Union Investment: Vom Wiederaufbau in Japan wird kein Unternehmen groß profitieren

Union Investment: Vom Wiederaufbau in Japan wird kein Unternehmen groß profitieren

Die nukleare Bedrohung aus Japan wird die weltweiten Aktienmärkte nur kurzfristig belasten.

„Es ist eine Tragödie. Aber die Auswirkungen auf die weltweiten Aktienmärkte dürften zeitlich begrenzt sein.“ Davon geht Michael Schmidt, Aktienfonds-Chef von Union Investment, aus. Zwar könne die Phase der Verunsicherung noch längere Zeit dauern und stärkere Kursschwankungen mit sich bringen, so Schmidt im WirtschaftsWoche-Interview.

Historische Vergleiche wie mit dem Hurrikan Katharina in 2005 zeigten aber, dass die ökonomischen Kosten und die zeitliche Dauer eines Wiederaufbaus häufig überschätzt würden. Schmidt: „Hoch entwickelte Länder können sich schnell erholen.“

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Profitieren wird nach Ansicht Schmidts aber auch niemand vom Wiederaufbau in Japan: „Dass Branchen wie die Zement- und Bauindustrie in Japan durch einen Wiederaufbau zu den Profiteuren zählen werden, bezweifle ich übrigens. Keiner wird einen großen Schnitt machen. Gewinne könnte der Staat abschöpfen.“ Union Investment selbst hat  auf die Katastrophe in Japan mit dem Verkauf von Tepco-Aktien, dem Betreiber des Fukushima-Reaktors, reagiert.

„Zudem haben wir durch Verkäufe Liquidität geschaffen, um gerüstet zu sein, falls Anleger in großem Stil Fondsanteile abstoßen.“ Dies sei aber nicht passiert.

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