Geldanlage: Abwehrstrategien im Währungskrieg

Geldanlage: Abwehrstrategien im Währungskrieg

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Verschiedene Währungen: Mal inflationär, mal zu niedrig bewertet

Staaten manipulieren ihre Währung, halten sie künstlich billig; alles, um der eigenen Wirtschaft einen Vorteil auf dem Weltmarkt zu verschaffen. Hochrangige Politiker sprechen schon vom Währungskrieg. Anleger sollten sich eine geeignete Strategie zurechtlegen. Wie sie sich schützen können, wie sie profitieren.

Erst rutscht der Euro, nun der Dollar. Für die Schwäche des Dollars gibt es mehrere Gründe. Die Hauptrolle spielt dabei die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und ihre laxe Geldpolitik. Die von der Fed ausgelöste "Liquiditätsflut" destabilisiere die globalen Devisenmärkte, warnt Nobelpreisträger Joseph Stiglitz.

"Quantitative Easing" heißt das Werkzeug, mit dem Notenbankchef Ben Bernanke seit Ausbruch der Finanzkrise herumhantiert. Es bedeutet nichts anderes, als dass die Fed mit frisch gedruckten Dollar Staatsanleihen aufkauft und so zusätzlich Liquidität in die Finanzmärkte pumpt. Mit jedem Dollar, den die Notenbanker in den Geldkreislauf bringen, verlieren die Noten, die schon im Umlauf sind, an Wert. Im Vergleich zum japanischen Yen etwa ist die US-Währung so billig wie seit 15 Jahren nicht mehr.

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Globales Problem Dollarschwäche

Die Schwäche des Dollars ist für den Rest der Welt ein Problem. Die Nationen, deren Währungen aufwerten, sind weniger konkurrenzfähig - was diese nicht hinnehmen wollen. Experten fürchten einen Abwertungswettlauf der großen Handelsnationen. Zuletzt hatte die japanische Notenbank auf dem Devisenmarkt massiv US-Dollar gekauft, um den Yen zu schwächen und sich so einen Wettbewerbsvorteil für ihre Exportwirtschaft zu verschaffen.

Schweiz erwägt Abwertung

Auch die Schweizer haben bereits angedeutet, einzuschreiten, sollte ihr Franken weiter an Wert gewinnen. "Man könnte derzeit den Eindruck bekommen, dass es für eine Volkswirtschaft kaum etwas Besseres gibt, als eine abwertende Währung", schreibt die Commerzbank in einer aktuellen Studie. Guido Mantega, der brasilianische Finanzminister, hatte für Aufsehen gesorgt, als er sagte, die Welt befinde sich in einem Währungskrieg. Alles deutet darauf hin, dass es auf den Devisenmärkten weiter turbulent zugehen wird.

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