Gbureks Geld-Geklimper: Gold und Silber machen Furore

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Prägung eines Goldbarren

Kolumne von Manfred Gburek

Es ist höchste Zeit, beiden Edelmetallen noch größere Aufmerksamkeit zu widmen als bisher. Ihre Preise werden immer mehr zu Indikatoren für Schuldenkrise und Währungsverfall.

Die Konzentration der Medien auf den Libyen-Krieg und das japanische Atom-Drama lenkt von Ereignissen ab, die aus Anlegersicht in Zukunft wahrscheinlich eine ebenso große Bedeutung haben werden. Die geplante, vom zuständigen Parlament bereits abgesegnete Einführung von Gold und Silber als offizielles Zahlungsmittel im US-Bundesstaat Utah ist ein solches Ereignis. Sie bedeutet, dass die dortige Regierung keinen Pfifferling mehr auf den Dollar gibt, jedenfalls auf mittlere bis lange Sicht.

Was in Europa zunächst wie eine Trotzreaktion von Querulanten aus der amerikanischen Provinz erscheint, ist in Wahrheit schon der dritte Schritt auf dem Weg zur Dollar-Alternative. Der erste bestand in der Forderung von Bundesstaaten wie Virginia, Georgia, New Hampshire und einigen anderen nach einer Kommission im US-Kongress zur Klärung der Modalitäten für eine auf Gold und Silber basierende Währung. Den zweiten Schritt unternahm Virginia mit dem Pochen auf eine alte Resolution, wonach US-Gold- und Silbermünzen eindeutig als gesetzliche Zahlungsmittel gelten. Dabei berief Virginia sich auf eine Entscheidung des obersten US-Gerichtshofs aus dem 19. Jahrhundert, derzufolge jeder Bundesstaat eine eigene Währung einführen darf.

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Mal Dollar, mal Euro in der Schusslinie

Das alles wird durch die gigantische Neuverschuldung der USA unterstrichen, von der weder die Zentralregierung in Washington noch der Großteil der regionalen Regierungen je herunterkommen dürfte. Und die US-Notenbank Fed macht dort weiter, wo sie in den 90er Jahren angefangen hat: Sie druckt – symbolisch formuliert – immer weiter Geld. Dieses sture Verfahren hat inzwischen schon wieder zu einem Euro-Höhenflug gegenüber dem Dollar geführt, und das, obwohl die europäische Gemeinschaftswährung in Anbetracht der Schuldenprobleme fast aller Euro-Länder wahrlich nicht als Hort der Stabilität gelten kann.

Ein untrügliches Indiz dafür, dass es um beide Währungen schlecht bestellt ist, besteht darin, dass die Preise von Gold und Silber von einem Rekord zum nächsten jagen. Diese Entwicklung mag, durch die Euro-Brille betrachtet, zwar vorübergehend unterbrochen sein, dürfte sich aber beim nächsten Euro-Rücksetzer gegenüber dem Dollar wieder wie von selbst ergeben. Man denke nur an den Mai 2010, als im Zuge der Griechenland-Krise genau das geschah: Gold und Silber erreichten in Euro ein Zwischenhoch.

Weber spricht ein Machtwort

Nun behaupte niemand, der Euro werde durch so großspurig daherkommende Einrichtungen wie EFSF und später ESM stabilisiert. Allein die ausgeschriebene Fassung dieser Begriffe lässt einen gruseln: Europäische Finanzstabilisierungsfazilität und Europäischer Stabilitätsmechanismus. Bundesbank-Präsident Axel Weber nahm am 14. März beide zum Anlass, um ihre Konsequenzen den Mitgliedern des Haushaltsausschusses aus Anlass der öffentlichen Anhörung in Berlin um die Ohren zu hauen. Dabei monierte er unter anderem Vorschläge, „die die Anreize zu einer soliden Finanzpolitik vermindern und wichtige Grundprinzipien der Währungspolitik wie Subsidiarität, finanzpolitische Eigenverantwortlichkeit und einen gegenseitigen Haftungsausschluss beeinträchtigen“.

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