_

Geldanlage: Private Vermögensverwalter in der Krise besser als Fonds

Deutschlands unabhängige Vermögensverwalter haben im Krisenjahr 2008 deutlich besser abgeschnitten als die Manager herkömmlicher Fonds. In den vergangenen fünf Jahren erzielten sie zudem eine deutlich höhere Gesamtrendite als Fonds.

Deutschlands unabhängige Vermögensverwalter haben im Krisenjahr 2008 deutlich besser abgeschnitten als die Manager herkömmlicher Aktien-, Renten- oder Mischfonds. In den vergangenen fünf Jahren erzielten sie zudem eine deutlich höhere Gesamtrendite als Fonds. Dies geht aus der aktuellen Auswertung von 308 realen Wertpapierdepots wohlhabender Privatkunden hervor, die die Frankfurter Analysegesellschaft Firstfive für die WirtschaftsWoche durchgeführt hat (Heft 7/2009).

Anzeige

Individuelle Vermögensverwalter investieren frei nach eigenem Ermessen das Geld ihrer Kunden, im Unterschied zu Fonds, die starren Anlagerichtlinien unterliegen. Die größere Flexibilität hat 2008, dem weltweit schlechtesten Börsenjahr seit 1931, geholfen, Verluste zu vermeiden: Während die deutschen Aktienfonds laut Marktbeobachter Feri im vergangenen Jahr im Durchschnitt 42,1 Prozent an Wert einbüßten, verloren die 308 individuell betreuten Vermögensverwalter-Depots im Schnitt nur 18,9 Prozent. Deutsche Aktien (Dax) fielen 2008 um 40,1 Prozent.

Sechs Verwalter, darunter die PSM Vermögensverwaltung München (Plus 9,6 Prozent), das Bankhaus Wölbern, M.M. Warburg, Dresdner Bank Wealth Management und Sal. Oppenheim, schafften 2008 sogar eine positive Gesamtrendite nach Quellensteuern und Kosten. Ein Verwalter, die Dr. Seibold Capital aus Gmund am Tegernsee, schaffte 2008 eine nachgewiesene Jahresnettorendite von 19,2 Prozent.

Auf lange Frist sind die Unterschiede der individuell verwalteten Wertpapierdepots gegenüber den Investmentfonds noch deutlicher. Über einen Zeitraum von fünf Jahren (1.1.2004 bis 31.12.2008) machte der beste Verwalter im Vergleichszeitraum, Dr. Jens Ehrhardt (Pullach), kumuliert 59,77 Prozent Rendite nach Kosten. Der Durchschnitt aller Vermögensverwalter von Aktien-Depots schaffte laut Firstfive-Analyse eine Gesamtrendite von 11,83 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Deutsche Aktienfonds erreichten im selben Zeitraum eine Gesamtrendite von 8,8 Prozent.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 09.02.2009, 17:43 UhrAnonymer Benutzer: Max Mustermann

    ...leider ist der Artikel schlecht erarbeitet. Der Autor muss sich schon entscheiden ob er eine echte aktienbasierte Anlage oder eine freie Anlage in den Vergleich einbezieht. Hier werden die sprichwörtlichen Äpfel mit birnen verglichen. in Ansatz zielführender wäre der Vergleich der Vermögensverwalter mit Misch- oder Superfonds. Hier würde das Ergebnis auch nicht in der dargestellten Art ausfallen. Gute Fonds dieser Kategorie haben durchaus ähnliche Ergebnisse wie die Vermögensverwalter abgeliefert. Auch hier gibt es durchschnittliche Leistungen im bereich um die -20% p.a. oder auch Spitzenleistungen mit +10%. in diesem Zusammenhang wäre wirklich interessant woher der Autor seine informationen bezieht und ob diese tatsächlich objektiv sind. immerhin leben Publikationen wir First Five, Fuchsbriefe und Ähnliche von diesen Statistiken. insoweit spricht auch der Artikel im aktuellen Manager Magazin eine ganz andere Sprache was die Qualität von Vermögensverwaltern und deren bewertern betrifft. in jedem Fall empfehle ich ein professionellere Arbeitsweise. ihre Lese glauben ihnen nämlich im Regelfall :o)

Alle Kommentare lesen

Blogs

Kurserholung trotz Konjunkturrisiken
Kurserholung trotz Konjunkturrisiken

Fundamental trübt sich die Lage ein. Dennoch hat der Dax die Chance, seine kurzfristige Erholung noch auszubauen. Dass...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.