Berufsunfähigkeitsversicherung: Burnout wird zum Problem für Versicherer

Berufsunfähigkeitsversicherung: Burnout wird zum Problem für Versicherer

Kranke Seele statt kaputter Rücken: Psychische Erkrankungen nehmen als Ursache für Berufsunfähigkeit zu. Damit haben Versicherer zu kämpfen. Trotzdem zahlen sie in den meisten Fällen. Die Unternehmen unterscheiden sich allerdings deutlich im Preis.

Rund 15 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Nicht zu unrecht: Immer weniger Menschen arbeiten tatsächlich bis zum Erreichen des Rentenalters. Krankheiten machen ihnen oft deutlich früher einen Strich durch die Rechnung. Allein im vergangenen Jahr gingen mehr als 180.000 Menschen krankheitsbedingt in Frührente, darüber hinaus nahmen rund 42.000 Menschen ihre BU in Anspruch. Das sind 20 Prozent mehr Berufsunfähige als noch vor fünf Jahren.

Alternativen zur BU-Police Absicherung, wenn Schutz vor Berufsunfähigkeit unmöglich ist

Berufsunfähigkeitsversicherungen lassen Menschen mit hohen Gesundheitsrisiken oft abblitzen. Doch es gibt Alternativen, die zumindest Minimalschutz bieten – ganz ohne Gesundheitsprüfung.

Handwerkliche Berufe mit hohem Risiko einer eintretenden Berufsunfähig werden immer seltener oder nur sehr teuer versichert Quelle: dpa

Die Psyche spielt nicht mehr mit

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Die Hauptgründe für eine Berufsunfähigkeit sind aber längst nicht mehr kaputt gearbeitete Knochen und Bänder bei Handwerkern. Mehr als 28 Prozent derjenigen, die ihre BU in Anspruch nehmen, leiden unter Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen. 2009 haben die seelischen Leiden die erwähnten Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates als häufigste BU-Ursache überholt und stehen inzwischen auf Platz eins.

Die Hauptgründe für eine Berufsunfähigkeit

  • 28,67 Prozent

    Die Mehrheit, nämlich 28,67 Prozent, wird wegen psychischer Erkrankungen wie Burnout berufsunfähig.

    (Angaben mit Stand April 2013)

  • 22,65 Prozent

    Auf Platz zwei der Erkrankungen, die die Deutschen vorzeitig aus dem Berufsleben wirft, sind Erkrankungen des Skeletts und der Muskulatur. Mehr als 22 Prozent können wegen "Rücken" nicht mehr in ihrem Beruf oder auch gar nicht mehr arbeiten.

  • 15,51 Prozent

    15,51 Prozent nehmen ihre Berufsunfähigkeitsversicherung wegen nicht näher kategorisierter Krankheiten in Anspruch.

  • 15,07 Prozent

    Krebs und andere bösartige Geschwüre sind bei gut 15 Prozent der Grund für eine Berufsunfähigkeit.

  • 10,14 Prozent

    Bei gut zehn Prozent sind Unfälle beziehungsweise deren Spätfolgen dafür verantwortlich, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können.

  • 7,96 Prozent

    Bei fast acht Prozent aller Deutschen, die im letzten Jahr berufsunfähig wurden, spielten Erkrankungen von Herz und Gefäßen eine Rolle.

Das macht die BU für immer mehr Menschen zu einem wichtigen Vorsorgeinstrument. Mittlerweile gehören nicht mehr bloß Dachdecker, Maurer und Feuerwehrleute zu den Risikogruppen. Seelische Krankheiten kann schließlich jeder bekommen. Für die Versicherer steigen gleichzeitig die Belastung und die Kosten. Dementsprechend teuer sind manche Tarife. Das Analysehaus Morgen & Morgen hat deshalb 75 Versicherungsgesellschaften auf ihr Preis-Leistungsverhältnis hin untersucht. 22 Versicherer waren besonders kompetent, viele einfach nur besonders teuer.

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