HB AMSTERDAM/MAILAND. Die Banca Popolare Italiana (BPI) und ihre Verbündeten stimmten dem Verkauf ihres Anteils von 39,37 % an der Banca Antonveneta an die Niederländer zu. ABN Amro ist damit die erste ausländische Bank, die ein großes italienisches Kreditinstitut kauft.
Der Kaufpreis betrage 26,50 Euro je Aktie oder 3,2 Mrd. Euro, teilte ABN Amro am Montag in Amsterdam weiter mit. Nach der Übernahme des Anteils der Banca Popolare Italiana werde ABN Amro 69,28 % an Antonveneta halten. Fazio soll in der ersten Runde des Übernahmekampfes, in dem ABM Amro gegen die Banca Popolare unterlag, die italienischen Interessenten unterstützt haben. Die Börsenaufsicht setzte die Übernahme daher für eine Untersuchung aus.
ABN-Chef Rijkman Groenink sagte: "Wir haben unseren Ehrgeiz, Antonveneta zu übernehmen, niemals aufgegeben, weil diese Bank zu unserer auf kleine Märkte zielende Strategie passt." Jetzt sei man "zuversichtlich, sowohl den Mitarbeitern als auch den Kunden Stabilität bringen zu können."
Dagegen ist die politische Zukunft Fazios nach wie vor völlig ungewiss. Der auf Lebenszeit in seinem Amt bestimmte Notenbankchef weigert sich trotz massiver Aufforderungen zurückzutreten. Auch an der Spitze der italienischen Notenbank gebe es keine klare Mehrheit, die eine Entscheidung herbeiführen könnte, heißt es in Rom. Die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, die in der Angelegenheit zunehmend unter Handlungsdruck gerät, favorisiert Berichten in Rom zufolge ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank.




















