Erstes Quartal: Krankenkassen mit 270 Millionen Euro im Minus

Erstes Quartal: Krankenkassen mit 270 Millionen Euro im Minus

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Die gesetzlichen Krankenkassen sind im ersten Quartal erstmals seit sechs Jahren wieder in die Verlustzone gerutscht.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Quartal des Jahres ein Minus von rund 270 Millionen Euro gemacht. Einnahmen von rund 50,7 Milliarden Euro standen 51 Milliarden an Ausgaben gegenüber.

Das hohe Defizit der gesetzlichen Krankenkassen teilte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am Donnerstag in Berlin mit. Die Differenz rühre von einer Beteiligung der Versicherten an den Finanzreserven der Kassen her. Die Zahlung von Prämien schlug demnach mit 236 Millionen Euro zu Buche, freiwillige Leistungen etwa bei Reha oder künstliche Befruchtung mit 55 Millionen. „Die Zahlen zeigen, dass die finanziellen Spielräume der Kassen viel höher sind als vielfach behauptet wird“, sagte Gröhe.

Die zehn größten Krankenkassen 2014

  • Platz 10

    In Niedersachsen hat die AOK die Nase vorn. Insgesamt hat die AOK Niedersachsen 2,4 Millionen Versicherte - damit schafft sie es im Jahresranking 2013 gerade noch unter die Top Ten der deutschen Krankenkassen.

    Quelle: dfg, Stand 3.2.2014

  • Platz 9

    Mit 2,7 Millionen Versicherten ist die AOK Plus die größte Krankenkasse in Sachsen und Thüringen. Deutschlandweit rangiert sie an neunter Stelle.

  • Platz 8

    Die AOK Nordwest belegt mit 2,7 Millionen Versicherten den achten Platz unter Deutschlands größten Krankenkassen. Das Unternehmen beschäftigt 7.600 Mitarbeiter.

  • Platz 7

    Die AOK Rheinland/Hamburg hat knapp 2,9 Millionen Versicherte. Im Rheinland und in Hamburg ist sie damit die größte Krankenversicherung. Das Unternehmen betreibt mehr als 100 Geschäftsstellen.

  • Platz 6

    Auf dem sechsten Platz der größten deutschen Krankenkassen befindet sich ein fusioniertes Unternehmen: Die IKK Classic. Sie ist im August 2011 aus der eher ostdeutschen IKK Classic und der eher westdeutschen Vereinigten IKK entstanden. Zusammen haben sie recht stabil knapp 3,5 Millionen Versicherte.

  • Platz 5

    An der fünften Stelle der größten Krankenkassen Deutschlands steht die AOK Baden-Württemberg. Seit Jahren sind rund 3,9 Millionen Menschen bei ihr versichert.

  • Platz 4

    In der Rangfolge liegt die AOK Bayern stabil mit 4,3 Millionen Versicherten. In Bayern hat die Krankenkasse einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt 10.000 Mitarbeiter in dem Freistaat.  

  • Platz 3

    Auf Platz drei der größten deutschen Krankenkassen ist mit 6,255 Millionen Versicherten die DAK Gesundheit - der Zusammenschluss aus BKK Gesundheit und DAK. Laut eigenen Angaben ist die DAK die Krankenkasse Deutschlands, deren Wurzeln am weitesten zurückzuverfolgen sind - bis zum Jahr 1774. Allerdings verliert auch die neue Kasse Kunden. Gestartet war sie mit 6,6 Millionen Versicherten.

  • Platz 2

    Die Barmer GEK ist seit 2014 nur noch die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands. Sie wurde am 1.Januar 2010 gegründet und unterhält laut eigenen Angaben rund 800 Geschäftsstellen bundesweit. 8,64 Millionen Deutsche sind Anfang 2014 bei ihr versichert. In einem zweiten Ranking liegt die Kasse dagegen noch auf Platz 1: Anfang 2014 hat die Barmer GEK noch rund 400.000 zahlende Mitglieder mehr als die TK.

  • Platz 1

    Die größte Krankenkasse Deutschlands ist nach den neuesten Zahlen seit Anfang 2014 die Techniker Krankenkasse (TK). Sie gewinnt sehr stark Kunden hinzu. Anfang 2013 hatte sie 8,26 Millionen Versicherte. Mitte 2013 waren es 8,49 Millionen und zu Beginn 2014 sind 8,68 Millionen Versicherten. Damit liegt sie vor der viele Jahre führenden Barmer GEK.

Erstmals seit 2009 werden die Sozialversicherungen 2015 wohl wieder ein Minus einfahren. Grund dafür ist vor allem das hohe Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung. 0,7 Milliarden Euro soll das Defizit der Sozialversicherung wohl im kommenden Jahr betragen - trotz höherer Sozialbeiträge. So zumindest die Prognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), die der "Welt" vorliegt. Der Grund dafür liegt bei der gesetzlichen Krankenversicherung, die 2015 ein Minus von 6,1 Milliarden einfahren wird.

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Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Zahl der Versicherten zwischen 60 und 64 Jahren stark zunimmt, sowie die Zahl psychischer Erkrankungen ansteigt. Das IfW rechnet deshalb mit steigenden Ausgaben der Kassen in Höhe von 4,8 Prozent in 2014 und 3,9 Prozent. Auch die Abschaffung der Praxisgebühr wird sich niederschlagen.

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