WiWo-Top-Kanzleien: Die besten Anwälte für IT-Recht

WiWo-Top-Kanzleien: Die besten Anwälte für IT-Recht

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Im WirtschaftsWoche-Ranking wurden die besten Anwälte für den Bereich Managerhaftung gekürt

von Claudia Tödtmann und Hans-Peter Canibol

Versagt die Informationstechnik, droht im Extremfall die Pleite. Welche Tücken IT-Verträge haben, welche Juristen auf diesem Feld führend sind.

Ohne Informationstechnik funktionieren in Unternehmen die einfachsten Sachen nicht mehr. Das beobachtet Michael Pluta. Der bekannte Ulmer Insolvenzanwalt saniert gerade einen Reiseanbieter, der pleiteging, nur weil er den IT-Anbieter wechselte. Das alte und das neue IT-System liefen parallel, ruck, zuck fehlte der Überblick, wer von den 80.000 Kunden bezahlt hatte, wer nicht, oder wer Gutschriften erhalten hatte. Viele Kunden reagierten sauer – in der Buchhaltung lief schließlich nichts mehr.

Weil Rechnungen unbezahlt blieben, ließ ein griechischer Hafen ein Schiff mit Hunderten von Gästen nicht auslaufen; ein Busfahrer sperrte Gäste ein. Eine fehlerhafte Software „kann eine Firma ruinieren“, sagt Pluta.

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Die Jury

  • Bastian Cremer

    Bastian Cremer ist Justitiar für IT-Projekte und Datenschutz bei der Zurich Beteiligungs-Aktiengesellschaft.

  • Felix Hey

    Felix Hey ist geschäftsführender Gesellschafter des juristischen Fachverlags Dr. Otto Schmidt in Köln.

  • Frederick Iwans

    Frederick Iwans ist Chefsyndikus bei United Internet und verantwortet konzernweit Recht und Compliance.

  • Thomas Ochs

    Thomas Ochs ist CIO bei dem Porzellan- und Keramikhersteller Villeroy & Boch aus Mettlach.

  • Achim Schunder

    Achim Schunder ist Leiter der Zeitschriftenniederlassung des Verlags C.H. Beck mit Sitz in München.

  • Bernhard Walther

    Bernhard Walther ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Mitgründer der Hightechfirma Arago.

Mehr noch: „Bei jeder Softwareumstellung wackelt die ganze Firma.“ Zumindest, wenn sie Beschaffung, Buchhaltung und Finanzplanung verbindet. Damit es nicht so weit kommt, feilen IT-Anwälte an Verträgen vor IT-Outsourcing-Projekten, vor Auslagerungen in die Cloud oder vor dem Austausch einer veralteten Software.

25 Top-Kanzleien für Informationstechnik
Sozietäten und spezialisierte Anwälte, die sich im Auswahlprozess gut behaupteten
KanzleiRechtsanwalt
AderholdThorsten Sörup
AnwaltscontorChristian R. Kast
Baker & McKenzieWolfgang Fritzemeyer, Michael Schmidl
Bird & BirdAlexander Duisberg, Fabian Niemann,  Jörg-Alexander Paul
CMS Sebastian Cording, Malte Grützmacher
Corso RechtsanwälteCarsten Intveen
DentonsKatharina Scheja
Freshfields Bruckhaus DeringerNorbert Nolte
Gleiss LutzStefan Weidert
Hengeler MuellerAlbrecht Conrad, Wolfgang Spoerr
Heymann & PartnerThomas Heymann
Jones DayWolfgang Büchner
KNPZ RechtsanwälteKai-Uwe Plath
LLR Legerlotz LaschetKlaus Gennen
NoerrPeter Bräutigam, Joachim Schrey
OlswangAndreas Splittgerber
Oppenhoff & PartnerMarc Hilber
Osborne Clarke Ulrich Bäumer, Flemming Moos
Rödl & PartnerChristiane Bierekoven
SBR Schuster & PartnerFabian Schuster
SSW Schneider Schiffer WeihermüllerIsabell Conrad, Jochen Schneider
Taylor WessingAxel Freiherr von dem Bussche, Kai Westerwelle
TCI RechtsanwälteMichael Karger
v. Boetticher RechtsanwälteAnselm Brandi-Dohrn 
Vogel & PartnerRupert Vogel
Quelle: WirtschaftsWoche-Expertenpanel und Jury 2016

Verträge umfassen schnell 90 Seiten, plus 20.000 Seiten zu Technik und Verantwortlichkeiten, sagt IT-Anwalt Thomas Heymann von Heymann & Partner, der große Namen wie RWE oder Lufthansa betreut. Da geht es um Leistungsbeschreibungen oder Reaktionszeiten, Messverfahren oder Preise. Dazu kommen Geheimhaltungsklauseln.

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Problem ist: „Die Software wird heute oft erst im Einsatz entwickelt. Der Anwender gibt dabei einen Teil seiner Geschäfts- und Fertigungsprozesse preis und muss sicherstellen, dass die nicht an die Konkurrenz weiterfließen“, sagt Christiane Bierekoven von Rödl & Partner, die Mandanten wie Villeroy & Boch oder Lebkuchen Schmidt betreut.

Gerade bei Gemeinschaftsprojekten mehrerer Unternehmen wird es kompliziert: Wem gehören die Rechte an Computerprogrammen? Wie kann bei der Zusammenarbeit jeder sein Know-how sichern? Wer behält am Ende die Kundendaten? Oder, wenn es international wird: Welches Länderrecht gilt? „Dass nicht viel mehr Fälle vor Gericht landen, ist verwunderlich“, so Wolfgang Spoerr, IT-Anwalt bei Hengeler Mueller: „Andere Industrien würden sich wünschen, dass sie so gut davonkommen.“

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