HB MÜNCHEN. Die HVB gibt dafür rund 51,7 Millionen neue Aktien an die Italiener aus. Damit muss sie nicht wie befürchtet einen größeren Teil der 12,5 Milliarden Euro nach Mailand zurücküberweisen, den sie für die Abgabe der österreichischen Bank Austria (BA-CA) und deren lukrative und zukunftsträchtige Aktivitäten in Osteuropa erhalten hatte.
Die Milliarden stehen weiterhin für Akquisitionen bereit. HVB-Chef Wolfgang Sprißler hat etwa Interesse an der Landesbank Berlin, die zum Verkauf steht und zu der auch die Sparkasse in der Hauptstadt gehört.
Unicredit will sein gesamtes Investmentbanking-Geschäft in München bündeln. Die entsprechende Sparte der HVB macht bereits jetzt 60 Prozent des konzernweiten Investmentbanking aus. 2006 war die Kapitalmarkt- und Investmentsparte mit einem Gewinn von fast einer Milliarde Euro vor Steuern die stärkste der HVB. Das Geschäft der UBM mit einem Gesamtvermögen von 66 Milliarden Euro ist nur knapp ein Drittel so groß. In der Aktientransaktion wird es mit gut zwei Milliarden Euro bewertet. Offen ist noch, wie das Investmentbanking der BA-CA an die HVB übergeht. Geplant ist dieser zweite Schritt bis spätestens 2008.
Nach der Übernahme durch Unicredit 2005 musste die HVB die österreichische Tochter nach Mailand abgeben. Konzentrieren soll sie sich künftig auf den hart umkämpften Heimatmarkt, auf dem sie immer wieder Verluste geschrieben hat.
Unicredit hält den Angaben zufolge mit den neuen Aktien 95,4 Prozent an der HVB. Die für den Zwangsausschluss der restlichen Aktionäre nötigen 95 Prozent hatten die Italiener bereits im Januar überschritten. Die voraussichtlich letzte öffentliche Hauptversammlung der HVB soll am 27. Juni stattfinden. Sie muss den Squeeze-Out formell beschließen.




















