Gbureks Geld-Geklimper: Altersvorsorge: Wer nicht spekuliert, verliert

kolumneGbureks Geld-Geklimper: Altersvorsorge: Wer nicht spekuliert, verliert

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Die Riester-Rente sollte Anleger nachdenklich stimmen

Kolumne von Manfred Gburek

Seit Einführung der Riester-Rente verfestigt sich in den Köpfen der Anleger der Irrglaube, der Staat schenke ihnen etwas, damit sie im Alter nicht verarmen. Die Rentenanbieter nutzen das schamlos aus.

Spätestens seit dem vergangenen Jahr beschweren sich Anleger in Internetforen und Leserbriefen bitterlich über die UniProfiRente, ein Altersvorsorge-Produkt der Marke Riester, bestehend aus Fonds von Union Investment, vertrieben von Volks- und Raiffeisenbanken. Aus Anbietersicht könnte das Produkt auch Profitrente heißen; professionell konstruiert ist es allemal. Warum also die ganze Aufregung? Weil der Profit vom  Anlegerstandpunkt aus zu wünschen übrig lässt und weil die professionelle Konstruktion weniger den Zielen der Anleger dient als dem Prinzip: Die Bank gewinnt immer.

Das geht in diesem Fall besonders einfach: Mit Ausgabeaufschlägen und weiteren Geldfressern, deren Höhe und Häufigkeit von vornherein im Ermessen von Union Investment unter kräftiger Mithilfe der Volks- und Raiffeisenbanken liegt. Bedauernswert daran ist, dass die Riester-Angebote von Union-Konkurrenten wie DWS, Deka, Allianz, Axa und anderen auf dasselbe hinauslaufen: Die Anbieter lenken einen Teil der staatlichen Riester-Förderung auf dem Umweg über die Depots ihrer Kunden und auf verschlungenen Pfaden in die eigenen Kanäle – und argumentieren, die ganze Chose sei so kostenintensiv, dass sie sich irgendwie rechnen müsse.

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Ein tückisches Geschenk mit Garantie

Derweil fallen Anleger immer wieder auf dieselbe Milchmädchenrechnung herein: Der Staat gewährt ihnen 154 Euro Grundzulage, 185 Euro je Kind, das vor 2008 geboren wurde und der Riester-Förderung entsprach, sowie 300 Euro je Kind, das seit 2008 geboren wurde. Die staatlichen Zulagen und die staatlich geförderten Beiträge der Anleger sind zum späteren Rentenbeginn garantiert. Also ein Geschenk und dazu noch eine Garantie, was will man mehr? Doch gerade diese Kombination aus vermeintlicher Wohltätigkeit und vagem Versprechen ist tückisch. Denn die geschenkten Zulagen und die geförderten Beiträge sind begrenzt; und die Garantie gilt nicht real, sondern nominal, taugt also nur bei stabilem Geldwert.

Zu den Kosten, die den Anlegern mittelbar – über Ausgabeaufschläge und allerlei Gebühren – aufs Auge gedrückt werden, gesellen sich die unvermeidlichen Schieflagen der Fondsmanager: zum einen solcher Manager, die ein Fondsportfolio umschichten (was auf dem Umweg über Transaktionskosten zusätzlich zu Lasten der Anleger geht), zum anderen der Manager, die  übergeordnet für die Umschichtung von einem Fonds in einen anderen verantwortlich sind, was weitere Schieflagen mit sich bringen kann.

Wer nicht verarmen will, muss spekulieren

Da fragt sich so mancher Anleger zu Recht, ob es nicht sinnvoller ist, auf die staatlichen Geschenke zur Riester-Förderung ganz zu verzichten und damit en passant auch ihren bürokratischen Zwängen zu entgehen. Dies umso mehr, als die Riester-Rente – wegen der auf Höchstbeträge begrenzten  Förderung - im Alter nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein kann. Das bedeutet: Reicht dann weder sie noch die gesetzliche Rente noch irgendeine weitere finanzielle Absicherung fürs Alter aus, droht die Verarmung.

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