Fondstipp: UniGlobal: Erz statt Autos

Fondstipp: UniGlobal: Erz statt Autos

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Fondsverlauf UniGlobal 2008-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

von Martin Gerth

Die Fondsmanager von Union Investment setzen auf die wachsende Macht der Minengesellschaften. Die Strategie könnte aufgehen.

"Trotz der schwächelnden US-Konjunktur rechnen wir nicht mit einem globalen Rückfall in die Rezession", sagt Fondsmanager Gunther Kramert von Union Investment. Es sei in den kommenden Jahren vielmehr mit schwächeren Wachstumsraten in den Industrieländern und stark schwankenden Aktienmärkten zu rechnen. Ein Grund dafür sei, dass sich die US-Konsumenten nicht über Nacht entschulden könnten. Der Prozess werde sich über vier, fünf Jahre hinziehen. In diesem Zeitraum werde die Binnennachfrage in den USA einen geringeren Beitrag zum weltwirtschaftlichen Wachstum beitragen können als vor der Finanzkrise. Dies könnten die Schwellenländer nur zum Teil kompensieren. Der Fonds werde daher stark konjunkturabhängige und wettbewerbsintensive Branchen und Unternehmen meiden oder untergewichten. Dazu gehöre beispielsweise die Automobilbranche.

Auswahl von Einzeltiteln entscheidend

Wesentlich attraktiver seien dagegen Rohstoffkonzerne, die nur mit wenigen Anbietern im Wettbewerb stünden. Die Eisenerzproduzenten BHP Billiton, Rio Tinto und Vale zählten dazu. "Solange die Nachfrage aus den Schwellenländern nach wie vor hoch ist, können die Eisenerzanbieter ihre Margen hochhalten", sagt Kramert. Ein Indiz für die wachsende Macht der Minengesellschaften gegenüber den Stahlherstellern sei die von bis zu einem Jahr auf wenige Monate verkürzte Preisbindung für Eisenerz. Ähnlich gut vor Wettbewerbern seien die Quasimonopolisten der Internet- und Softwarebranche, Google und Microsoft, geschützt. Die Masse der Internet- und PC-Nutzer sei nach wie vor von den beiden Konzernen abhängig. Neben der Abhängigkeit zwischen Produzenten und Abnehmern sei bei der Auswahl von Einzeltiteln entscheidend, wie langfristig die Gewinne des Kerngeschäfts gesichert seien. Gut kalkulierbar seien beispielsweise die Patente der Pharmabranche. Solange die Hersteller über ausreichend lange Patentlaufzeiten für umsatzstarke Medikamente verfügten, ließen sich mit ihnen auch in sich seitwärts entwickelnden Aktienmärkten Gewinne einfahren. Derzeit hält der Fonds Novartis, GlaxoSmithKline und Roche.

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