Gagfah: Kopf frei machen

Der Crash der Immobilienaktien wirkt nach – mehr in den Köpfen der Anleger, weniger in der Kursentwicklung der Aktien an der Börse.

Erwartet werden von Immobilienaktien vor allem schlechte Nachrichten. Die kommen auch weiterhin – etwa der überstürzte Abgang von Gagfah-Finanzvorstand Martin Löffler Ende Januar. Die Personalie zeigte allerdings kaum noch Wirkung auf den Kurs. Ihren Tiefpunkt vom November erreichte die Aktie jedenfalls nicht mehr. Angeblich habe sich Löffler mit dem US-Investor Fortress überworfen hat, heißt es.

Das überraschte nicht nach dem Kursdesaster des Vorjahres. Fortess hatte seine deutschen Wohnungsgesellschaften in der Gagfah gebündelt und diese 2006 mit einem Emissionspreis von 19 Euro reichlich überteuert an die Börse gebracht, blieb aber mit 80 Prozent an Bord.

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Weil die Aktie damals teurer war als der Wert der Gagfah-Wohnungen abzüglich Schulden (Nettovermögenswert, NAV), lautete die Empfehlung der WirtschaftsWoche im Oktober 2006: „Nicht zeichnen!“ (Heft 42/2006).

Seither hat sich der Kurs der Aktie fast halbiert. Nach dem Crash relativiert hat sich damit auch die Bewertung der mit 169.000 Wohnungen größten börsennotierte, Wohnungsgesellschaft Deutschlands. Die Aktie notiert aktuell fast ein Viertel unter dem Nettovermögenswert und wirft, aufs Jahr gerechnet, rund sieben Prozent Dividendenrendite ab.

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