George Soros: Eine Legende geht in Ruhestand

George Soros: Eine Legende geht in Ruhestand

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epa02552432 George Soros, Chairman of Soros Fund Management speaks before a panel session at the 41st Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, 27 January 2011.The overarching theme of the World Economic Forum, WEF, annual meeting is 'Shared Norms for the New Reality'. The forum takes place from 26 to 30 January 2011. EPA/LAURENT GILLIERON (c) dpa - Bildfunk

von Ulrich W. Hanke

Der 80-jährige US-Investor George Soros zahlt externe Investoren seines Hedgefonds aus. Grund dafür ist wahrscheinlich die Finanzmarktreform in den USA, die er paradoxerweise selbst vorangetrieben hat.

Wenn man so will, hat sich George Soros sein eigenes Grab geschaufelt. Oder – positiver formuliert – er hat seinen Erfolg vielleicht für alle Ewigkeit zementiert. Denn die Finanzmarktregulierung in den USA, die im März 2012 in Kraft tritt, zwingt den legendären Hedgefondsmanager nun offenbar dazu, seine letzten Kunden auszahlen. Demnach müssen sich Hedgefonds ab einem verwalteten Vermögen von 150 US-Dollar bei der Börsenaufsicht SEC registrieren lassen (Dodd-Frank-Gesetz). Eine Reform für die sich der 80-jährige Soros selbst stark gemacht hat. Seinen Anlageerfolg wird dadurch so schnell wohl kein Hedgefondsmanager mehr erreichen.

Der Blick geht nach vorn

Um die zwei Herzen in der Brust des Mannes zu verstehen, der die Bank von England knackte und die Zentralbank 1982 zu Abwertung des britischen Pfundes zwang, muss man seinen frühen Werdegang kennen. Soros wurde 1930 in Ungarn als György Schwartz geboren. Als Jude musste er sich im Alter von 14 Jahren von den Nationalsozialisten verstecken. „Nach der euphorischen Erfahrung, den Nazi entkommen zu sein, verlor das Leben seinen Glanz während der Besetzung Ungarns durch die Sowjets“, schreibt Soros in seinem neusten Buch "Der Blick geht nach vorn" (FinanzBuch Verlag, 2010)

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Mittellos und allein

Auch London, wo er mit 17 Jahren ein Studium begann, befriedigte ihn nicht. „Ich war mittellos und allein und niemanden interessierte, was ich zu sagen hatte“, so Soros, der immer Philosoph werden wollte. Geprägt wurde der junge Ungar durch den österreichischen-britischen Philosoph Karl Popper, der den kritischen Rationalismus begründete. Und dessen Thesen Soros später für seine Sichtweise auf die Finanzmärkte heranzog. 1956 siedelte Soros nach New York um und begann, Karriere an der Wall Street zu machen.

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