Fördermittel: Wie Haus- und Wohnungsbesitzer Geld vom Staat erhalten

Fördermittel: Wie Haus- und Wohnungsbesitzer Geld vom Staat erhalten

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Arbeiter sanieren ein Privathaus: Kredite und Zuschüsse helfen Haus- und Wohnungsbesitzern beim Sanieren.

Der neue Energieausweis zeigt auf, wie teuer schlecht gebaute Häuser und Wohnungen kommen. Kredite und Zuschüsse helfen Wohnungs- und Hausbesitzern beim Sanieren und Energiesparen. Hier erfahren Sie, wo Sie am meisten sparen können, welche Fördermöglichkeiten es gibt - und an wen Sie sich wenden können.

Langfristig rechnen sich gut isolierte Fenster, moderne Dämmung und effiziente Heizungen. Doch bezahlen müssen Immobilienbesitzer sie kurzfristig. Nicht immer reicht das eigene Geld. Das ist kein Problem: Wer die Sanierung seiner Wohnung plant, kann Fördergelder und Zuschüsse nutzen. So schonen Wohnungs- oder Hausbesitzer beim Austausch des Heizkessels, der Installation einer Solarthermie-Anlage oder dem Dämmen der Kellerdecke nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel.

Über die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat der Bund verschiedene Förderprogramme mit Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten aufgelegt.

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Die KfW bekommt für jedes Jahr ein fixes Förderbudget aus dem Bundeshaushalt zugewiesen. Droht die Kreditnachfrage über dieses hinaus zu steigen, muss die KfW die Zinsen anheben. Seit März hat sie dies bereits mehrfach getan. Im ersten Quartal 2008 stieg die geförderte Kreditsumme allein im CO2-Gebäudesanierungsprogramm um mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. 5253 Sanierer nahmen Kredite über eine Gesamtsumme von 613 Millionen Euro auf. Im zweiten Quartal hat sich diese steigende Nachfrage nach KfW-Angaben fortgesetzt. Mit abermals höheren Zinsen will die Förderbank die Zuwächse weiter drosseln.

Sehr attraktive Kreditkonditionen bei KfW-Krediten

Die Kreditkonditionen blieben aber sehr attraktiv, sagt Thomas Drinkuth, Projektleiter Energieeffizienz bei der staatlichen Deutschen Energie-Agentur (dena). „Wir empfehlen in jedem Fall, KfW-Kredite in Anspruch zu nehmen.“ Eigenes Kapital sollten die Immobilienbesitzer lieber anlegen: „Da gibt es höhere Zinsen, und die Erträge können zur Kredittilgung genutzt werden.“

Selbst wer noch unsicher ist, ob er überhaupt sanieren oder ein energiesparendes Haus bauen soll, kann Beratungszuschüsse nutzen. Sowohl das BAFA als auch die KfW fördern Energieberatungen. Dabei ist der Zuschuss des BAFA („Vor-Ort-Beratung“) nicht einmal daran geknüpft, dass im Anschluss wirklich saniert wird.

Tipp: Obwohl die BAFA-Beratung dafür eigentlich nicht gedacht ist, dürfen die Berater seit dem 1. Mai auch einen Energiepass ausstellen, ohne dass der Zuschuss gestrichen wird. Das geht aber nur, wenn sie zur Ausstellung des Energiepasses berechtigt sind. Nicht jeder beim BAFA registrierte Berater ist das – Nachfragen lohnt sich. Kontaktdaten der Berater in der Nähe finden Interessierte auf der Internet-Seite des BAFA (www.bafa.de).

Auch regionale Förderprogramme lohnen sich

Die KfW zahlt als „Zuschuss für Baubegleitung“ bis zu 1000 Euro. Die gibt es jedoch nur bei Ein- oder Zweifamilienhäusern und nur, wenn der Hausbesitzer im Anschluss an die Beratung auch investiert. Außerdem darf der Energieverbrauch nach der Sanierung nicht über dem Neubau-Niveau der Energieeinsparverordnung liegen.

Neben den bundesweiten Förderangeboten gibt es je nach Bundesland auch regionale Förderprogramme für die Energiespar-Sanierung. So bietet beispielsweise die L-Bank, die Förderbank in Baden-Württemberg, bei der umfangreichen Sanierung mehrerer Wohnungen eine zusätzliche Vergünstigung der KfW-Kredite an. In Nordrhein-Westfalen können sich Solar-Interessenten über Unterstützung freuen: Das Land bietet Immobilienbesitzern einen Zuschuss zu einem Solar-Check an. Dabei wird ermittelt, ob sich das jeweilige Gebäude für den Einsatz von Sonnenenergie eignet. Die Immobilienbesitzer zahlen dafür nur einen Eigenbeitrag von 25 Euro. Im Internet bieten Datenbanken einen guten Überblick über die verschiedenen regionalen Angebote (eine Übersicht finden Sie unter www.wiwo.de/bauen-wohnen).

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