Gold-Anlage: Warum die Welt Gold kauft

Gold-Anlage: Warum die Welt Gold kauft

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Ein Juwelier in Südindien bietet kleine Goldbarren zum Akshaya Tritiya Festival. Im Vorfeld der Hochzeitssaison wird auf diesem Festival Gold als Hochzeitsgeschenk verkauft

von Andreas Toller

Laut Angaben des Branchenverbandes World Gold Council hat sich die Nachfrage nach physischem Gold zuletzt mehr als verdoppelt. Wer kauft und warum, was dem Goldpreis Perspektive gibt.

Gold hat Saison. Nicht nur unter Anlegern, die Inflation und Euro-Crash fürchten, sondern auch unter ganz normalen Konsumenten. Allerdings nicht in der westlichen Welt, sondern im asiatischen Raum. 

Vor allem Indien und China treiben aktuell die Nachfrage nach physischem Gold. Der Branchenverband World Gold Council (WGC) berichtet in seinem Quartalsbericht zur Goldnachfrage von einem starken Anstieg der Käufe bei Schmuck, Münzen und Barren. In Indien hat mit dem Goldverkaufsfestival im Vorfeld der Hochzeitssaison der Goldverkauf zugenommen, aber schon in den ersten drei Monaten zog die Nachfrage nach Gold deutlich an. Die abgesetzten Mengen Goldschmuck legten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 22,1 Tonnen zu, bei Münzen und Barren lag der Wert immerhin 6,3 Tonnen höher. Ingesamt stieg der Goldverkauf in Indien gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 28,4 auf 291,8 Tonnen zu.

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Gold in China immer beliebter

In China ist Gold als traditionelles Geschenk zu feierlichen Anlässen ebenfalls kulturell fest verankert. Besonderen Schub dürfte die Goldnachfrage in China allerdings durch zunehmende Inflation erhalten haben. Denn die Verkäufe von Goldbarren und -münzen haben sich in China im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt, während der Verkauf von Goldschmuck lediglich um 21 Prozent anstieg. Insgesamt kauften Chinesen zwischen Anfang Januar und Ende März sage und schreibe 93,5 Tonnen physisches Gold.

Anleger bevorzugen Barren und Münzen

Dieser Trend schlägt sich auch in der weltweiten Goldnachfrage nieder: Bei Gold-Investitionen haben Anleger zuletzt Barren und Münzen gegenüber börsennotierten Indexfonds (ETFs) und ähnlichen Finanzinstrumenten (ETPs) bevorzugt. Die Nachfrage nach Barren und Münzen ist im Vergleichszeitraum um 52 Prozent oder 125,5 Tonnen auf 366,4 Tonnen gestiegen. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach ETFs und sonstigen ETPs, die Gold in ihren Portfolios halten, stark zurückgegangen: Diese Produkte haben aufgrund von Mittelabflüssen 55,9 Tonnen Gold zurückgegeben, während sie im Vorquartal noch 3,6 Tonnen gekauft hatten.

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