Alternative Geldanlage: Mit Wein reich werden

Alternative Geldanlage: Mit Wein reich werden

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In den Gewölben des Weinguts Ress im Rheingau können Investoren Flaschen lagern.

von Thorsten Firlus

Die Spitzenweine des Jahrgangs 2010 erleben extreme Preissprünge. Blue Chips behalten ihren Wert.

Frankreichs Außenminister und Bürgermeister von Bordeaux, Alain Juppé, war angereist und verteidigte die Winzer. Bei einem Rundgang auf der Weinmesse Vinexpo Ende Juni in Bordeaux sah Juppé keinen Grund zur Aufregung angesichts der jüngsten Preiserhöhungen der Châteaux im berühmtesten Weinanbaugebiet der Welt. "Der Markt entscheidet über den Preis", sagte Juppé dem US-Weinmagazin "Decanter". Und die Weine seien ihren Preis wert.

Juppés Landsmann Vincent Moissonnier hingegen sieht den Wert nicht mehr. "Adieu, mon amour" steht auf einer Seite der Weinkarte seines mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants in Köln. In emotionalen Worten schreibt er seinen Gästen, dass der Markt für Bordeaux-Weine aus den Fugen geraten sei. Von dieser Entwicklung wolle er nicht länger profitieren und habe sich deshalb entschlossen, diese nicht mehr anzubieten.

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Blue Chips können noch im Wert steigen

Die Enttäuschung von Moissonnier und vielen seiner Kollegen haben sich die Bordeaux-Winzer dieses Jahr durch spektakuläre Preiserhöhungen zugezogen. Kaum ein Weingut von Rang, das nicht mindestens zehn Prozent mehr als vergangenes Jahr für den Wein verlangte, in der Spitze bis zu 80 Prozent. Die teuersten unter den Teuren wie ein Château Petrus kosten den Kunden inzwischen bis zu 2700 Euro – pro Flasche. Durch die Produktionskosten lassen sich solche Preise nicht erklären.

"Die Premiers Crus aus den wichtigsten Châteaux sind auch Investitionsobjekte", sagt Valentin Brodbecker, Finanzberater und Autor des Buches "Wein als Investment". Wer vor zehn Jahren zum Beispiel eine Kiste mit zwölf Flaschen Château Lafite-Rothschild für rund 2600 Pfund kaufte, konnte sie zehn Jahre später für rund 25.000 Pfund verkaufen.

Das ist der Grund, warum die Blue Chips unter den Châteaux wie Latour, Ausone oder Petrus derzeit schneller vom Markt aufgesogen werden, als eine Flasche vor dem Ausschenken zum Atmen braucht. In knapp 30 Minuten war das Angebot des Weinguts Le Pin ausverkauft, trotz eines Preises von 1300 Euro pro Flasche. Die teuersten Weine werden ihren Wert in den kommenden Jahren mindestens behalten, vermutlich weiter steigern. "Bordeaux ist Business und weniger Terroir", sagt Romana Echensperger, ehemalige Sommelière und heutige Geschäftsführerin ihres Beratungsunternehmens Rootstock.

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