Toyota, Nissan & Co.: Automobilaktien

Toyota, Nissan & Co.: Automobilaktien

Bild vergrößern

Logo des größten Autoherstellers der Welt: Toyota Motor Corp.

von Andreas Toller

Japans Automobilhersteller sind nicht alle gleich stark von Erdbeben und Tsunami betroffen. Dennoch nimmt die Börse sie in Gruppenhaft. Zum Teil zu Unrecht.

Die Marktreaktion auf Erdbeben und Tsunami in Japan fiel zunächst drakonisch aus: Toyota-Aktien verloren am Dienstag acht Prozent, Nissan 9,5 Prozent, Honda 6,5 % und Suzuki vier Prozent. Renault wurden wegen seiner Überkreuzbeteilung bei Partner Nissan ebenfalls abgestraft.

Die japanische Investmentbank Nomura veröffentlichte umgehend eine kurze Studie zu japanischen Autoaktien und bezeichnete die Marktreaktion als übertrieben. Sie empfahlen vor allem Renault und Nissan zum Kauf. Die Analysten begründeten dies mit den günstigen Kursen und der geringen Abhängigkeit vom japanischen Automarkt. Schließlich seinen die Autohersteller heutzutage global tätige Unternehmen.

Anzeige

Von dem Erdbeben ist Toyota besonders betroffen, denn als einziger großer japanischer Hersteller hat der führende Autoproduzent der Welt seine Fabriken überwiegend im Erdbebengebiet. Alle zwölf Produktionsstätten von Toyota stellten zunächst den Betrieb ein. Inzwischen ist zumindest die Produktion von Autoteilen wieder angelaufen. Der Kurs erholte sich nach dieser Meldung deutlich.

Dennoch: Der Toyota-Konzern ist angeschlagen. Dort werden 60 Prozent der weltweit verkauften Toyotas gebaut und durch die Erdbeben sei die Logistikkette für die Produktion unterbrochen. Und das lässt die schärfsten Konkurrenten hoffen: Volkswagen könnte sein erklärtes Ziel, die Nummer eins der Autobauer zu werden, vielleicht schneller erreichen als gedacht.

Lieber Europa

Auch Nissan hat Produktionsstätten im Erdbebengebiet. Aber die meisten verzeichnen nach Analystenschätzungen nur relativ geringe Schäden. Andererseits könnten viele Hersteller in Japan von Lieferschwierigkeiten und mangelnder Stromversorgung betroffen sein. Auch, wenn die Chancen, dass sich Japans Autohersteller schnell von der Katastrophe erholen werden, gar nicht so schlecht sind. Zumindest für Daihatsu, Suzuki, Mazda und Yamaha Motor scheinen die Chancen da gut zu stehen.

Anleger tun angesichts der weiter unsicheren Lage und der bislang schwer abzuschätzenden Schadenshöhe dennoch zunächst gut daran, sich an die Aktien der europäischen Wettbewerber zu halten. Denn deren Abhängigkeit vom japanischen Markt ist gering: Die Umsatzanteile von Daimler und BMW in Japan liegen unter drei Prozent, selbst Volkswagen verkauft nur ein Prozent seiner Fahrzeuge in Japan.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%