China-Investments: Mit Aktien auf Chinas Währung wetten

China-Investments: Mit Aktien auf Chinas Währung wetten

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China Mobile

von Anton Riedl und Frank Doll

Anleger, die auf eine mögliche Aufwertung des Yuan setzen wollen, kaufen am besten Aktien.

Es gibt in der Geschichte kein Beispiel für eine erfolgreiche Volkswirtschaft mit einer schwachen Währung. Ist die Wirtschaft wettbewerbsfähig, sind Unternehmen und Währung stark. Aktien aus starken Währungsräumen bieten sich deshalb als Depotbaustein an. Das gilt auch für chinesische Yuan-Aktien.

Für den langfristigen Anlageerfolg ist in hohem Maße entscheidend, in welchen Währungsraum investiert wird. So holte ein Anleger, der in D-Mark abrechnete, zwischen 1980 und 2000 aus einen Engagement in Unternehmen des S&P 500 fast 2600 Prozent Gewinn. Die Hälfte dieses Zuwachses bescherten Währungsgewinne aufgrund des starken Dollar. Umgekehrt liegen Euro-Anleger mit US-Aktien seit 2001 noch um etwa ein Drittel unter Wasser.

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Aktien: Binnenwerte bevorzugt

Bei der Auswahl einzelner Aktien muss beachtet werden, wie weit positive Währungseffekte aus Sicht des ausländischen Investors durch negative Einflüsse auf das Geschäft des Unternehmens ausgehebelt werden können. Eine starke Aufwertung des Yuan könnte für ein chinesisches Unternehmen mit stark exportabhängigem Geschäftsmodell und ohnehin schon geringen Gewinnspannen das Aus bedeuten. Attraktiv für eine Aufwertungsspekulation sind deshalb Unternehmen, die auf den chinesischen Binnenmarkt ausgerichtet sind und weitgehend stabile Mittelzuflüsse haben. Dazu zählen etwa Mautbetreiber, Telekomgesellschaften oder Internet-Unternehmen. Mitunter bieten diese ordentliche Dividenden. Ausschüttungen verkürzen etwa Aktionären des weltgrößten Mobilfunkers China Mobile die Wartezeit bis zur Aufwertung des Yuan.

Wegen des hohen Inflationsdrucks wird die chinesische Regierung an einer Aufwertung der heimischen Währung nicht vorbeikommen, sagen viele Ökonomen. Eine Aufwertung entwertete aber die hohen Währungsreserven, die das Land aufgebaut hat. Deshalb wird China versuchen, möglichst viel dieser Reserven vor einer Abwertung zu schützen und zu investieren – vor allem in die Sicherung der Rohstoffversorgung. Rohstoffunternehmen wie etwa der Ölgigant Petrochina werden die Schlagzahl bei ihrer Einkaufstour im Ausland erhöhen. Wie alle für eine Aufwertungsspekulation geeigneten Titel, wird auch Petrochina sowohl in Hongkong als auch an deutschen Börsen gehandelt.

Anleihen: Nur für Profis

Ungleich schwerer zu bekommen sind Yuan-Anleihen. Im März platzierte der Konsumgüterkonzern Unilever als erstes europäisches Unternehmen eine Anleihe in Yuan. Das dreijährige Papier über 300 Millionen Yuan (33 Millionen Euro) verzinst sich mit 1,15 Prozent. Vorreiter dieser sogenannten Dim-Sum-Anleihen internationaler Konzerne waren im vergangenen Jahr Caterpillar und McDonald’s. Dim Sum stammt aus der kantonesischen Küche und bedeutet „kleine Leckerbissen“. Problem: Deutsche Privatanleger kommen an die Bissen nicht ran. Sie wurden in Mindeststückelung ab umgerechnet gut 50 000 Euro aufgelegt, sind nicht börsengehandelt und gingen nur an institutionelle Investoren. Eine Alternative sind Asien-Rentenfonds, doch diese haben wiederum in der Regel nur einen kleinen Yuan-Anteil von um die zehn Prozent.

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