
Zum Goldautomaten sprinten sollten Anleger dennoch nicht. Dort gibt es Barren mit einem Gewicht von wenigen Gramm. Als Faustregel beim Goldkauf gilt aber: Je kleiner die Stückelung, desto höhere Aufschläge verlangt der Händler auf den reinen Goldgehalt. Beim Ein-Gramm-Minibarren liegt dieser Aufschlag bei 40 Prozent. Anleger sollten bekannte und akzeptierte Goldprodukte wählen, deren Preise nah am rechnerischen Goldwert notieren. Sinnvoll ist eine Aufteilung in gängige Ein-Unzen-Münzen (31,103 Gramm) wie dem Krügerrand und in Barren ab 100 Gramm.
Vergleichen lohnt sich. Nachdem Banken sich immer mehr aus dem Goldgeschäft mit Privatkunden zurückgezogen haben, sind Händler wie Pro Aurum oder Westgold in die Lücke gestoßen. Das Geschäftsmodell der Pioniere hat inzwischen viele Nachahmer gefunden. Unbekannte Newcomer sollten Anleger zunächst mit kleinen Aufträgen testen.
Auf der sicheren Seite: mit Gold besicherte Wertpapiere
Spätestens seit der Lehman-Pleite aus dem Rennen sind Zertifikate auf den Goldpreis. Bei ihnen besteht für die Bank keine Verpflichtung, das Geld der Anleger in Gold zu investieren – weder am Terminmarkt noch physisch. Geht die Bank pleite, gibt es auch kein Gold.
Attraktiver sind die mit Gold besicherten Wertpapiere, die Anlegergelder tatsächlich in Gold stecken und Barren von einem Treuhänder verwahren lassen. Zu den erfolgreichsten gehören die Gold-ETFs von Zürcher Kantonalbank und Julius Bär.
Handfest investieren
Diese sind nach Schweizer Recht als Sondervermögen vor Bankpleiten geschützt. Anleger können sie an der Börse Zürich kaufen. Unklar ist noch deren steuerliche Behandlung. Die Finanzaufsicht BaFin sagt, die Schweizer ETFs seien keine Investmentfonds, weil sie nur eine Vermögensklasse enthielten. Zwar sind die Produkte steuerlich absolut transparent, aber ganz ausschließen lässt sich eine Strafbesteuerung durch den deutschen Fiskus noch nicht.
Wer es lieber handfest mag, der kauft Barren und Münzen – bis zu einer Anlagesumme von 15.000 Euro geht das auch anonym. Und je länger der Anlagehorizont reicht, umso matter schimmern die alternativen Goldprodukte.















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Alle Kommentare lesen08.10.2009, 21:57 UhrAnonymer Benutzer: Mises
Alle Sparer, alles Vermögen wird gerade enteignet.
Man hätte schon im März die richtigen Schlussfolgerungen ziehen sollen. bankenrettung vor Eigentum- die Priorität ist schlicht kriminell. Hoffentlich bekommen die Verantwortlichen noch ihre Strafe
06.08.2009, 23:28 UhrAnonymer Benutzer: Klaus
Vertrauen kann nur bei einem seriösen und soliden Finanz-und Wirtschaftssystem entstehen...und nur wer sich alleine den billionen schweren Derivatemarkt anschaut wird ganz automatisch einen Teil seines Vermögens in Edelmetalle anlegen
31.07.2009, 19:27 UhrAnonymer Benutzer: Stephan Locher
Wenn diese Krise eines gezeigt hat, dann, daß die Weltwährung "Vertrauen" und nicht "Dollar" oder "Gold" oder irgendetwas sonst ist. Wäre das Vertrauen nämlich noch da gewesen, wäre es nicht zur Finanzkrise gekommen. Doch plötzzlich entdeckte der eine betrüger, daß sein Geschäftspartner genauso verrucht ist, wie er selbst und entzog daraufhin diesem empört a) sein vertrauen und b) infolge dessen seine Finanzen...