FRANKFURT. Der Ärzte- und Apothekerbank (Apobank) droht Ärger: Anleger wollen das genossenschaftliche Kreditinstitut wegen Falschberatung verklagen. Gemeinsam mit der Bonnfinanz hatte die Apobank zwischen 1984 und 2005 exklusiv geschlossene Immobilienfonds unter dem Namen Medico Immobilien Fonds vertrieben. Die 38 Fonds finanzierten vor allem Einkaufszentren, Bürogebäude und Kinos in Ostdeutschland. Doch die Mieteinnahmen blieben weit hinter den Prognosen zurück oder versiegten. 14 der 38 Fonds befinden sich nach Vorwürfen von Anlegerschützern in Schieflage.
Jetzt wollen die Anleger, die insgesamt 314 Mill. Euro in die gefährdeten Fonds investierten, ihr Geld zurück - auch von der Apobank. "Die Bank hat bei vielen Fonds kontrolliert, wohin die Anlegergelder flossen. Sie hätte also früh merken müssen, dass das Konzept nicht aufgeht", kritisiert der Bremer Anlegerschutzanwalt Jan-Henning Ahrens. Dennoch habe sie die Fonds weiter vertrieben und müsse jetzt haften.
Die Apobank wies die Vorwürfe zurück. Die meisten Medico Fonds seien erfolgreich gelaufen. Sie vermutet "bloße Mandantenakquise" der Anlegerschutzanwälte.








