Gold: Vorsorge für den Tag X

Gold: Vorsorge für den Tag X

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Goldbarren: Das Edelmetall gilt als harte Währung in Zeiten der Inflation von Papiergeld

von Frank Doll

Die Schwäche der Papierwährungen gegenüber der Hartwährung Gold setzt sich fort. Der Dollar wertet ab auf 1200 Dollar pro Feinunze, der Euro fällt unter die Marke von 800 Euro pro Unze.

Das ist der Blickwinkel, auf den es eigentlich ankommt bei der Betrachtung von Gold. Es ist nicht das Gold, das gewinnt – 1000 Gramm bleiben stets ein Kilo -, sondern es sind Dollar, Euro, Yen und inzwischen jede andere Papierwährung auf der Welt, die an Wert verliert. Wer Gold weniger als Spekulationsobjekt, sondern als Versicherung gegen einen Wertverfall seiner Heimatwährung begreift - eine Versicherung, die zudem nicht pleite gehen kann - dem können vorübergehende Schwankungen des Goldpreises ziemlich egal sein.

Gold wird zum Standard – vom Markt gewählt

Solange Regierungen und Notenbanken auf der Welt es nicht schaffen, zu einem tragfähigen Währungssystem zurückzufinden, wird sich daran nichts ändern. Weil das so ist, muss sich der Markt eben einen eigenen Standard suchen. Die Wahl des Marktes ist auf Gold gefallen, die ultimative Währung, die sich eben nicht im luftleeren Raum herstellen lässt. Gut möglich also, dass der Markt den Regierungen irgendwann keine andere Wahl mehr lässt, als zu einer Währungsordnung zurückzufinden, bei der Gold wieder eine zentrale Rolle einnimmt. Notenbanken aus Indien, China, Russland bereiten sich vor auf den Tag X. Sie haben begonnen, ihre Goldreserven aufzustocken. Kleinere Länder wie Sri Lanka und Mauritius ziehen nach. Unter Zugzwang stehen nun besonders Brasilien, Chile und Südkorea. Es sind die größten Notenbanken mit dem geringsten Goldanteil an ihren Währungsreserven. Keine von ihnen hält mehr als ein Prozent ihrer Reserven in Gold vor.  

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Gold erst am Anfang der dritten Phase des Bullenmarktes

Richtig, Gold ist für viele Investoren immer noch eine ganz normale Anlageklasse wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe. Und so lässt sich auch die Goldhausse, wie jede größere Hausse, in drei Phasen einteilen: In der erste Phase, die zur Jahrtausendwende begann, setzten nur Überzeugungstäter auf Gold. Von etwa 2005 an entdeckten dann erfahrene und weitsichtige Profianleger den Goldmarkt. In dieser Phase nahm auch die Öffentlichkeit erstmals Notiz vom beständigen Anstieg des Goldpreises. Jetzt steht Gold am Anfang der dritten Phase des Bullenmarktes. Diese wird irgendwann maßgeblich von Spekulation getrieben sein, weil dann auch die Masse der Anleger auf den Zug springt. Den Startschuss für den Eintritt in die dritte Phase gab der nachhaltige Sprung des Goldpreises über die runde Marke von 1000 Dollar. Nachdem so etwas passiert, beschleunigt sich eine Hausse, der Anstieg bis zur nächsten runden Marke wird nicht mehr so lange dauern wie der Anlauf auf die 1000. Irgendwann endet vielleicht auch die Goldhausse in einer spekulativen Blase. Nur zum Wesen von Anlageblasen gehört es, dass sie immer dann platzen, wenn keiner mehr von einer Blase redet. Das aber ist noch längst nicht Fall. Spekulative Blasen sieht man nämlich immer dort, wo man selbst nicht investiert ist. Eine Goldblase wäre zudem die letzte Blase, die platzt.

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