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Anlagestrategie: Das 50.000-Euro-Ökodepot

von Heike Schwerdtfeger

Wie sieht ein nachhaltiges Investment ohne großen Zeitaufwand aus? Wie ein gut verdienender Single und Naturfreund 50.000 Euro nachhaltig anlegen sollte, wenn er nicht zu viel riskieren möchte.

Öko-Anleger Quelle: Illustration: Emiliano Ponzi
Öko-Anleger Quelle: Illustration: Emiliano Ponzi

Die Kunden der Nürnberger Umweltbank besitzen offenbar eine Tugend, die ansonsten an der Börse Mangelware ist: „Unsere Kunden denken nachhaltig, ein Aktiencrash versetzt sie nicht in Panik“, behauptet Umweltbank-Vermögensberater Markus Schmidt. Beteiligungen an Unternehmen seien eben langfristige Investments, die auch schwierige Zeiten durchstehen müssten.

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Der Modellanleger, ein naturverbundener IT-Ingenieur Mitte 40, hat aus einer Erbschaft 50.000 Euro auf dem Girokonto. Er will sich nicht durch den Kauf einer Immobilie in die Hand von Banken begeben.

Nachdem er schon im Bioladen einkauft, möchte er auch mit einer nachhaltigen Geldanlage seinen Einfluss als Anleger geltend machen.

Ethikbank, Umweltbank oder GLS-Bank haben sich auf solche Anleger spezialisiert und werben damit, dass sie Anlegergelder vor allem in ökologisch und sozial nützliche Projekte stecken.

Das 50.000-Euro-Ökodepot
Das 50.000-Euro-Ökodepot

Auch der Aachener Finanzberater Thomas Streuer empfiehlt seinen Anlegern vor allem Investmentfonds, die in Aktien oder Anleihen von Unternehmen investieren, die Nachhaltigkeits-Standards berücksichtigen, also etwa umweltverträglich wirtschaften. Bewährt haben sich vor allem Schweizer Anbieter von Nachhaltigkeitsfonds, wie etwa Sarasin und die von einer Tochter der Privatbank Hauck & Aufhäuser gemanagten Prime Value-Fonds.

Gestaffelter Einstieg und Sparplan

Aktuell rät Streuer zu einem gestaffelten Einstieg in Aktienfonds und einem hohen Anteil Rentenfonds. An deren Stelle bevorzugt der Ökoanleger aber das Wachstumssparen der Umweltbank, das einen über fünf Jahre steigenden Zins bietet und für ihn die verlässlichere Variante ist.

Zudem bleibt er flexibel, weil nach einem Jahr ein Ausstieg mit dreimonatiger Kündigungsfrist möglich ist. Gelder sind bei der Nürnberger Bank bis 100.000 Euro pro Anleger durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 20.09.2011, 16:49 UhrAnonymer Benutzer: Heike Schwerdtfeger

    Das Ethikkomitee existiert nach wie vor in der bekannten Zusammensetzung und ist unter dem folgenden Link zu finden: http://www.hauck-aufhaeuser.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=23&itemid=21
    Es gibt keinen Grund, an der Ausrichtung der früheren Dr. Höller Vermögensverwaltung und heutigen Hauck&Aufhäuser-Tochter auf Nachhaltigkeit zu zweifeln.
    Man kann bankern vieles anhängen, aber die Hauck&Aufhäuser-Leute würden wohl kaum so offensichtlich einen Wachstumsbereich kaputtmachen, den sie vor zwei Jahren für viel Geld übernommen haben. Sie haben sich damit das Know-how im Nachhaltigkeitsbereich eingekauft und mit Roman Limacher und Rene Schraner sind im Fondsmanagement auch die Personen an bord, die die gute Performance erzielen konnten.

  • 20.09.2011, 13:44 UhrAnonymer Benutzer: Oliver Fischer

    ich habe eine Anmerkung zum ersten Kommentar, der vollkommend falsch ist. Zwar hat Hauck & Aufhäuser die Dr. Höller Vermögensverwaltung gekauft, das Management und auch das Gremium wie oben erwähnt gibt es aber immer noch bzw. daran hat sich nichts geändert. ich hoffe sehr, der Kommentar von Dieter und Holger ist nur auf Grund von Unwissenheit zustande gekommen. Die Schlussfolgerung, dem Anleger würde hier etwas vorgegaukelt ist blanker Unsinn. Man sollte die Kommentare auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen, da es sonst jedermann leicht gemacht wird, Unwahrheiten zu verbreiten, denen jegliche Grundlage fehlt.

  • 20.09.2011, 12:57 UhrAnonymer Benutzer: Dieter und Holger

    Woran machen Sie fest, dass sich vor allem die Schweizer Anbieter von Nachhaltigkeitsfonds wie etwa die von der Tochter der Privatbank Hauck & Aufhäuser "bewährt" haben? ihre Aussagen sind längst Geschichte. Der Prime Value-Fonds wurde bis zum letzten Jahr von der Dr. Höller Vermögensverwaltung gemanagt. Dort gab es ein großes Gremium, in dem die Einzelwerte nach strengen Regeln ausgewählt wurden. Seit Dr. Höller von Hauck & Aufhäuser übernommen wurde, gibt es dieses Gremium nicht mehr!!! Mit anderen Worten: dem Anleger wird vorgegaukelt, in ein nachhaltiges investment zu investieren. Tatsächlich aber wird nur in Titel investiert, die den Anschein haben, nachhaltig zu sein. Das ist ein Unterschied.

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