Früher in Rente: Ihr Sparplan für den Ruhestand ab 60

Früher in Rente: Ihr Sparplan für den Ruhestand ab 60

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Wer ernsthaft die Rente mit 60 schaffen will, muss früh und mit der richtigen Strategie sparen

von Andreas Toller und Niklas Hoyer

Kaum jemand will bis zum regulären Rentenalter arbeiten. Wer ernsthaft die Rente mit 60 schaffen will, muss daher früh mit dem Sparen anfangen. Wir verraten, wie hoch die Ersparnisse sein müssen und wie Sie auf dem Weg dorthin die optimale Rendite einfahren.

Der Blick nach Frankreich treibt deutschen Angestellten die Tränen in die Augen. Denn dort hat die Regierung Hollande gerade eine Rentenreform beschlossen, die Kommentatoren gleich als "Rentenreförmchen" verspotteten. Um die Löcher in der Rentenkasse zu schließen, sollen Franzosen künftig 43 Jahre lang Rentenbeiträge zahlen, bevor sie dann wie bisher schon mit 62 die volle Rente beziehen können. In Deutschland müssen Arbeitnehmer 45 Versicherungsjahre erreichen, die volle Rente gibt es erst mit 67.

Kritiker der komfortablen Rentenregelung in Frankreich dürfen jedoch nicht vergessen, dass weder in Frankreich noch in Deutschland die für die Vollrente geforderten Beitragsjahre erreicht werden. Faktisch gehen hierzulande viele deutlich früher in Ruhestand und müssen damit schmerzhafte Einbußen bei der gesetzlichen Rente in Kauf nehmen. Wer das nicht will, muss die Initiative ergreifen und mit privaten Ersparnissen die Einkommenslücken schließen. Mit welchen Einbußen und Rentenlücken Arbeitnehmer heute rechnen müssen, hat WirtschaftsWoche Online in Teil 1 (So schaffen Sie die Rente mit 60 bereits ausführlich erläutert. Im zweiten Teil schildern wir, wie Sparer die Rente mit 60 richtig planen, welche Ersparnisse im Alter vorhanden sein müssen, damit die Einkommenseinbußen erträglich bleiben und mit welcher Sparstrategie das gebildete Vorsorgevermögen bei vertretbarem Risiko eine optimale Rendite erwirtschaftet.

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Michael Huber, Geschäftsleitungsmitglied der unabhängigen Vermögensverwaltung VZ Vermögenszentrum, kennt viele Kunden, die lieber schon mit 55 oder 60 Jahren in den Ruhestand wechseln würden. “Nach dem Studium wünschen sich das noch viele ambitionierte Angestellte. Dieser Traum weicht aber bei einem großen Teil bis zum Alter von etwa 40 Jahren der Realität. Denn viele – auch leitende Angestellte sind erst in diesem Alter finanziell in der Lage, nennenswert auf die vorzeitige Rente hin zu sparen“, sagt der Honorarberater. Die Gründe dafür sind meist plausibel. Zunächst hat die Absicherung der existenziellen Risiken mit Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Haftpflicht und ähnlichem Vorrang. "Das ist unbedingt sinnvoll", so Huber. "Zudem hängt es oft an den Lebensumständen. Wer jung ist und gut verdient, will erst einmal etwas von der Welt sehen und sich modern einrichten und ausstatten. Auch die Familiengründung erfolgt heute oft erst später."

Früher in Ruhestand So schaffen Sie die Rente mit 60

Die wenigsten wollen bis zum Alter von 65 oder mehr warten, bis ihr Ruhestand beginnt. Damit das Geld für das Leben ohne Job genügt, sollten Berufstätige wissen, was auf sie zukommt – und ihre Altersvorsorge optimieren.

Rente mit 60: Grund zum Jubeln hat nur, wer vorher genügend Ersparnisse angehäuft hat Quelle: dpa/Montage

Da viele erst in ihren Vierzigern das Thema Altersvorsorge ernsthaft angehen, hat Huber für WirtschaftsWoche Online zunächst den Kapitalbedarf für zwei Musterfälle berechnet. In beiden Fällen wurde unterstellt, dass in den 20 Jahren der Ansparphase, die bis zum vorzeitigen Renteneintritt mit 60 Jahren bleiben, die Inflationsrate bei durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr liegt und das Nettoeinkommen bis dahin um jährlich ein Prozent steigt.

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12 Kommentare zu Früher in Rente: Ihr Sparplan für den Ruhestand ab 60

  • Diese Vorsorgepläne könnten und werden sicherlich schnell zur Makulatur werden, Stichwort Euro, Inflation, höhere Besteuerungen für die Eurorettung.

    Die Unwägbarkeiten bezüglich internationaler Finanz-, Banken- und Wirtschaftskrisen, die durchaus auch systemische politischen Krisen nach sich ziehen könnten, lassen alle Planungen schnell unseriös werden.

    Der Euro durchkreuzt mit seinem weiteren Erhalt jegliche Vorsorgeplanungen. Die Südzone inklusive Frankreich haben einen realen Abwertungsbedarf zwischen 20 und 45%, wir hingegen leiden unter einer völlig unterbewerteten Binnenwährung. Teure Importe, geringe Einkommen, ein kaum reale Verzinsung von Guthaben, eine Notenbank, die sich nur noch im Dauerkrisenmodus befindet. Als Spar- und Anlagewährung ist der Euro aus deutscher Sicht äußerst kritisch zu hinterfragen, Kapitalverkehrskontrollen in Zypern, die Bankenunion, einen neuen europäischen Abwicklungsfonds für Banken und zu schwache staatliche Investitionen in Deutschland behindern das ökonomische Fortkommen erheblich.

    Ohne eine brauchbare, stabile und sichere Währung läuft nichts und alle Zukunftsplanungen werden zu einem Glücksspiel à la Carte!

  • Der beste Sparplan taugt nichts!
    Werden Sie Beamter und Sie sind rundum versorgt!

    Nieder mit der Rente, Pensionen für alle.

  • Ihre Analyse ist leider richtig, jedoch sind Sie nicht an Ländergrenzen bei der Investition gebunden. Kaufen Sie Aktien, am besten über Fonds und/oder ETFs, flankiert mit Renten und ggf. einigen Alternativen Investments wie Rohstoffe oder Immos, das ist ein relativ guter Inflationsschutz bei nicht ausufernden Inflationsraten. Streuen Sie weltweit, so umgehen Sie die Club Med und Euro Problematik. Wenn der Euro den Bach runtergehen sollte haben Sie sogar Aufwertungsgewinne!

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