Wird Prozess eingestellt?: Ex-BayernLB-Vorstände könnten mit Geldbuße davonkommen

Wird Prozess eingestellt?: Ex-BayernLB-Vorstände könnten mit Geldbuße davonkommen

, aktualisiert 25. August 2014, 13:48 Uhr
Bild vergrößern

Im BayernLB-Prozess berät das Landgericht München offiziell über ein Ende des Verfahrens gegen vier der sechs Angeklagten.

Der Prozess gegen vier Ex-BayernLB-Vorstände könnte eingestellt werden. Richter, Staatsanwälte und Verteidiger berieten sich am Montag - eine Entscheidung steht noch aus. Am Dienstag wird die Verhandlung fortgesetzt.

Im Prozess gegen Ex-Vorstände der BayernLB wegen des milliardenschweren Fehlkaufs der Hypo Alpe Adria (HGAA) wurde am Montag über eine teilweise Einstellung des Verfahrens beraten. Das Münchner Landgericht hat noch keine Entscheidung getroffen. Grund ist, dass die Staatsanwaltschaft diesem Schritt bislang nicht zugestimmt hat. Man müsse dies noch einmal „abschließend prüfen“, sagte der zuständige Staatsanwalt.

„Wir werden schauen, dass wir morgen Klarheit haben.“ Der Vorsitzende Richter Joachim Eckert äußerte Verständnis für den Beratungsbedarf, betonte aber: „Ich bitte auch darum, dass wir das morgen zu einem vernünftigen Ende bringen.“ Er unterbrach die Verhandlung bis Dienstag um 9.00 Uhr. Auch wenn in den Medien bereits verkündet werde, was das Gericht zu tun gedenke, werde all das „nicht so schnell gehen, wie Sie sich das vorstellen“, sagte Eckert. Es gebe „noch einiges zu besprechen“.

Anzeige

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte am Samstag berichtet, das Verfahren gegen vier der sechs angeklagten Banker solle gegen geringe Geldauflagen eingestellt werden. Lediglich das Verfahren gegen den früheren BayernLB-Chef Werner Schmidt und den damaligen Landesbank-Vize Rudolf Hanisch werde fortgeführt.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Ex-Vorständen Untreue vorgeworfen, weil sie die HGAA 2007 trotz offenkundiger Risiken gekauft und damit hohen Schaden angerichtet haben sollen. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe stets bestritten.

Weitere Artikel

Für den früheren BayernLB-Vorstand Michael Kemmer, der inzwischen an der Spitze des Bundesverbandes deutscher Banken steht, sei eine Zahlung von 20.000 Euro vorgesehen, schrieb die „Süddeutsche“ - ebenso für den früheren Vize-Chef der Landesbank, Theodor Harnischmacher. Die früheren Vorstände Ralph Schmidt und Stefan Ropers sollen demnach jeweils 5000 Euro zahlen. Eckert wollte zu diesen Details aber nichts sagen.

In dem Mammutverfahren hatte sich bereits abgezeichnet, dass die einstigen Top-Manager keine hohen Strafen zu erwarten haben. Denn die Richter sahen von Anfang an kein strafbares Handeln der Manager bei der Übernahme der Hypo Alpe Adria und dürften ihre Meinung nach der monatelangen Beweisaufnahme kaum geändert haben.

Mehrere prominente Zeugen hatten die Vorstände in den höchsten Tönen gelobt und ihnen gewissenhafte Arbeit bescheinigt. Auch die Frage, ob der Kaufpreis für die HGAA mit 1,6 Milliarden Euro angesichts der bekannten Risiken zu hoch war, konnte vor Gericht nicht eindeutig geklärt werden.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%