US-Schuldenstreit: Investoren goutieren Kompromiss

US-Schuldenstreit: Investoren goutieren Kompromiss

Bild vergrößern

Das Parkett der Deutschen Börse, aufgenommen mit Zoomeffekt am 15.07.2003 in Frankfurt/Main. Positive Konjunkturprognosen für Deutschland und die Hoffnung auf steigende Kurse an den US-Börsen haben dem DAX am Dienstag bis zum Nachmittag zu einem neuen Jahreshoch verholfen. Angetrieben von Spekulationsgewinnen bei MAN und Kurszuschlägen bei den Finanzwerten stieg das deutsche Börsenbarometer bis um 15.15 Uhr um 0,91 Prozent auf 3.426,19 Zähler zu. Foto: Oliver Stratmann ZB Special (honorarpflichtiges Bild)

Die Anleger honorieren den US-Schuldenkompromiss mit steigenden Kursen. Euphorisch ging es nach dem Befreiungsschlag jedoch nicht zu. Denn an den Märkten weiß man: Die eigentliche Herausforderung steht noch an.

Amerika, du hast es besser: Während man sich in Europa von Krisengipfel zu Krisengipfel hangelt und auch nach zwei Jahren Griechenland-Malaise noch nicht genau weiß, ob man Athen mit weiteren Milliardenpaketen durchboxt oder lieber gleich ganz aus der Währungsunion rausschmeißt, schafft Washington Fakten. Die Schuldengrenze wird kurzzeitig erhöht, gleichzeitig aber auch ein massives Sparpaket aufgelegt.

Reaktionen nur moderat

Die Märkte reagierten zunächst erleichtert: Im frühen Handel fielen Schweizer Franken ( - 1 Prozent) und Yen ( - 0,4 Prozent) zum Dollar, Credit Default Swaps auf einen US-Zahlungsausfall fielen gar auf den niedrigsten Stand seit 18 Monaten. Gegenüber dem Euro blieb der Dollar dagegen nahezu unverändert. Deutlich zulegen konnten Aktien: Der Dow-Jones-Index legte um 0,6 Prozent auf 12.211 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,5 Prozent auf 1298 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,6 Prozent auf 2773 Punkte vor. Am Nachmittag belasteten hingegen die lahmen Zahlen des US-Einkaufsmanager-Index' die gute Laune am Aktienmarkt.

Anzeige

Doch angesichts von Schlagzeilen, die zuletzt wahlweise finster über die "Schuldenkatastrophe" sinnierten oder gar den Untergang des US-Imperiums prophezeiten, fielen die Marktreaktionen vergleichsweise moderat aus. Dass es ernsthaft zu einem Zahlungsausfall kommen könnte, davon gingen daher wohl nicht mal die Chefs der vierzehn größten Finanzinstitute aus, die in einem Brandbrief Obama zum Handeln aufforderten.

Leider keine Panik

„Ehrlich gesagt wäre etwas Panik jetzt hilfreich", verriet eine mit den Verhandlungen vertraute Person dem TV-Sender CNBC noch am Freitag. Doch die Panik wollte sich nicht einstellen. Dass das Hickhack in Washington das Vertrauen in das politische System der USA erschüttert, wie es Commerzbank-Analysten am Montag schrieben, klingt daher reichlich zugespitzt.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%