Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...
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23 KommentareWäre die WiWo nicht auch in der Lage, ein solches Ranking für andere Rechtsgebiete aufzustellen?
Suchen Sie mal in Nürnberg z.b. einen engagierten Anwalt im Mietrecht: Sie werden ihr blaues Wunder erleben. Wie wär´s?
Lieber San Juan, wir wollen in den kommenden Monaten tatsächlich in loser Folge Rankings für andere Rechtsgebiete aufstellen.
Ferner wurde hier eine Gleichgewichtung der Kriterien vorgenommen (alle mit 15%). Eine Gleichgewichtung kann meiner Ansicht nach hier nicht stattfinden, denn was nützt mir das tollste und seriöseste Marketing, wenn der Anwalt eine "Pfeife" ist und noch nie einen Prozess gewonnen hat? Auch die "Klagefreudigkeit" ist kein bewertungskriterium. Hilfreich wäre hier eine information, wie viele seiner Klagen im Kapitalanlagerecht ein Anwalt gewonnen hat und wie viele verloren. Und dann noch ganz wichtig: Hatten die Klagen auch wirtschaftlichen Erfolg für die Kläger? im Endeffekt zählt doch für den Einzelnen Mandanten der Erfolg, den der Anwalt mit gleichgelagerten Fällen bereits hatte. Mal ganz davon abzusehen, dass ein Ranking für einen Dienstleistung immer ein schwieriges Thema ist, denn wie bereist erwähnt, setzt jeder "Kunde" seine Prioritäten anders, hat andere Erfahrungen und Erwartungen und wird in seinem Umfeld anders beeinflusst.
Was auch fehlt: Wie viele Anleger wurden von den Anwälten bereits in Kapitalanlageverfahren vertreten? Und wie gut betreut fühlen sich die bisher vertretenen Anleger von den jeweiligen Kanzleien?
Fragwürdig finde ich, dass ausgerechnet ein Anwalt aus der ERGO-Gruppe in der Jury sitzt. ERGO ist die Muttergesellschaft der ideenkapital, die wiederum Medienfonds aufgelegt hat. Da liegt es doch nahe, wessen interessen Herr Plote verfolgt und warum er "Klagefreudigkeit" beanstandet. War diese Auswahl eine gute idee?
ich denke, dass ein Ranking mit diesen bewertungskriterien eine eher subjektive betrachtung ist. Denn wie will man Seriosität, Qualität einer Dienstleistung (vor allem des Kanzlei-Teams) und Erfahrung bewerten? Das einzige Kriterium, welches meiner Ansicht nach noch einen objektiven Touch hat, ist die Erfahrung, die kann man in Jahren messen. Doch schon oft habe ich erlebt, dass das auch kein indikator für Qualität und Erfolg ist. Seriosität ist meiner Ansicht nach für jeden Menschen unterschiedlich; für den einen ist es völlig seriös, wenn ihn die bankangestellte Abends um 22:00 Uhr noch zu einem Finanzgespräch überreden will, und für den anderen sind bereits Werbungen im briefkasten ein Grund, den Zusteller zu verklagen.
Der Artikel lässt leider vermissen, was er selbst anmahnt. Qualität! Wie interessant wäre es, zu erfahren, wer die besten im Land sind. Ein Thema, dass sich immer „gut verkauft“. Doch wie soll man dies ermitteln? Der Artikel weist zutreffend darauf hin, dass die Dekra scheiterte. Nun wird dieses Thema im Rahmen der Pressefreiheit aufgegriffen. Da nach Ansicht der selbsternannten „Experten“ Fachveröffentlichungen und -anwaltstitel für eine bewertung nicht wirklich taugen, wurden in einem ersten Schritt Presseberichte und Urteilsdatenbanken analysiert. Während letztere nur Rückschlüsse auf die Qualität von Fachartikel zulässt, die ja gerade nicht als bewertung taugen sollen, berichten erstere nur bei marktschreierisch agierende Anwälten? Dies war also Eingangsvoraussetzung? Kein Wunder, dass die Qualität der Arbeit nur mit 15% eingeflossen ist. Diese konnte die Jury ohnehin nicht beurteilen, da nur einer der drei Experten überhaupt Jurist ist. Stattdessen wurde der Erfolg mit 30% bewertet. Erfolg ist sicher für einen Mandanten mit der wichtigste Aspekt! Aber wie wurde dieser ermittelt? Mehr als 80% aller geführten Klagen gewonnen? Alles verglichen? Nur einen Fall geführt und den bis zum bGH getrieben und dort wider erwarten gewonnen? Darüber hinaus wurde neben der Qualität der Arbeit, die sich im Erfolg widerspiegeln sollte, ein maßgeblicher Gesichtspunkt überhaupt nicht beachtet: Die Zufriedenheit der Mandanten! Stattdessen flossen Mandantengewinnung und Marketing (worin liegt hier eigentlich der Unterschied?) zusammen mit 30% ein. Soll dies wirklich wichtiger sein als Erfolg, Qualität und Erfahrung? Wer sich die Mühe macht und die Prozentsätze nachrechnet staunt: 105%! Fazit: Hier wurde die Wirkung von Medikamenten anhand des individuellen Geschmacks von Außenstehenden bewertet, die weder Arzt noch Patienten sind. Seriöse Artikel sehen anders aus. Schade!!
Was man wissen sollte ist, dass die Ergo-Versicherung, der Herr Plote angehört, die Muttergesellschaft von ideenkapital ist. ideenkapital nun hat vier marode Filmfonds auf den Markt geworfen, investitionsvolumen insgesamt 4,4 Milliarden EUR, 56000 geschädigte Anleger. Jetzt wird sie von Anlegeranwälten massiv angegangen. Kein Wunder, dass Herr Plote Anwälte die klagen wollen nicht schätzt. Für wie doof halten Sie iegentlich ihre Leser?
Ein blick in die Jury genügt, um zu zeigen, dass die Anleger sich besser anderweitig informieren sollten. Fuchsgruber - da war doch auch mal was. Aber naja - von Transparenz scheint man auch bei der Wirtschaftswoche nicht viel zu halten! Ach ja - und bis 100 zählen kann man dort wohl auch nicht ;)
Dieser Artikel ist ein ziemlich großer Sargnagel für die Glaubwürdigkeit der Wiwo, die offenbar Focus-Niveau erreichen möchte. Mit rund der Hälfte der genannten Kanzleien habe ich auf der Gegenseite gefochten, da war gute und seriöse Arbeit dabei, aber Honorarschinderei (hoffentlich nur auf Kosten der Rechtsschutz) und Flüchtigkeit gab es auch. Die Auswahl der Jury ist ohnehin befremdlich und so überrascht auch das zufällig erscheinende Ergebnis nicht (die für den Anleger erfolgreichste Adresse der letzten Jahre taucht garnicht auf, warum nur ?). Der wichtigste Massstab ist doch die Unabhängigkeit des Anwalts, auch von Sachzwängen (in denen manch junge Kanzlei stecken mag) und darauf aufbauend der ehrliche Rat, der auch das Kostenrisiko beinhaltet. Die Verbindung mit Anlegerschützern führt nicht zu schlechter Arbeit und ob die Eignung zu Fachaufsätzen dieselben Talente wie die die Prozessführung erfordert, erscheint mir ebenso fraglich wie der Fachanwaltstitel als Qualitätsmerkmal. Anwälte zu bewerten ist eine ganz schwierige Angelegenheit, da höchst subjektiv (zu jedem Mandanten gibt es einen passenden Anwalt) und Kanzleien zu bewerten ist noch schwieriger, da sie aller Einigkeit im Außenauftritt zum Trotz aus (bisweilen sehr) verschiedenen Anwälten bestehen; da sehe ich mit Grauen weiteren Artikeln zum Thema entgegen.
ich bin seit Jahren auf diesem Gebiet tätig, zunächst als Rechtsanwalt (u.a. für die Verbraucherseite in zwei bekannten Verfahren vor dem EuGH) und nun als Lehrstuhlinhaber insbesondere für bank-, Kapitalmarkt- und Verbraucherrecht an der Universität Hamburg. Schon die Auswahl der Jury halte ich für höchst fragwürdig. Wieso wirkt dort kein Richter, Vertreter einer seriösen Schutzvereinigung für Anleger oder aus der Verbraucherzentrale (wie etwa dem bundesverband), oder ein Hochschulangehöriger mit Praxisbezug mit? Wie viele Verfahren, wie viele Veröffentlichungen, wie viele interviews etc. liegen diesem Ranking zugrunde? Die Kriterien des Ranking sind nicht nachvollziehbar, geschweige denn deren Gewichtung. Einige Anwälte aus der Liste gehören sicher dazu, bei anderen bin ich mir nicht sicher. Mehr Transparenz bitte!
Wenn ich als Lehmangeschädigter Laie einen Anwalt suche, sollte ich daran gehindert werden, diese ganze Geschichte samt Kommentaren zu lesen.
Da steh´ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor...
Ja, schön wär´s:
Jetzt habe ich erfahren, dass die Suche nach einem fähigen und fairen Anwalt für mich alsLaien völlig aussichtslos ist.
Herzlichen Dank, verflucht nochmal!
Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...
Kommentare zu: Die besten Anwälte für Anlagerecht
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