Versicherung: Auto-Versicherer beenden den Preiskampf

Versicherung: Auto-Versicherer beenden den Preiskampf

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Autounfall auf der A31 bei Dorsten

von Annina Reimann

Auto-Versicherer haben sich in den letzten Jahren einen ruinösen Preiskampf geliefert. Jetzt müssen sich Autofahrer auf höhere Prämien in der Kfz-Versicherung einstellen.

110: Bei dieser Zahl schrillen die Warnglocken eines jeden Versicherungsmanagers. Zwar handelt es sich hierbei nicht um die Telefonnummer der Polizei, sondern um die Schaden/Kosten-Quote im deutschen Kfz-Versicherungsgeschäft der Allianz - Grund zum Alarm ist sie trotzdem. Denn die Schadenszahlungen und Kosten übersteigen bei Werten von über 100 Prozent die Prämieneinnahmen, die Allianz schreibt trotz Kapitalerträgen rote Zahlen (Vorjahresquote: 106,5).

Kein Wunder also, dass Deutschland-Chef Gerhard Rupprecht das Interesse an der Autoversicherung verliert: Die Konkurrenz kaufe, so Rupprecht, „jetzt künftige Verluste ein - ein Vorgang, bei dem wir gerne auf die Marktführerschaft verzichten". Geschäft werde man nicht „auf Biegen und Brechen" hereinnehmen, die Preise seien auf dem Niveau von vor 20 Jahren.

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HUK-Coburg hebt Prämien an

So verliert die Allianz gerade ihre Marktführerschaft: Zum Jahresende 2009 versicherte sie noch 8,44 Millionen Fahrzeuge. Die Beitragseinnahmen fielen um 3,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro - die Kosten und Schäden stiegen jedoch auf 3,6 Milliarden Euro.

Der Rivale HUK-Coburg hatte Ende 2009 schon 8,34 Millionen Wagen im Bestand, inzwischen sind es 150.000 Wagen mehr. Aktuellere Zahlen von der Allianz sind bisher nicht veröffentlicht. Nach Beitragseinnahmen seien die Münchner mit einem Marktanteil von 17 Prozent in der Kfz-Versicherung heute aber noch größter Anbieter, hieß es.

HUK-Coburg wird seine Preise bereits zum 1. April leicht anheben. Um wie viel, entscheidet sich ab dem 15. März, denn ab dem Termin rechnet der Konzern die neuen Prämien aus. Grund sind laut eines Sprechers die hohen Kosten durch die gestiegene Zahl der Verkehrsunfälle durch Schnee und Eis.

Für die Allianz wirkte sich selbst die Abwrackprämie wenig positiv aus. Viele Kunden entschieden sich beim Fahrzeugwechsel zwar für eine Vollkaskoversicherung. Da viele Bürger jedoch ein kleineres Auto kauften, kassiert der Konzern jetzt entsprechend kleine Kaskoprämien.

Die überfällige Trendwende im Kfz-Versicherungsmarkt lasse sich laut Allianz wohl erst zum Jahresende durchsetzen. „Wir haben nicht die Absicht, bei den Preisen nachzugeben, sondern eher im Gegenteil", sagte Rupprecht. Es sei zu hoffen, dass sich zum Jahresende höhere Preise durchsetzten. Die Prämien hatte der Konzern erst im vergangenen Jahr angehoben. Die Autofahrer müssten jetzt aber endlich wieder kostendeckende Preise zahlen.

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