Betongold: Warum Immobilien nicht immer die perfekte Altersvorsorge sind

Betongold: Warum Immobilien nicht immer die perfekte Altersvorsorge sind

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Der ganze Stolz eines Häuslebauers ist nicht unbedingt die perfekte Altersvorsorge.

von Saskia Littmann

Immobilien gelten angesichts niedriger Zinsen und der verbreiteten Angst vor Geldentwertung als ideale Altersvorsorge. Warum sie das nicht immer sind, und was Vermieter bei der Vorsorge beachten müssen.

Ehepaar G. wird von vielen beneidet. Die Doppelverdiener machen exotische Reisen, haben an der Ostsee ein Segelboot und leben in einer schicken Altbauwohnung in Hamburg-Eppendorf. Allerdings nur zur Miete. Und die ist angesichts der zentralen Lage entsprechend hoch. Für zwei Gutverdiener ist das kein Problem. Aber im Alter belasten die regelmäßigen Kosten die Rentenkasse. Herr G., selbstständiger Berater, hat sogar schon ein wenig Ruhestandsluft geschnuppert. Als sich eine Gelegenheit bot, stieg er aber wieder ins Geschäft ein. Sicher ist sicher.

Freunde der Hamburger haben sich anders entschieden. Sie wohnen schon länger in einer Doppelhaushälfte auf dem Land, zwischen Hamburg und Kiel. Noch zahlen sie zwar ihren Kredit ab, aber bis zur Rente wird das Häuschen schuldenfrei sein. „Wer zur Miete wohnt, zahlt doch im Laufe seines Lebens ein Haus ab“, sagen sie mit Blick auf ihre Bekannten im noblen Eppendorf.  

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Wäre Ehepaar G. besser dran, wenn es die schicke Altbauwohnung nicht zur Miete bewohnen würde, sondern sie vor einigen Jahren gekauft hätte? Wer fährt langfristig besser – der Immobilienbesitzer oder der Mieter, der sein Geld regelmäßig anlegt?

Betongold ist in

Auf den ersten Blick spricht viel für Immobilien als Altersvorsorge. Angesichts der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt setzen Sparer stärker denn je auf die eigenen vier Wände. Meinungsforscher von Allensbach fanden im Auftrag der Postbank heraus, dass jeder dritte Berufstätige eine Immobilie kaufen und bewohnen möchte, um vorzusorgen. Zwei Drittel der Deutschen sehen Immobilien demnach als „ideale Form der Altersvorsorge“, auch in Form von Bausparverträgen oder vermieteten Objekten. Zum Vergleich: Nur noch fünf Prozent planten, eine Lebensversicherung mit Kapitalbildung abzuschließen. Auch für eine Riester-Versicherung interessierten sich gerade einmal neun Prozent der Berufstätigen, die ihre Altersvorsorge ausbauen wollten.

Dossier Lebensversicherer

Viele Hausbesitzer oder Vermieter ruhen sich allerdings auf ihrer steinernen Reserve aus. Das ist ein Fehler. Abhaken können auch Immobilienbesitzer das Thema nicht. Der Immobilien-Himmel nicht wolkenlos. Zuletzt räumte eine Studie der Beratung Empirica im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) mit dem Vorurteil auf, Immobilien seien pauschal bestens für die Vorsorge geeignet.

Wohnen oder Vermieten?

Grundsätzlich unterscheiden Experten dabei zwischen selbstgenutzten und vermieteten Häusern oder Wohnungen. „Wird die Immobilie selber bewohnt, ist sie schon ein wertvoller Teil der Altersvorsorge“, sagt Reiner Braun, einer der Verfasser der Empirica-Studie. Allerdings spiele der Renditeaspekt in dem Fall keine so große Rolle. „Was zählt ist die gesparte Miete, weniger die Wertsteigerung meines Hauses“, so Braun. Außerdem sei eine Immobilie immer noch ein gutes Sparziel. Empirische Studie belegen, dass Häuslebauer oder –käufer eher sparsam sind, sie arbeiten vergleichsweise viel und konsumieren wenig.

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