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US-Notenbankchef: "Helikopter-Ben" bleibt auf dem Radar

von Andreas Toller

Ben Bernanke bleibt für vier weitere Jahre an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt. Aber die "Person des Jahres 2009" (Time-Magazin) und die Unabhängigkeit der Notenbank werden kritisch beobachtet.

Der US-amerikanische Quelle: dpa
Der US-amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke Quelle: dpa

Der US-Senat votierte gestern trotz teils harscher Kritik von Demokraten wie auch Republikanern für eine zweite Amtszeit des 56-Jährigen. Geschlossen fiel die Untersützung allerdings nicht aus: Für den früheren Princeton-Professor stimmten lediglich 70 Senatoren, 30 gegen ihn. Bei verschiedenen Anhörungen im Kongress war Bernanke wegen seiner Rolle im Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise teils massiv angefeindet worden. Kritiker werfen der Federal Reserve vor, ihre Aufgaben der Bankenaufsicht vernachlässigt zu haben. Andererseits habe sie Finanzinstitutionen wie den Versicherungsriesen AIG, die durch eigenes Verschulden in katastrophale Turbulenzen geraten waren, mit gigantischen Summen gerettet.

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Die Zentralbank steht nun vor immensen Aufgaben: Nach dem Öffnen aller geldpolitischen Schleusen muss er die Zügel straffen, ohne die Wirtschaftserholung nach der Krise abzuwürgen. Bernanke erzielte bei der Abstimmung ein noch schlechteres Ergebnis als Paul Volcker, der wegen seines massiven Vorgehens gegen die Inflation der späten 70er Jahre massiv in der öffentlichen Kritik gestanden hatte. Bei der Wahl Volckers für eine zweite Amtszeit 1983 votierten immerhin noch 84 Senatoren für ihn.

Unter der Führung Bernankes drückte die Fed als Reaktion auf die schwerste Finanzkrise seit der Großen Depression vor 80 Jahren nicht nur den Leitzins auf ein historisches Tief von knapp über null Prozent. Die Notenbank pumpte zudem Hunderte Milliarden Dollar in das Finanzsystem, legte zahlreiche Darlehensprogramme auf und versuchte mit allen Mitteln, den Kreditfluss wieder in Gang zu bekommen. Die Bestätigung Bernankes, den noch Präsident George W. Bush an die Spitze der Fed geholt hatte, war vorige Woche noch einmal zur Zitterpartie geworden, nachdem sich zwei Senatoren der Demokraten gegen eine Wiederwahl ausgesprochen hatten. US-Medien mutmaßten, dass die beiden Politiker Kapital aus dem Unmut der Bürger über die milliardenschweren Bankenrettungen durch die Fed Kapital schlagen wollten.

Offenmarktausschuss unterstützt Bernanke

Wenige Stunden vor den entscheidenden Abstimmungen im Senat hatte sich der Offenmarktausschuss der Fed demonstrativ hinter Bernanke gestellt und ihn erneut zu seinem Vorsitzenden gewählt. Der Ausschuss entscheidet über die Geldpolitik und den US-Leitzins, die so genannte Fed Funds Target Rate. Das Amt des Offenmarktausschuss-Vorsitzenden und des Fed-Chefs liegen traditionell in einer Hand.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 29.01.2010, 20:16 UhrAnonymer Benutzer: Eigen

    Die FED wird untergehen, genau wie das ganze System untergehen wird. Diese Leure sind nicht fähig, geschweige denn Willens dem ganzen beschiß ein Ende zu bereiten.
    Und welchem 'Gottes Werk' dort genüge getan wird, kann sich ja jeder noch halbwegs normale Mensch denken.

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