mindert den Steuervorteilsukzessive)
jährliche Instandhaltung der Wohnung -450 Euro
zu versteuern -1.320 Euro
Steuerersparnis 581 Euro
Einnahmen (2 760 Euro + 581 Euro) 30.341 Euro
3. Ausgaben pro Jahr
Zins + Tilgung aus 20-Jahresfinanzierung (bleibt konstant) -3.119 Euro
Instandhaltung - 450 Euro
Rücklagenbildung über Hausgeld - 500 Euro
(kann steuerlich abgesetzt werden, wenn am Gesamthaus saniert würde, was Rendite dann verbessert)
jährliches Saldo (Mieteinnahmen abzüglich Aufwendungen) 3.341 Euro
(Gesamteinnahmen können sich verbessern über Mieterhöhungen, aber auch verschlechtern bei notwendiger höherer Rücklagenbildung oder sich verteuernder Instandhaltung)
4. Verkauf
Restschuld Darlehen nach 20 Jahren -36.860 Euro
Gesamteinnahmen nach 20 Jahren -20.000 Euro
(unterstellt: Mieterhöhung, höhere Instandhaltungs- und Rücklagenkosten sowie geringere absetzbare Zinskosten gleichen sich aus; zudem Zusatzopportunitätskosten von 3,5 Prozent jährlich unterstellt*)
Gesamtlast nach 20 Jahren -56.860 Euro
Objektverkauf nach 20 Jahren zu 67.110 Euro
(unterstellt: einprozentige jährliche Wertsteigerung)
Verkaufsertrag abzüglich Gesamtlast 10.250 Euro
Rendite auf das Eigenkapital (5.500 Euro) 86 Prozent
Jährliche Rendite über 20 Jahre 3,15 Prozent
*derzeit erzielbare Rendite 20-Jähriger Sparpläne
Quelle: Immobilienscout24, Interhyp, eigene Berechnungen
Daniela Schneckenburger, wohnungspolitische Sprecherin der Grünen, sagte: "Wir wollen einen Entwurf für ein neues Wohnungsvermittlungsgesetz erarbeiten, den wir über den Bundesrat einbringen werden. Makler und Vermieter dürfen die Wohnungsnot nicht ausnutzen, um Mietern eine oft vierstellige Gebühr abzupressen."
Schneckenburger verwies auf die SPD-Regierung in Hamburg, die ebenfalls an einer entsprechenden Bundesratsinitiative arbeitet. Wie Groschek der "Rheinischen Post" sagte, werde sich die NRW-Landesregierung dieser Initiative voraussichtlich anschließen.
Bild: dpaPlatz 15: Düsseldorf
Wer sich in der Landeshauptstadt eine schicke Eigentumswohnung zulegen möchte, um es an den Wochenenden nicht weit für einen Spaziergang an der Rheinpromenade zu haben, der musste im Schnitt 2,821 Euro pro Quadratmeter investieren – fast 20 Cent mehr als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Damit ging es für das „Dorf“ mit der längsten Theke der Welt zwei Plätze rauf.
Quelle: Grundlage sind Berechnungen des Beratungsunternehmens empirica für das vierte Quartal 2012. Das Referenzobjekt ist ein Neubau mit 60 bis 80 Quadratmetern und gehobener Ausstattung.
Bild: dpaPlatz 14: Münster
Nach Münster, der Fahrradfahrerstadt, zieht es viele Studenten, deshalb ist die Wohnungsnachfrage groß und folglich die Mieten relativ hoch. Doch auch eine Eigentumswohnung ist nicht billig zu haben, wie der Preisvergleich zeigt. Ein Quadratmeter kostet hier durchschnittlich 2,862 Euro.
Bild: dpaPlatz 13: Köln
Die wenigsten können sie wie Lukas Podolski zu seiner Zeit beim FC eine Wohnung in einem der Kranhäuser direkt am Rhein leisten. Wer sich in der Millionenstadt schon mal nach einer Wohnung, ob zur Miete oder zum Kauf, umgesehen hat, der weiß, wie schwierig das ist – und teuer. 2,867 Euro kostet der Quadratmeter für eine durchschnittliche Eigentumswohnung; die Preise sind in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen, allerdings nicht so stark wie in anderen Regionen.
Bild: dpaPlatz 12: Ingolstadt
Bei Ingolstadt denkt man(n) sofort an Audi, wo der Autobauer seinen Sitz hat, und nicht an hohe Wohnungspreise. Tatsächlich kostet im beschaulichen bayerischen Städtchen der Quadratmeter 2,874 Euro – und damit mehr als in Düsseldorf, Köln oder Berlin. Erstaunlicherweise ist Ingolstadt, was die Mieten angeht, nicht viel preiswerter, dort liegt die Stadt auf Platz 14.
Bild: dpaPlatz 11: Potsdam
Wie viel der Quadratmeter in Sanssouci kostet, ist leider unbekannt. Stünde das Prachtschloss zum Verkauf, müsste man schon sehr, sehr tief in die Tasche greifen. Aber es muss ja nicht gleich ein Königspalast sein: In Potsdam allgemein sind es 2,877 Euro für die eigenen vier Wände – ebenfalls nicht ganz billig. Besser sieht es bei den Einfamilienhäuser aus, da sind es nur rund 2,25 Euro pro Quadratmeter.
Bild: dpaPlatz 10: Ulm
Das beeindruckende Ulmer Münster mit seinem 161,5 Meter hohen Kirchturm, dem höchsten der Welt, dominiert das Stadtbild und ist fast von überall zu sehen. Wer den Blick auf das Gotteshaus jeden Tag vom Balkon seiner eigenen Wohnung genießen möchte, muss dafür einiges investieren. 2,894 Euro kostet ein Quadratmeter. Im ersten Quartal 2012 waren es noch gut 15 Cent weniger.
Bild: dpaPlatz 9: Landshut
Einen der größten Sprünge in der Auflistung hat Landshut gemacht, das mitten in Niederbayern liegt. Von Rang 13 ging es seit Anfang des vergangenen Jahres um vier Plätze nach oben. In dem gerade einmal 64.000 Einwohnern lebenden Städtchen müssen Wohnungsinteressenten im Schnitt 2,910 Euro pro Quadratmeter einkalkulieren.
Bild: dpaPlatz 8: Erlangen
Die Universitätsstadt mit seiner Orangerie und den etwas mehr als 100.000 Einwohnern ist Teil der Metropolregion Nürnberg. Siemens hat dort zahlreiche Niederlassungen; wer versetzt wird, muss sich auf knackige Immobilienpreise einstellen. 2,937 Euro im Schnitt zahlt man pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung. Bei den Mietpreisen liegt die Stadt ebenfalls weit vorn.
Bild: dpaPlatz 7: Frankfurt
Bei den Mietpreisen liegt die Mainmetropole mit ihren Wolkenkratzern deutschlandweit mit zu den drei teuersten Pflastern. Bei den Kaufpreisen ist es nicht ganz so schlimm, dennoch alles andere als billig. Die Kosten liegen im Durchschnitt bei 3,156 Euro pro Quadratmeter – fünf Cent mehr als im dritten und 21 Cent mehr als im ersten Quartal.
Bild: dpaPlatz 6: Stuttgart
Dutzende Firmen – von Daimler über Celesio bis IMB – sitzen in oder um Stuttgart herum. Das zieht viele Menschen, die auf der Suche nach Arbeit sind, an; in den vergangenen zehn Jahren zogen rund 25.000 neu in die größte Stadt Baden-Württembergs. Die Konsequenz: Die Preise für Mieten und Wohnen steigen. Im vierten Quartal 2012 kostete ein Quadratmeter für eine Eigentumswohnung 3,157 Euro. Für ein Häuschen im Ländle war es sogar ein Euro mehr.
Platz 15: Düsseldorf
Wer sich in der Landeshauptstadt eine schicke Eigentumswohnung zulegen möchte, um es an den Wochenenden nicht weit für einen Spaziergang an der Rheinpromenade zu haben, der musste im Schnitt 2,821 Euro pro Quadratmeter investieren – fast 20 Cent mehr als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Damit ging es für das „Dorf“ mit der längsten Theke der Welt zwei Plätze rauf.
Quelle: Grundlage sind Berechnungen des Beratungsunternehmens empirica für das vierte Quartal 2012. Das Referenzobjekt ist ein Neubau mit 60 bis 80 Quadratmetern und gehobener Ausstattung.
In Städten mit Wohnraumüberangebot zahlt der Mieter
Die Maklerprovision beträgt laut Wohnungsvermittlungsgesetz ein Maximum von zwei Monatskaltmieten plus Umsatzsteuer, beschränkt sich also auf das 2,38-fache einer monatlichen Kaltmiete. Das Gesetz lässt allerdings offen, wer die Provision zu zahlen hat.
Der Markt hat das bisher von selbst geregelt: In Städten mit knappen Wohnraum haben die Mieter die Kosten übernommen; dort wo das Wohnungsangebot die Nachfrage übersteigt, übernimmt der Vermieter die Maklerprovision. Kommt es hingegen zu einem Vertragsabschluss, ohne Vermittlung eines Maklers, fällt keine Provision an.























