Kommentare zu: Die Enteignung der Mittelschicht

zum Artikel

Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen

45 Kommentare
  • 09.04.2009, 10:30 UhrAnonymer Benutzer: Reiner Tiroch

    Das ist erst der Anfang, da kaum 1/3 der bekannten Unsummen bei uns angekommen sind. 2/3 warten noch auf uns. Das dürfte für den Finanztot völlig ausreichend sein. Hoffentlich haben alle verantwortlichen ihre so sauer verdienten Gelder in Sicherheit gebracht. Politiker können ihre Diäten verdoppeln für diese tolle Leistung.

  • 09.04.2009, 11:15 UhrAnonymer Benutzer: Klartexter

    Nachdem 1/3 unserer Gesellschaft den neoliberalen SPD-Schröder mit Hartz iV, Leiharbeit und der Umverteilung nach oben finanziell buchstäblich vernichtet wurde, ist jetzt, da im Prekäriat nichts mehr zu holen ist, logischerweise die Mittelschicht dran (nein, keine Schadenfreunde, gehöre selbst dazu!). Das fängt beim Angestellten an und wird sich durchfressen bis zu Unternehmerfamilien mit Unternehmen mittlerer Größenordnung. Einzige Profiteure werden ausgerechnet die steuerfliehenden globalisierenden Großkonzerne sein, die ja immer wieder die schützende Hand des Staates spüren dürfen.

    Die Ursache hierfür liegt in der neoliberalen ideologie, die von den USA Anfang der 80er eingeführt wurde um der sauberen Lösung ihres Finanzdesaster aus Zeiten des Vietnamkrieges zu entgehen und somit die Probleme zu exportieren und bis heute zu vertagen.

    Nun dieses neoliberale Konzept ist mittlerweile mit lautem Knall gegen die Wand geklatscht. Man muss sehen, dass diese ideologie ebenso schädlich für Völker und Staaten ist wie einst der Kommunismus. Sie muss darum auch ebenso stringent bekämpft werden wie einst der Kommunismus, bis hin zu Parteienverboten. Leute neoliberaler Gesinnung müssen aus öffentlichen Ämtern und der öffentlichen Diskussion entfernt werden. Kein Neoliberaler darf mehr Einfluss oder Macht auf andere ausüben dürfen. Pateien die sich als Sammelbecken für diese Extremen anbiedern, wie die FDP, müssen verboten werden.

  • 09.04.2009, 11:26 UhrAnonymer Benutzer: Realist

    Wer in risikoreiche Papiere wie Lehman-Zertifikate investiert, sollte sich darüber im klaren sein, dass das Risiko besteht, sein Geld zu verlieren. Das ist in der Spielbank nicht anders. Das Geld, das man doetr verspielt, muss übrig sein. ist es das nicht, besser ein Sparbuch eröffnen und eine sicherere, wenn auch nicht ganz so große Rendite einfahren. Geiz ist nicht geil, aber Gier auch nicht!

  • 09.04.2009, 13:28 UhrAnonymer Benutzer: Dennis J.

    Das liberale Wirtschaftskonzept des unendlichen Kredites und Konsumes zeigt nun seine duestere Seite - und die Regierungen weltweit sind bemueht, dieses System mit frisch gefrucktem Geld zu stuetzen.

    Allerdings werden dort zu schnell und zu leicht Geld an Firmen verteilt, die es eigentlich nicht verdient haben.

    ich lebe zur Zeit in England, wo die Regierung Milliarden ueber Milliarden an die banken verteilt - mit zweifelhaften Resultaten. Einer meiner Nachbarn (ein investmentbanker) ist gestern nach Florida geflogen um dort mit 380 anderen an einem globalen Seminar teilzunehmen, in dem er ueber die folgen der Finanzkriese diskutieren wird.

    Alles bezahlt vom Steuerzahler um die Ecke, der 10% des bankers verdient...

    Und das ganze frisch gedruckt Geld wird zue Hyperinflation fuehren, denn eine Zinserhoehung in Zeiten schwachen Wachstums wird es sicher nicht geben - daher werde ich am Wochenende erneut Gold und Silbermuenzen kaufen.

  • 09.04.2009, 13:50 UhrAnonymer Benutzer: kritiker

    seite 3, diagramm oben: legende ist fehlerhaft. bestimmt meint ihr immobilien - Gesamt - Aktien

  • 09.04.2009, 14:15 UhrAnonymer Benutzer: realist?

    das Problem mit den Lehman-Zertifikaten war ja genau, dass diese als absolut sicher in der höchsten Stufe geratet wurden.

    Der Rentner, der bisher Maschinen bediente, versteht davon nicht sonderlich viel so dass er sich an den Kundenberater der bank seines Vertrauens wendet.

    Dort wird ihm aufgetischt, dass die Lehman bros. den sicheren Hafen darstellen - also perfekt für risikoscheue Kandidaten.

    Das Problem liegt nicht am Kunden der sich auf ein vermeintlich zu hohes Risiko eingelassen hat - es war ja laut Rating quasi keines vorhanden! Das Problem waren die instrumente - sie waren schlicht zu verlockend um sie nicht zu benutzen...

    Und wer sie nicht benutzte, musste zusehen, wie die Kollegen / Konkurrenten sich Jets, boote, Villen und Ansehen kauften während er versuchte, sich mit seinen Prinzipien zu trösten...

  • 09.04.2009, 15:43 UhrAnonymer Benutzer: JF

    Es gibt ein mittlerweile ziemlich beruehmtes Video auf You Tube
    mit Peter Schiff, Fonds Manager, und anderen Meinungsmacher,
    die in diesem Clip, 10 min., bestehend aus drei TV news shows 2006 / 2007, mit groesster Ueberzeugung u.a. die "financials", die bankaktien anpreisen ehe sie dann spaeter abstuerzen. Peter Schiff warnte rechte und akurat vor den Problemen. Die Kurse
    lassen sich ja leicht nachvollziehen. Der Clip ist mittlerweile
    sowas wie ein Lehrstueck und Problemdiagnose geworden, als
    Erklaerung wie Leute ihr Geld verloren haben.
    Suchwort:
    +Peter Schiff was right+ ... auf You Tube, (fast 1,3 Mio Seher)

  • 09.04.2009, 15:56 UhrAnonymer Benutzer: Hawkmoon

    @Klartexter
    Neoliberalismus hat nun mit den Kreditexzessen rein garnichts zu tun. Etwas verkürzt lassen sich 3 Hauptursachen für die Finanzkrise, die eher DiE Kreditkrise der letzten 40 Jahre darstellt, ausmachen:
    1. im Gegenteil ist wohl eher ein falsch verstandener Staatssozialismus in den USA.ich verweise nur kurz auf den Community Reinvestment Act (entstanden 1977) der US-Regierung; damit zwingen Politiker banken, Darlehen für den immobilienkauf an eigentlich nicht kreditfähige bürger zu vergeben.
    2. Mal ganz unabhängig von den Schuldenorgien der einzelnen Staaten seit den 70er Jahren.
    3. Kredithebelung im investmentbanking von bis zu 1:30, um Renditen zu erzielen, die die "Realwirtschaft" wegen rückläufigen Wachstums im Ansatz nicht erreichen kann.
    Dazu kommen handwerkliche Fehler wie beispielsweise Auslagerung der Risiken in Zweckgesellschaften, kein unabhängiges Rating der Kreditrisiken, zu niedrige Versicherungsprämien (CDS), zu geringe Mindestreserve der banken.
    Die Folge war: fast alle industrie- und Schwellenländer leben seit 40 Jahren weit über ihre Verhältnisse. Conclusio:
    Die unangenehme Wahrheit bedeutet, dass ein Großteil des wirtschaftlichen Wachstums und der Lebensqualität auf Pump erkauft worden ist und jetzt die Rechnung präsentiert wird. Mit anderen Worten, there is no free lunch, auch wenn die Politik dem bürger etwas anderes suggeriert hat. Und Zahlmeister ist - wie immer- der Mittelstand.

  • 09.04.2009, 16:06 UhrAnonymer Benutzer: Siggi

    Und was lernen wir aus diesem Artikel? Zur Armut für alle die ihr Geld ehrlich mit ihrer Hände Arbeit verdienen müssen, gibt es offenbar keine Alternative.
    Vielleicht sollte man aber auch einmal darüber nachdenken ob es zur privaten Finanzindustrie, die all das verursacht hat, eine Alternative gibt. Vielleicht wäre das ja dann auch die Alternative zur "alternativlosen" Armut.
    Richtig ist natürlich, solange wir uns diesen industriezweig noch leisten, können wir uns den Sozialstaat natürlich nicht mehr leisten! insofern ist da schon etwas dran, das wir alle über unsere Verhältnisse leben.

  • 09.04.2009, 18:32 UhrAnonymer Benutzer: Banker

    Verursacher der Krise ???!!! Es kotzt mich an, wie auf uns gehetzt wird.

    Wer ist schuld, wenn ein Schuldner seine Schulden nicht bezahlt ? Zu einem Kreditvertrag gehören immer zwei Parteien und dazu gehört auch immer der Schuldner.

    Weiter habe ich noch nichts von einem "Recht auf günstige Anschlusskredite" gehört, womit wir bei den insolventen Unternehmen sind, die ihre Schulden nicht zurückzahlen können und die banken jetzt dafür verantwortlich machen.

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. ...

Tool: Immobilienscout24

Immobilien-Wertfinder

Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet.

weitere Fotostrecken

Blogs

Gastbeitrag: Renditechancen in den USA?
Gastbeitrag: Renditechancen in den USA?

Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.