Wenn er sich da mal nicht täuscht. Gold ist in Deutschland längst „Bild“-Titel- und Teeküchen-Thema Nummer zwei oder drei. Spätestens seit der Diskussion um die vermeintliche Sicherheit von Tages- und Festgeldkonten im vergangenen Herbst investieren die Deutschen wieder kräftig in greifbare Werte. Bei Online-Juwelieren, Banken und Sparkassen verdoppelt sich alle sechs Wochen die Zahl der privaten Anfragen. Bekannte Privatiers wie Dietmar Hopp und Franz Beckenbauer sind bekennende Goldfans, und kaum eine Party am Wochenende, wo nicht irgendwann zwischen Fußball, Obama und Krise ein Satz wie dieser fällt: „Also ich bin ja inzwischen ein totaler Fan von physischem Gold geworden.“
Da wollen die findigen Schwaben mitmischen: Mit dem Aufstellen der Goldautomaten wolle er vor allem privaten Anlegern ermöglichen, „auch kleinere Einheiten an Gold einfach und günstig zu beziehen. Auf diese Weise können sie ihr Golddepot nach und nach auffüllen“, sagt der Gold-Super-Markt Gründer Thomas Geissler.
Merkwürdige Strategie
Für gut 30 Euro können Reisende in Frankfurt ein winziges, dünnes Goldplättchen am Automaten ziehen. Klar: Die Aufschläge auf den reinen Metallwert sind hoch bei derart kleinen Barren. Wer die für 31 Euro am Bahnhof gezogenen Goldplättchen wieder versilbern will, kriegt dafür aktuell maximal 21,50 Euro wieder. Wer gut 3000 Euro am Automaten ausgibt, kriegt dort 100 Gramm. Kaufte er die 100 Gramm am Stück, kosteten sie nur gut 2150 Euro. Und wirklich sinnvoll aus Investorensicht sind Gold-Investments eh erst ab Barrengrößen von 250 Gramm.
Unabhängig davon müssen die Gold-Discounter eh noch mal bei ihren Automaten bei - so rein technisch. Gestern in Frankfurt wollte das dort aufgestellte Exemplar keine Goldbarren ausspucken. „Tja“, seufzt ein Mitarbeiter des Betreibers, „das ist dann wohl der Vorführeffekt, heute Morgen zu Hause hat er’s noch getan.“












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Alle Kommentare lesen30.05.2009, 23:28 UhrAnonymer Benutzer: Bodensee-Golddiplomaten
beratung ist wichtig - kleinste Einheiten sind wichtig. Wir beraten Sie gerne ihre bodensee-Golddiplomaten.
24.05.2009, 11:54 UhrAnonymer Benutzer: Sabine
Gold kauft man online in renommierten Onlineshops und kommt dann sicher billiger weg. Man vergleich nur einmal proaurum . de oder coininvestdirect com
24.05.2009, 11:53 UhrAnonymer Benutzer: Klaus
Die Firma, die sich "Online-Vermögensverwalter" nennt, kennt so gut wie kein Mensch und bisher gibt es exakt EiNEN Automaten, - ob es da zu bundesweit 500 Stück kommt, darf doch arg bezweifelt werden. Die Automaten werden aufgebrochen oder abtransportiert werden, zudem sind 31 Euro sicher nur ein Lockvogelangebot und auf Dauer nicht kostendeckend. Zudem hätte ich keine Lust von Obdachlosen und Kleinkriminellen beim Ziehen von Gold beobachtet zu werden...