Weihnachtsgeschenke: Diese Rechte haben Kunden beim Umtausch

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Weihnachtsgeschenke: Diese Rechte haben Kunden beim Umtausch

von Katharina SchneiderQuelle:Handelsblatt Online

Wenn das Geschenk bei der Bescherung durchfällt, ist ein Umtausch angesagt. Doch das Recht dazu ist nicht selbstverständlich. Welche Vorteile Präsente aus dem Internet haben und warum es auch bei Gutscheinen Tücken gibt.

Endlich Weihnachten, die Geschäfte sind geschlossen, die Postboten haben ihre letzte Runde gedreht. Rien ne va plus, nichts geht mehr auf dem kommerziell orientierten Gabentisch. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung, dass man auf das richtige Präsent gesetzt hat. Denn je höher der potenzielle Überraschungseffekt, desto größer ist nun mal die Gefahr daneben zu liegen.

Für so manchen Weihnachtswichtel stellt sich deshalb gleich nach der Bescherung die Frage: Wie werde ich das verschmähte Geschenk wieder los? Beim Umtausch sind jene Schenkende im Vorteil, die ihre Präsente im Internet, per Post oder telefonisch bestellt haben. Sie genießen den besonderen Schutz für Fernabsatzverträge – Paragraph 312b, Bürgerliches Gesetzbuch (BGB).

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Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke der Deutschen

  • Platz zehn

    Platz 10

    Gadgets für den Gabentisch: Jeder Fünfte wünscht sich Notebook, PC oder Tablet-Computer zum Fest (22 Prozent).

  • Platz neun

    Platz 9

    Geschenk für die Seele: Viele Menschen wünschen sich Massagen, Wellness- oder Schönheitsanwendungen (22 Prozent, Vorjahr: 21 Prozent).

  • Platz acht

    Platz 8

    Smartphones werden immer beliebter: Wünschten sich 2011 noch 15 Prozent der Verbraucher ein Multimedia-Handy, sind es in diesem Jahr 23 Prozent. Auch die Auswahl ist in diesem Jahr deutlich größer – hier ein iPhone.

  • Platz sieben

    Platz 7

    Ringe, Ketten und Uhren sind traditionell beliebte Geschenke zum Fest. Wie im Vorjahr wünscht sich fast jeder Vierte Schmuck (23 Prozent).

  • Platz sechs

    Platz 6

    Alternative zu Bargeld: 24 Prozent der Deutschen wollen Geschenkgutscheine, deutlich weniger als im Vorjahr (36 Prozent).

  • Platz fünf

    Platz 5

    In den Parfümerien ist viel los: Kosmetik und edle Düfte sind zum Fest ein Renner und stehen bei jedem Vierten auf dem Wunschzettel (24 Prozent).

  • Platz vier

    Platz 4

    In vielen Geschenken ist Musik drin: 26 Prozent der Verbraucher wünschen sich CDs.

  • Platz drei

    Platz 3

    Nicht gerade billig, aber trotzdem beliebt: Jeder Vierte wünscht sich eine Reise (26 Prozent, 2011: 22 Prozent).

  • Platz zwei

    Platz 2

    Ein paar Schmöker für die kalten Tage – Bücher sind ein Geschenkeklassiker. 41 Prozent der Deutschen wünschen sich Lektüre. Allerdings ist die Leseleidenschaft laut der Deloitte-Umfrage deutlich zurückgegangen, 2011 standen Bücher noch auf jedem zweiten Wunschzettel (51 Prozent).

  • Platz eins

    Platz 1

    Nur Bares ist Wahres. Nach diesem Motto wünschen sich 46 Prozent der Menschen in Deutschland Geld zum Fest, noch einmal mehr als im Vorjahr (2011: 43 Prozent).

Innerhalb von 14 Tagen dürfen sie die Ware ohne Angabe von Gründen zurückgeben. Aktuell kommen manche Online-Händler den Kunden sogar entgegen und haben die Frist für den Umtausch verlängert, so dass Waren auch noch in der ersten Januarwoche zurückgeschickt werden können. Die Zahl der potenziellen Nutzer des Widerrufsrechts ist groß, denn laut einer Umfrage wollten dieses Jahr 38 Millionen Deutsche von zu Hause aus Geschenke ordern.

Garantie ist nicht gleich Gewährleistung

  • Wer gibt die Garantie?

    Eine Garantie wird meist vom Hersteller gegeben. Gesetzlich ist er dazu nicht verpflichtet. Sie darf nicht mit der Gewährleistung gleichgesetzt werden, denn diese bekommt der Kunde vom Händler. Gesetzlich ist eine Gewährleistung von zwei Jahren geregelt.

  • Was umfasst die Garantie?

    Hersteller können den Umfang der Garantieleistungen individuell festlegen, da sie Garantie nur aus Kulanz geben. Sie können sie beispielsweise auf bestimmte Funktionen eines Produkts beschränken.

  • Welche Bedingungen gelten für die Garantie?

    Der Hersteller kann beispielsweise verlangen, dass der Kunde ein defektes Produkt auf eigene Kosten einschickt.

  • Welche Vorteile hat die Garantie gegenüber der Gewährleistung?

    Die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren vergibt der Händler, bei dem das Produkt gekauft wurde. Es geht dabei um die Frage, ob das Produkt schon zum Zeitpunkt des Kaufs defekt war. Herstellergarantien zielen dagegen meist auf die Haltbarkeitsdauer eines Produkts.

Für die retournierten Artikel muss der Händler den Kaufpreis erstatten, das Ausstellen eines Gutscheins ist nicht erlaubt. Auch die Kosten für den Rückversand muss der Händler tragen, aber nur dann, wenn die Retoure mehr als 40 Euro wert ist. Andernfalls zahlt der Kunde das Porto.

Ein uneingeschränktes Widerrufsrecht hat der Kunde aber auch bei Fernabsatzverträgen nicht. Es gilt laut Paragraph 312d BGB beispielsweise nicht für Waren, die nach Kundenspezifikation angefertigt werden, die auf Grund ihrer Beschaffenheit nicht für eine Rücksendung geeignet sind, schnell verderben können oder deren Verfalldatum überschritten wurde.

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