Früher in Ruhestand: So schaffen Sie die Rente mit 60

Früher in Ruhestand: So schaffen Sie die Rente mit 60

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Rente mit 60: Grund zum Jubeln hat nur, wer vorher genügend Ersparnisse angehäuft hat

von Andreas Toller

Die wenigsten wollen bis zum Alter von 65 oder mehr warten, bis ihr Ruhestand beginnt. Aber damit das Geld für das Leben ohne Job genügt, sollten Berufstätige wissen, was auf sie zukommt – und ihre Altersvorsorge optimieren.

Überrascht hat die Meldung vermutlich niemanden: Deutsche Arbeitnehmer möchten gern früher in Rente gehen. Nahezu neun von zehn Berufstätigen wünschen sich den Eintritt in den Ruhestand noch vor ihrem 65. Geburtstag. Nicht einmal jeder Vierzehnte will bis zur künftigen Altersgrenze von 67 Jahren im Job bleiben. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK im Auftrag der „Welt am Sonntag“. Das Wunschrentenalter liegt für die meisten demnach zwischen 55 und 64 Jahren. Dabei haben die Deutschen anderen Untersuchungen zufolge mehrheitlich durchaus Spaß an ihrer Arbeit. Offenbar wissen sie, dass man aufhören soll, wenn es am schönsten ist.

Während die Handwerkskammer jammert, wegen des Fachkräftemangels sollte über einen Renteneintritt erst mit 70 Jahren nachgedacht werden, will mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer lieber vor dem 60. Geburtstag aufhören zu arbeiten - vorausgesetzt, dass damit keine finanziellen Auswirkungen verbunden sind. Das genau ist aber das überraschende, an der GfK-Umfrage: Diese Voraussetzung ist für die meisten Arbeitsnehmer fern jeder Realität.

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Der Haken der weit verbreiteten Ruhestandsfantasien: Ohne finanzielle Einbußen bei der Rente wird es nicht gehen, wenn nicht gerade ein großes Vermögen vorhanden ist oder zuvor aufgebaut wurde. Die allermeisten Berufstätigen zahlen nur das notwendigste in ihre Altersvorsorge ein, also in der Regel in die gesetzliche Rentenkasse. Bestenfalls wird die gesetzliche Rente noch durch eine zusätzliche Betriebsrente, einen Riester-Vertrag oder eine Kapitallebens- oder private Rentenversicherung ergänzt. Auch das Eigenheim, Pensionskassen, Fondssparplan, Wertpapierdepot oder Sparbuch können helfen, den Lebensstandard im Alter zu halten. Wer also vorzeitig in Rente gehen will, muss das frühzeitig planen und vorbereiten. Wie groß sind also die Einbußen bei vorzeitigem Renteneintritt und wie lässt sich die Einkommenslücke beim Übergang in den Ruhestand schließen oder zumindest sinnvoll verringern?

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Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Zunächst stellt sich Frage nach den Einkommenseinbußen und dem Rentenbedarf im Alter, also nach der sogenannten Rentenlücke. Dabei gilt es, den Anspruch auf eine gesetzliche Rente zu prüfen und soweit wie möglich die Rentenhöhe zu prognostizieren. Die Rente mit 67 soll bis 2030 schrittweise eingeführt werden. Bis dahin muss jeder neue Rentenjahrgang einen Monat länger arbeiten, um die Altersgrenze für die sogenannte Regelrente zu erreichen. 2013 etwa kann der Geburtsjahrgang 1948 im Alter von 65 Jahren und zwei Monaten in Rente gehen. Wer erst 2030 in Rente geht, hat erst mit dem 67. Geburtstag regulären Anspruch auf eine Rente der öffentlichen Versicherungsträger.

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7 Kommentare zu Früher in Ruhestand: So schaffen Sie die Rente mit 60

  • Für das Alter sparen ist blanker Unsinn. Keiner weiß was bis zum Rentenalter passiert.Bei Politiker die mit dem Geld der Bürger zocken
    kann das Geld bis dahin futsch sein.Wir können es doch jetzt schön beobachten wie die EZB unser Geld verramscht.

  • Alles Blödsinn, als wenn es in 20 oder 25 Jahen noch eine Rente zum Überleben gibt, Altersarmut wird dann 75 % der Rentner treffen und man bekomm gerade soviel das man nicht verhungert.

    Und sparen ist auch sinnlos, da der Staat jederzeit (und das wird auch so kommen) Zugriff hat und davon auch irgendwann Gebrauch machen wird.

    Daher lieben jetzt alles raushauen und fertig.

  • "Wer also früh in Rente gehen will, sollte entweder schon viel Geld haben oder erben oder aber enorme Sparanstrengungen unternehmen."

    Ökonomie-Nobelpreis !

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