Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...
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20 KommentareGedanken darüber sind absolute Zeitverschwendung. So lange der Derivatemarkt (Wettscheine) den Aktien- und bondmarkt um das 6 - 10 fache übersteigt, und selbiges als sichere - renditehaltige Produkte verkauft werden ist das einfach nur Etikettenschwindel.
bis 2001 hieß vieles Optionsschein, jetzt heist es Zertifikat oder strukturiertes Produkt. Die Emitenten sind kreativ und die Anleger geben leichtfertig Geld. Es ist immer das gleich.
Einen Anlegerschutz wollen die meisten eh nicht, sondern eher maximale Rendite - gepaart mit Steuersparmodellen.
Teil ii
Wegen einer guten Vertrauensbasis ist es mir zwar häufig möglich eine ordentliche Vermögensplanung mit Zukunft zu bieten (das schließt z.b. Schuldentilgung oder Absicherungen mit ein), häufig laufen Anlagegespräche allerdings so ab, dass der Kunde ein fälliges Sparkassenbuch einfach nur verlängert obwohl es alternativen gäbe die eher zu der Lebenssituation passen oder dass speziell Fonds gehalten werden, die nahezu keine Rendite mehr abwerfen oder die jetzt im Rahmen der Finanzkrise risikobehafteter sind als noch vor zwei Jahren (Rentenfonds oder Geldmarktfonds). Es wird leider zu selten eine ordentliche beratung gewünscht ode gefordert und gerade dabei fängt der beruf an Spaß zu machen, da der Umsatz sich dann automatisch vervielfacht und beide Seiten glücklich sind.
Tja seit dem 01.01.2010 haben wir jetzt das beratungsprotokoll. Sämtliche Mitarbeiter mit Wertpapierkompetenz wurden geschult, vielen beratern wurde aus Kostengründen die Kompetenz so gestutzt, dass keinerlei Fonds u.ä. verkauft werden durfte - die Reaktion meiner ersten Kunden (übrigens auch von ihnen sogenannte "alt und ahnungslos" Kunden) war - "was soll der Quatsch", "unglaublich" und ähnliches.
Trotz diverser börseneinbrüche in den letzten 15 Jahren hatte ich lediglich eine beschwerde wegen zurückgegangener Kurse. bei meinen Kollegen sah es ähnlich aus. Ob wir besser beraten als andere banken mag ich jetzt nicht anmaßen, aber es sind trotz des hohen Verkaufsdruck nicht alle banker "böse"-wir haben im gegensatz zu anderen Verkäufern von der AWD/OVb u.ä. Geschäftsstellen. Wenn wir schlecht beraten kann man sich bei uns oder über uns beschweren, da wir räumlich gebunden sind wir könnten uns vor Ort nicht mehr blicken lassen und allein dass ist ein Grund seinen Job ordentlich zu machen.
Fakt ist allerdings, dass mindestens 90% der Deutschen und wahrscheinlich 99% der Schreiberlinge hier auf Wiwo (speziell die Kommentar-Schreiber die mit Allgemeinplätzen um sich werfen dass es mir schlecht wird) mir als Vermögensbetreuer in einem öffentlich rechtlichem institut mir auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht die informationen geben, die ich für eine ordentliche, anlegergerechte beratung benötigen würde. Jeder Leser sollte sich überlegen ob er wirklich in jedem beratungsgespräch (auch wenn es nur ein kurzer blick in das bestehende Depot ist), seine gesamten Vermögensverhältnisse (inklusiv immobilien und Anlagen bei anderen banken), seine Schulbildung, sein monatliches Einkommen, seine monatlichen Ausgaben offenlegen möchte...
Leider kommen aus diversen berichten in fast allen Zeitungen immer die gleichen - unschlüssigen - Folgerungen zutage.
Provision ist schlecht, Honorarberatung unabhängiger und besser, weil ohne Verkaufsdruck.
Mir als berater ist es doch schlussendlich egal, wie die Quelle heißt aus der das Geld kommt. Daher mal ein anderer Aspekt: Wenn ich als Honorarberater immer das gleiche Geld bekomme, ob ich nun gute oder langweile Empfehlungen gebe, wo soll denn meine Motivation herkommen, den Kunden optimal zu beraten?
WEnn ich 2 Stunden aufwende und immer das gleiche verdiene, warum sollte ich einen komplizierten Fonds erläutern, als ein einfaches Tagesgeldkonto ("Sie wollen doch etwas sicheres, oder?")
Das das so ist, sieht man ja seit Jahren an Stiftung Warentest oder den Verbraucherzentralen. immer nur das vorsichtige und sichere empfehlen (ohne das die "berater" dort selber die heute notwendige Ausbildungung haben).
Steigen die Aktien muss man nicht erwähnen, dass man im letzten Jahr 10 % NiCHT verdient hat. Fallen die Kurse, kann man auf Makler und banker schimpfen, dass diese nur ihre Provision im Kopf haben.
Letztendlich kommt es doch auf den Kunden an, wer langfristig sein Geld vermehren will, muss es wirtschaftlich anlegen. Über wenige Jahre betrachtet führt dies zu einem Risiko. Das war so und wird immer so bleiben. Wer etwas anderes behauptet, schwindelt oder hat von der Materie keine Ahnung.
Das neue Anlageprotokoll dient vorallem den banken als Schutz. Kommt es zum Streitfall, kann die bank nun schwarz auf weiß präsentieren, daß der Kunde mit Unterschrift einverstanden war. Die LEOs, die vor der Lehmann-Krise schon die komplizierten Produkte nicht verstanden haben, die man ihnen angedreht hat, die verstehen auch das Protokoll nicht. Dazu gibt es jede Menge unnötiger aufgebauschter bürokratie. Jetz tgibt es keine einfachen Tlefonate mehr mit der bank, weil der "berater" ja eventuell etwas sagen könnte, was nicht dokumentiert ist. Oder man führt bei jedem Telefonat Protokoll. ich glaube nicht, daß diese überbordende bürokratie einem einzigen Anleger wirklich nutzt. besser wäre eine Umkehr der beweislast. Die würde auch zu mehr Sensibilität bei den banken führen. So hat man -mal wieder- ein bürokratisches Monster geschaffen, das keinem wirklich nutzt. Deutschland ist eben eine bürokratie!
@bänker: ich gehöre zu den" 99% Kommentarschreibern, die mit Allgemeinplätzen nur so um sich schmeißen." ich habe die Medaillie von beiden Seiten kennen gelernt und ergreife Partei für keine Seite. Aber es ist nun mal so, daß die banker unter enormen Verkaufsdruck stehen. Deshalb sollten wir auch nicht von "beratern", sondern "Verkäufern" reden. ich komme übrigens super mit allen meinen "beratern" aus. Seit Jahren wollte mir keiner mehr ein "Hausprodukt" andrehen. Manchmal hat sogar einer eine wirklich gute idee. Sobald der Verkaufsdruck raus ist, gibt es richtig gute Gespräche. bis dahin war es aber ein langer, steiniger Weg. Und wichtig: Man muß sich auf Augenhöhe unterhalten können. Wenn der Kunde keine Ahnung hat und auch nichts wissen will, dann kann der "berater" es ihm auch nicht recht machen. Leider nutzen, dann viele berater die Situation aus, um ihre Ladenhüter an den Mann zu bringen.
Als Azubi bei der Deutschen bank (3.Lehrjahr) muß ich feststellen, daß sich am von der Führung auf die bankberater ausgeübten Verkaufsdruck überhaupt nichts geändert hat. im Gegenteil: Wenn unsere Zweigstelle eine Woche nicht die vorgegebenen Verkaufszahlen erfüllt, kriegt unser Filialleiter sofort ein email seines Vorgesetzten, damit dieser Druck auf seine Leute ausübt. Auch wir Azubis werden gezwungen, Kunden abzutelefonieren, um diese zu Neukäufen (mit Vorliebe Fonds mit 5 % Ausgabeaufschlag) oder zu sachlich nicht erforderlichen
Umschichtungen zu veranlassen. Wie mir meine Kollegen in der berufsschule erzählen, läuft das genauso bei Commerzbank, Dresdner bank usw. Wenn mir das alles vor der Lehre bekannt gewesen wäre, hätte ich diese Ausbildung gar nicht begonnen.
Nach meiner Prüfung will ich nicht bei der bank bleiben, sondern werde mir einen Job in der Wirtschaft suchen.
Es ist genauso, wie dagobert schreibt. ich habe mich kürzlich als Azubi der Commerzbank geweigert, sogenannte "Alt und dumm"-Kunden anzurufen, denen ich einen sehr durchschnittlichen Aktienfonds aufschwätzen sollte. Ne halbe Stunde später hing unser Ausbildungsleiter an der Strippe und fragte mich, ob ich nicht an einer Übernahme interessiert wär. Auch meine älteren Kollegen haben die Nase voll. Wenn die banken so weiter machen, verspielen sie bei den Kunden den letzten Rest an Vertrauen.
Ähnlich unerfreuliche berichte erhalte ich von meinem Sohn, der aufgrund meiner Empfehlung derzeit eine Ausbildung zum bankkaufmann bei der Commerzbank in bayern absolviert.
Nicht nur die Tatsache, daß die banken keinerlei Konsequenzen aus den Fehlern der Vergangenheit ziehen, also ihre Kunden unverändert systematisch übervorteilen, ist skandalös. Noch schlimmer ist, daß solche Ausbilder den jungen Menschen ein
darwinistisches bild vom Wirtschaftsleben vermitteln und so all das infrage stellen, wofür sich Elternhäuser und Gymnasien viele Jahre lang eingesetzt haben. Um Mißverständnissen vorzubeugen: ich bin kein "linker Spinner", sondern selbst gelernter bankkaufmann und als Dipl.-Kfm. seit über 20 Jahren erfolgreich als Unternehmer tätig.
ich glaube auch, dass das beratungsprotokoll nicht viel ändern wird. ich selbst bekomme als Mitarbeiter der Sparkasse sehr viel davon mit. Die Menschen, die die Entscheidungen treffen, sind ganz offensichtlich nicht in der Lage, den Hebel endlich umzulegen und mal im Sinne ihrer Kunden - die ja unsere Geldgeber sind - zu denken. Schade ist das für die berater, von denen viele alles versuchen, um den Kunden fair zu beraten, auch mit Umsatzvorgaben. Trotzdem werden immer die berater als Verbrecher dargestellt. Auch hier gibt es wie überall schwarze Schaafe, aber es bemüht sich niemand in den höcheren Abteilungen, weil mit jeder Hierarchiebene die Ertragsbrille dicker wird... und den blick für das Wesentliche verdeckt! Wo sind die innovativen Unternehmer, die hier mal Alternativen anbieten? Jeder als selbständiger Honorarberater, das kann doch nicht die Lösung sein. ich wünsche mir mal ein groß aufgezogenes Konzept von Leuten, die die guten berater zusammen holen und was intelligentes anbieten.
Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...
Kommentare zu: Was der neue Anlegerschutz wirklich bringt
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