Chartanalyse: Gold bis 2000 Dollar

Chartanalyse: Gold bis 2000 Dollar

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Goldbarren

von Frank Doll

Der Unzenpreis für das Edelmetall wird weiter steigen – und noch dynamischer als bisher. Warum Gold aus charttechnischer Sicht noch Potenzial bis 2000 Dollar je Unze hat und nun die spekulative Phase beginnt.

Gold hat weltweit die Rolle einer Alternativwährung übernommen. Wird Gold nun auch zu einer Fluchtwährung, die von immer mehr Investoren angesteuert wird?

Aus Sicht der Charttechnik, die nüchtern Preisentwicklungen analysiert, gibt es dafür erste Anzeichen. Im Verlauf der Goldpreisentwicklung in Dollar lässt sich ein groß angelegter Keil erkennen. Wäre der Unzenpreis Ende Juni/Anfang Juli unter 1460 Dollar gesunken und damit aus diesem Keil nach unten ausgebrochen, hätte dies einen weiteren Preisrückgang auf mindestens 1150 Dollar ausgelöst. Dies wäre dann vermutlich das Ende eines bald zwölfjährigen Aufwärtstrends gewesen. Dieses Risiko wird viele Anleger von einem weiteren Engagement im gelben Metall abgehalten haben.

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Goldpreis in Dollar je Feinunze

Goldpreis in Dollar je Feinunze

Zugleich haben viele Anleger aus Angst vor einer ähnlich scharfen Preiskorrektur wie 2008 während des Preisrückganges auf 1480 Dollar im Juni Positionen aufgelöst – und sind in eine Bärenfalle getappt. Diese Falle schnappt gerade mit dem Preisanstieg auf über 1550 Dollar zu. Der Preisanstieg auf zuletzt 1585 Dollar bedeutet den Ausbruch aus einer Konsolidierungsformation in Gestalt eines Rechtecks. Damit stehen Spekulanten, die auf fallende Goldpreise gesetzt haben, und nichtengagierte Goldbullen unter Zugzwang.

Das lässt nun einen raschen Preisanstieg an die obere Begrenzung eines sich abzeichnenden Aufwärtstrendkanals in den Bereich um 1700 Dollar erwarten. Doch das dürfte nur der erste Schritt auf dem Weg zu deutlich höheren Preisen sein. Die Tatsache, dass Gold gegenüber allen anderen Anlageklassen eine sehr hohe relative Stärke aufgebaut hat, lässt auch in den nächsten Monaten eine weit überdurchschnittliche Entwicklung erwarten.

Ausbruch steht an

Hinzu kommt, dass mit dem Preisanstieg auf über 1550 Dollar die Trendlinie T1 in greifbare Nähe gerückt ist. Sie wirkte bisher als wichtiger Widerstand. An T1 hatten sich in der Vergangenheit mittelfristige Aufwärtstrends erschöpft und Anleger zu Gewinnmitnahmen veranlasst (Punkte 1, 2, 3). Nur erfolgt der aktuelle Ausbruch aus einer Konsolidierungsformation dicht unter dieser Widerstandslinie. Die Dynamik der jetzt startenden Aufwärtsbewegung sollte mit dem Sprung über T1 alle vorherigen Aufwärtsbewegungen in den Schatten stellen.

Dafür spricht die Dauer des Bullenmarktes. Nach zwölf Jahren Aufwärtstrend, begleitet von zahlreichen Goldskeptikern, ist der Goldmarkt nun reif für den Eintritt in seine spekulative Phase. Dafür müssten nun auch die Aktien etablierter Goldförderer und besonders die Titel kleinerer Explorer ausgeprägte Kursanstiege zeigen. Goldpreise von über 2000 Dollar bis Jahresende wären dann keine Überraschung.

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