Börsengeschehen: Dax trotzt Kurseinbrüchen in USA und Asien

Börsengeschehen: Dax trotzt Kurseinbrüchen in USA und Asien

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Deutsche Börse Dax

Der deutsche Leitindex Dax trotzt den schlechten Vorgaben aus Übersee: Er lag im frühen Handel bei 4541 Zählern und damit um 0,66 Prozent im Minus. Dabei hatte alles auf einen üblen Tagesstart hingedeutet. Gestern haben die US-Börsen im Minus geschlossen, der japanische Nikkei-Index fiel zeitweise auf den tiefsten Stand seit fünfeinhalb Jahren.

Der TecDax verlor in der ersten Handelsstunde 1,16 Prozent auf 525 Zähler. Der MDax hingegen profitierte von erfreulichen Quartalsberichten deutscher Unternehmen und stieg um 0,34 Prozent auf 5372 Punkte. Mit plus 16,40 Prozent auf 5,18 Euro sprangen die Titel der Baumarktkette Praktiker nach Zahlen an die MDax-Spitze.

Dabei hatten die Vorgaben aus Übersee auf einen miserablen Tagesstart hingedeutet: Nach den Kurseinbrüchen in den USA haben heute morgen auch die asiatischen Aktienbörsen mit weiteren Verluste geschlossen. In Tokio fiel der Nikkei-Index heute zeitweise auf den tiefsten Stand seit fast fünfeinhalb Jahren. Sorgen vor einer Rezession lasteten ebenso auf dem Markt wie der starke Yen, der Aktien exportorientierter Unternehmen in die Tiefe zog.

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Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 8460 Zähler aus dem Handel, nachdem er im frühen Geschäft bis auf 8016 Stellen abgesackt war. Ein Medienbericht, demzufolge die US-Regierung milliardenschwere Maßnahmen erwägt, um Zwangsversteigerungen von Immobilien zu verhindern, begrenzte die Verluste in den letzten Handelsminuten.

Der breiter gefasste Topix-Index verlor bis Handelsschluss knapp zwei Prozent auf 871 Punkte. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur, Shanghai und Hongkong tendierten im Minus - der südkoreanische Leitindex verlor gar über 7,5 Prozent.

Kurse in New York auf tiefstem Stand seit fünf Jahren

Einem Bericht auf der Internetseite des „Wall Street Journals“ zufolge steht in den USA ein Vorschlag zur Debatte, wonach die Regierung den Banken finanzielle Anreize geben könnte, um Darlehen von in Schwierigkeiten geratenen Hauseigentümern in bezahlbarere Hypotheken umzuwandeln. „Wenn man sich den jüngsten starken Verfall von US-Aktien anschaut, wäre es nicht verwunderlich, wenn ein derartiger Bericht als Grund für eine Erholung dient“, sagte Masayoshi Okamoto von Jujiya Securities. Dennoch mussten die japanischen Exportwerte erneut schwere Verluste einstecken, da der Yen weiter zulegte.

Die Sony-Aktie verlor bis Handelsschluss 6,3 Prozent, das Papier des Kameraherstellers Canon 6,2 Prozent. Auch Autowerte wie Honda und Nissan rutschten um über 6,5 Prozent ab.

Sämtliche Werte hatten bereits am Vortag enorme Kursverluste hinnehmen müssen. In New York waren die Kurse am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 5,7 Prozent auf 8519 Punkte, der breiter gefasste S&P-500-Index 6,1 Prozent auf 896 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 4,8 Prozent auf 1615 Punkte nach. Der Euro notierte zum Dollar wenig erändert bei 1,2830 Dollar, nach 1,2852 Dollar im späten US-Handel. Zum Yen notierte die Gemeinschaftswährung zu Handelsschluss in Tokio bei 125,21 Yen, nach 125,42 in den USA. Ein Dollar kostete 97,69 Yen, nach 97,860 Yen zu Börsenschluss an der Wall Street.

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