Gold auf Rekordniveau: Goldpreis bleibt im Höhenflug

Gold auf Rekordniveau: Goldpreis bleibt im Höhenflug

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Goldbarren: Immer mehr Anleger interessieren sich für das Edelmetall

Inflationssorgen und Konjunkturskepsis treiben den Goldpreis. Auch wenn der Goldpreis zeitweise nachgibt, bleibt es beim Aufwärtstrend. Auch Silber bewegt sich auf einem 30-Jahres-Hoch.

Der Goldpreis hat zum Wochenbeginn erstmals die Marke von 1300 Dollar je Feinunze geknackt. Immer mehr Anleger setzen angesichts der Furcht vor einer anziehenden Inflation sowie der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Weltkonjunktur auf das Edelmetall, das als vergleichsweise sichere Anlage gilt. Nachdem der Goldpreis am vergangenen Montagmorgen die psychologisch und charttechnisch wichtige Marke überschritten hatte, notierte er am Nachmittag leicht darunter bei 1299,20 Dollar pro Feinunze. Auch der Silberpreis zog an und stieg auf den höchsten Stand seit 30 Jahren.

Heute bewegt sich der Goldpreis zwischen 1308 und 1312 Dollar je Feinunze. Gewinnmitnahmen nach dem Rekordhoch hatten den Goldpreis zeitweise wieder etwas sinken lassen. Die Feinunze des Edelmetalls kostete gestern bei Handelsschluss 1292,68 Dollar, am Montag waren in der Spitze 1300 Dollar gezahlt worden. Langfristig dürfte es nach Einschätzung von Händlern aber weiter nach oben gehen.

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Gold gegen Notenpressen

Die Rally hatte bereits in der vergangenen Woche eingesetzt, nachdem die US-Notenbank Federal Reserve erklärt hatte, der heimischen Wirtschaft notfalls mit weiteren Geldspritzen auf die Beine zu helfen. Die Aussicht auf solche milliardenschwere Maßnahmen hatte den Dollar am Freitag auf ein Fünfmonats-Tief zum Euro gedrückt. „Rund um den Globus senden Länder derzeit Signale, dass sie frisches Geld drucken könnten“, sagt Sean Corrigan, Chief Investment Strategist bei Diapason Commodities Management. „Was bleibt einem da noch außer Gold, dem man vertrauen könnte?“ Corrigan rechnet damit, dass der Goldpreis weiter steigt, denn: „Keine Zentralbank wird außen vor bleiben und zusehen, wie ihre Wirtschaft an Kraft verliert.“

Der weltgrößte Goldproduzent, Barrick Gold, hält 2011 einen Goldpreis von 1500 Dollar pro Feinunze für denkbar. Unterstützung erhielt der Goldpreis auch von der starken Nachfrage aus Indien. Auf dem Subkontinent hat die Feiertagssaison begonnen, weshalb Händler trotz des Rekordpreises nachkaufen müssen. „Selbst jetzt gibt es Käufe, obwohl der Preis bei 1300 Dollar liegt“, sagte Pinakin Vyas von der IndusInd Bank gestern. Er führt dies vor allem darauf zurück, dass sich die indische Wirtschaft vergleichsweise robust ist.

Silber auf 30-Jahres-Hoch

Parallel zu Gold erreichte auch Silber ein neues Hoch. Das Edelmetall verteuerte sich zum Wochenauftakt um 0,9 Prozent auf 21,60 Dollar und lag damit weiter auf dem höchsten Niveau seit 1980. Heute verbilligte sich Silber sich auf 21,15 Dollar je Feinunze. „Im Vergleich zu Gold ist Silber trotz des jüngsten Preisanstiegs nach wie vor attraktiv“, hieß es in einer Commerzbank-Studie. Angesichts des Rekordhochs bei Gold wendeten sich viele Anleger der günstigeren Alternative Silber zu, sagte auch Analyst Ong Yi Ling von Phillip Futures in Singapur. „Für eine Fortsetzung der Silber-Rally muss der Gold-Preis aber hoch bleiben.“ Die Silber-Bestände des weltweit größten Silber-ETF, iShares Silver Trust, kletterten eigenen Angaben zufolge am vergangenen Freitag auf ein Rekordhoch von 9613,02 Tonnen. Der Gold-ETF SPDR Gold verbuchte dagegen einen Rückgang auf 1300,521 Tonnen. Damit lagen dessen Edelmetall-Bestände aber immer noch in Reichweite des Rekordhoch von 1320,436 Tonnen von Ende Juni.

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