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Geldanlage: Mit welchen Rezepten Investmentfonds-Manager Erfolg haben

von Heike Schwerdtfeger (Frankfurt) und Martin Gerth

Trotz der jüngsten Kursrally enttäuscht die Rendite vieler Investmentfonds. Einige Fondsmanager hängen den Markt aber ab. Mit welchen Erfolgsrezepten sie Anlegergelder mehren.

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So viel buntes Volk in Nadelstreifen hat sich schon lange nicht mehr in Frankfurt getummelt. Sanjiv Duggal flog aus Indien ein, Luiz Ribeiro aus Brasilien, Samantha Ho aus China, Nicolas Simar aus den Niederlanden. Allen gemeinsam: Sie managen Investmentfonds.

Der Auftrieb in der Frankfurter City in diesem Sommer ist ein untrügliches Zeichen für die Aufbruchstimmung in der Branche: Ausländische Manager trauen sich nach Finanzkrise und Börsencrash wieder an die Öffentlichkeit und führen ihre Fonds potenziellen Kunden vor. Seit Juni rücken Lateinamerika- und Asien-Manager in Heerscharen zu Roadshows an, wie die Werbeveranstaltungen im Fachjargon genannt werden. Sanjiv Duggal trommelte im Juli für seinen Indienfonds, den die Großbank HSBC an den Mann bringen will. Vormittags präsentierte der 51-Jährige die Aussichten für indische Aktien vor Frankfurter Anlegern, nachmittags wiederholte er die Show in München.

Ernüchterung bei Aktienfonds besonders groß

Großartiges Marketing haben die Fondsgesellschaften auch bitter nötig. Selbst die weltweite Erholung an den Finanzmärkten bei Aktien, Unternehmensanleihen und Rohstoffen stimmt Fondsanleger nicht munter. Die Rendite vieler Investmentfonds ist über die vergangenen fünf Jahre bestenfalls mager, die Bilanz selbst unter Berücksichtigung der guten Vorkrisenjahre mau. Viele Fondsanleger fühlen sich noch immer wie Autofahrer, die auf rutschiger Strecke in einem schlecht bereiften Wagen unterwegs sind. Die Ernüchterung ist besonders groß bei Aktienfonds, von denen viele 2008 mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt haben. Aber auch Geldmarkt- und Anleihenfonds sind teilweise knapp am Totalschaden vorbeigeschrammt. Beliebte europäische Aktienfonds verloren im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre ein Prozent – pro Jahr. Weltweit anlegende Fonds zehrten jährlich zwei Prozent des Vermögens auf.

Einigen Fondsmanagern gelingt es jedoch, den Markt zu schlagen. Dahinter stecken ausgefeilte Konzepte, die auch in Zukunft Aussicht auf ordentliche Erträge bieten. Viele werden es aber auch in Zukunft nicht schaffen, wenigstens mit ihrem Vergleichsindex mitzuhalten.

Das Korsett, in dem die Fondsmanager stecken, ist häufig zu eng. So sind etwa europäische und amerikanische Aktienfonds insbesondere der großen Fondsgesellschaften häufig sehr indexnah konstruiert“, sagt André Härtel, Fondsanalyst bei Feri EuroRating Services in Bad Homburg. Wer am Index klebt, ist nach Abzug der Kosten zwangsläufig schlechter als der Markt. Die mangelnde Flexibilität bei der Verwaltung der Gelder trübt die Aussichten für Anleger ein.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 19.08.2009, 13:16 UhrAnonymer Benutzer: realoman

    Mein Sparkassenheini hat mir 2007 einen Templeton aufgeschwatzt, unter den Hinweis, es wäre jetzt ganz billig und Templeton ist sowieso Spitze; damals hatte ich schon eingeworfen, dass da was am Anmarsch wäre. Das hat er einfach zunichtegeschwafelt.

    Ein Jahr später, also 2008, hat er zu mir gesagt (nachdem die Kurse eingebrochen sind): Ja Aktien sollte man nur kaufen wenn sie "unten" sind und nicht wenn sie "oben" sind.

    Die Moral von der Geschicht: Der Fond kann noch so gut oder schlecht performen, das ist alles egal, man muss nur den richtigen Einstieg finden und dazu gehört: Nicht auf deinen Sparkassenheini hören.

  • 18.08.2009, 22:35 UhrAnonymer Benutzer: xnuk

    in schwachen börsenzeiten weniger Verlust zu machen, als der gesamte Markt ist aber noch keinen Artikel Wert!!
    Darf ich daran erinnern, daß man ja eigentlich anlegt,
    um Gewinne zu machen ^^

  • 18.08.2009, 20:55 UhrAnonymer Benutzer: Newfeak

    Fachlich guter, ausführlicher Artikel für Fondsanleger! Untermauern möchte ich die Leistungen des Fondsmanagements der Fondsgesellschaft Carmignac Gestion. Statt sich nur mit Umsätzen, Gewinnen und bewertungen einzelner Firmen zu beschäftigen, begibt sich Carmignac auf die Suche nach den großen, strukturellen Trends und richtet danach die Auswahl von Aktien und Anleihen aus. Das Konzept geht auf. Carmignacs Fonds gehören seit Jahren zu den besten ihrer Kategorie. Edouard Carmignac gehört inzwischen zur Elite der weltweiten Fondsmanager. Seine größten Fonds - die bereits 1989 aufgelegten Flaggschifffonds Carmignac Patrimoine(FR0010135103) und Carmignac investissement (FR0010148981) - sind seit Auflage in starken wie auch in schwachen börsenphasen besser als der Markt. Unter den aktiv gemanagten Produkten ist das eine echte Ausnahmeerscheinung. Anleger, die diese Fonds
    direkt und ohne beratung kaufen möchten, sind beim - unter den Fondsanlegern beliebten - Fondsshop profinance-direkt.de gut aufgehoben. Hier erhält jeder die Fonds ohne Ausgabeaufschlag und auf den Fondsbestand eine jährliche Treueprämie von 0,25% ausgezahlt.

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