Gesundheit: Die Zahnarztkosten steigen stetig

Gesundheit: Die Zahnarztkosten steigen stetig

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Die Kosten für Zahnersatz steigen stetig. 2011 mussten die gesetzlichen Krankenkassen hierfür 3,13 Milliarden Euro ausgeben.

Ob Vorsorgeuntersuchung oder Behandlung akuter Probleme: Die Zahnarztkosten klettern seit Jahren beständig nach oben. Besonders heftig schlagen die Kosten für Zahnersatz zu Buche.

Die Kosten für zahnärztliche Behandlungen in Deutschland steigen und steigen. Laut dem Zahnreport 2012 der Barmer GEK haben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2011 insgesamt 8,39 Milliarden Euro für zahnärztliche Behandlungen ausgegeben. Das entspricht einem Anstieg von 11,9 Prozent seit dem Jahr 2006. Für Zahnersatz stiegen die Kosten noch stärker: Hier ist seit 2006 ein Anwachsen um 18,8 Prozent auf 3,13 Milliarden Euro im Jahr 2011 zu verzeichnen.

Gute Nachrichten in Sachen Zahngesundheit gibt es bei der Bereitschaft der jungen Bevölkerung, Prophylaxe in Anspruch zu nehmen. Bei der individuellen Vorsorge zeigt sich eine hohe Beteiligung von rund 68 Prozent der sechs- bis unter 18-Jährigen. Zum Vergleich: Rund die Hälfte der Erwachsenen geht einmal jährlich zur Prophylaxe. Neben Preissteigerungen ist diese starke Vorsorgebereitschaft auch ein Grund für erhebliche Ausgabensteigerungen der Krankenkassen. Vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2010 stiegen die Ausgaben der gesetzlichen Kassen für die zahnärztliche Individualprohylaxe um 50 Prozent.

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Auch die mittleren Kosten für konservierende und chirurgische zahnärztliche Behandlungen sind gestiegen. Hierzu zählen etwa Wurzelbehandlungen, Kariesentfernung, Zahnreinigung oder Füllungen. Lagen die Ausgaben hierfür im Vorjahres-Report noch bei 103 Euro pro Person, so wurden 2010 bereits gut 106 Euro ausgegeben. Das entspricht einem Kostenanstieg um 3,3 Prozent.

Deutliche regionale Unterschiede

Bei den Zahnarztbesuchen der Versicherten lassen sich deutliche Unterschiede zwischen West- und Ost-Deutschland ablesen. Im Schnitt gingen 70,3 Prozent der Bevölkerung 2010 mindestens einmal zum Dentisten. Die neuen Bundesländer haben die Nase deutlich vorn: Die Behandlungsrate liegt hier bei 77 Prozent. Das entspricht 2,47 Zahnarztbesuchen eines durchschnittlichen Versicherten pro Jahr. In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt gehen die Bürger mit 2,53 bis 2,54 Besuchen besonders häufig zum Zahnarzt.

Die Hauptursache für die höhere Inanspruchnahme im Osten sieht Studienautor Thomas Schäfer vom Hannoveraner Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG) in den "Langzeitwirkungen der frühkindlichen Sozialisation in den Kindertagesstätten und den Horten der ehemaligen DDR.“

In den alten Bundesländern liegt die Behandlungsrate mit 69 % acht Prozentpunkte unter dem ostdeutschen Wert. Durchschnittlich gehen die Menschen hier 2,11 Mal im Jahr zum Zahrnarzt. Nordrhein-Westfalen liegt hier mit 2,12 Besuchen pro Jahr im statistischen Mittel. Das Schlusslicht bilden Rheinland-Pfalz und das Saarland. Hier leben die deutschen Zahnarztmuffel, die nur 1,96 beziehungsweise 1,85 Mal pro Jahr zum Dentisten gehen.

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