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WiWo-Top-Kanzleien: Die besten Anwälte für Unternehmenssteuerrecht

von Hans-Peter Canibol

Die WirtschaftsWoche hat die besten Experten im Fachgebiet Unternehmenssteuerrecht ausgewählt.

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Wieder einmal vergeblich gehofft. Kurz nach der Wahl 2009 verständigten sich Union und FDP endlich auf die Reform der Unternehmensbesteuerung. Im Koalitionsvertrag steht, Schwarz-Gelb werde „das Steuerrecht weiter modernisieren und international wettbewerbsfähig gestalten“ und „von unnötiger Bürokratie befreien“. Baustellen sind Regelungen zur Verlustverrechnung, die grenzüberschreitende Besteuerung von Erträgen und die Abschaffung der Gewerbesteuer. „Kaum einer im Ausland versteht die Gewerbesteuer“, sagt Achim Dannecker, Anwalt in der Kanzlei Gleiss Lutz. Egal: Nach einem lustlosen Vorstoß wurde deren Abschaffung erneut verschoben.

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Reformen mahnen Experten auch bei der Besteuerung von grenzüberschreitend tätigen Unternehmen an. Bereits 2005 hatte der Europäische Gerichtshof klargestellt, dass ein Unternehmen Gewinne in einem Teil der EU mit Verlusten in anderen Teilen verrechnen können sollte. „Und auch die EU-Kommission und der Koalitionsvertrag fordern eine Kursänderung“, moniert Martin Bünning von GSK Stockmann. „Die Neuregelung der Gruppenbesteuerung ist in Deutschland lange überfällig“, sagt auch Professor Jens Blumenberg von Linklaters, „wer in Deutschland Verlustvorträge mit Gewinnen im Ausland verrechnen will, hat Probleme.“

Bei den Steuerrechtsthemen geht es um viel Geld. Deutsche Unternehmen schieben aus Verlusten der Vergangenheit Verlustvorträge in dreistelliger Milliardenhöhe vor sich her. „Für Mittelständler wird die Verlustverrechnung und -nutzung immer wieder erschwert, bis schließlich die Verlustvorträge untergehen. Eigentlich wird alles vertagt,“ sagt Wolfgang Richter, Chef der Kanzlei RP Richter & Partner.

Steuertricks bei Umstrukturierungen vermutet

Funkstille herrscht auch in Sachen Besteuerung bei Umwandlungen. „Wir hatten erwartet, dass der Umwandlungssteuererlass dieses Jahr kommt“, sagt Dirk Pohl von McDermott, Will & Emery, „jetzt hoffen alle auf das nächste Jahr.“ Der Erlass soll steuerliche Fragen regeln, die bei der Umstrukturierung von Unternehmen grenzüberschreitend auftreten. Allzu oft vermutet der Fiskus, dass dabei steuerlich getrickst wird. Knackpunkt sind die Verrechnungspreise, zu denen Leistungen konzernintern abgerechnet werden. „Wenn beispielsweise die Forschung in einem Unternehmen konzentriert wird, wie sind da die bisherigen Forschungsergebnisse in den jeweiligen Unternehmensteilen zu bewerten?“, fragt Axel Bödefeld von Oppenhoff & Partner. Und: „Wenn von A nach B verlagert wird, was erhält A innerhalb des Konzerns als Kaufpreis?“

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4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 23.11.2010, 15:02 UhrHägar Schmidt

    Was verdienen diese Anwälte so im Schnitt? Und welchen Umsatz machen die Kanzleien insgesamt? Wäre interessant...

    Allerdings: Richtig GUT sind übrigens Anwälte, die den Job lieben und sich nicht als Unternehmer verstehen (ähnliches Problem wie bei Ärzten). ich kenne Anwälte, die topkompetent sind, sich in die Sache "reinhängen" bis zum Schluss und auf die ich mich immer blind verlassen konnte. Sie haben keinen Doktortitel, dafür haben sie richtig Erfahrung und Ahnung von ihren Schwerpunkten.

    Natürlich sind sie bei solchen Werbemaßnahmen wie diese hier nicht zu finden.

  • 22.11.2010, 20:12 Uhreinfach nur lächerlich

    ich lach mich tot.......was ist denn an dieser Liste "objektiv"....

  • 22.11.2010, 10:49 Uhrmycomment

    @Harald Kern Vielleicht ganz einfach, weil es ja gerade um Unternehmenssteuer r e c h t geht? Da gibt es ja schon noch einen Unterschied zwischen Anwälten und Steuerberatern.

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