Höchstpreis für Picasso: Neue Rekordjagd auf dem Kunstmarkt

Höchstpreis für Picasso: Neue Rekordjagd auf dem Kunstmarkt

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Das teuerste Kunstwerk der Welt: Picassos "Nude Green Leaves, and Bust"

Mit 106 Millionen Dollar ist ein Picasso das teuerste Kunstwerk der Welt. Nachdem sich die Sammler zurückhielten, wurde zum zweiten Mal innerhalb von kurzer Zeit ein neuer Rekordpreis erzielt. Und weitere Auktionen stehen bevor.

106 Millionen Dollar zahlte ein unbekannter Bieter am Dienstag für ein Bild von Pablo Picasso. Das Ölgemälde „Nude, Green Leaves and Bust“ (“Nackte, grüne Blätter und Büste“) von 1932 wurde vom Auktionshaus Christie's in New York veräußert. Das Gemälde wurde vor der Auktion auf einen Wert bis zu 90 Millionen Dollar taxiert. Der anonyme Käufer war in der neunminütigen Auktion am Telefon und überbot sieben andere Interessenten.

Es ist ein neuer Rekord auf dem Kunstmarkt. Der bisherige Rekordpreis war erst im Februar diesen Jahres erzielt worden. Die Commerzbank hatte sich  von der Skulptur „L’Homme qui marche“ des Künstlers Alberto Giacometti getrennt: Für 104,3 Millionen Dollar.  

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50 Prozent weniger Kunstwerke als 2007 hat das britische Auktionshaus Sotheby’s im vergangenen Jahr versteigert. Konkurrenten erging es ähnlich. Als die internationale Finanzkrise ausbrach, erreichten viele Stücke nicht einmal das vorab festgesetzte Mindestgebot. Verkaufswillige Sammler und Händler hielten daraufhin ihre Werke zurück.

Doch nun scheint sich die Stimmung wieder etwas zu drehen. Sowohl Christies wie auch Sothebys hatten auf höhere Preise gehofft, weil in diesem Jahr Stücke angeboten werden können, die seit Jahrzehnten nicht oder noch nie auf dem Kunstmarkt waren. Der Picasso war das prominenteste Beispiel dafür, die „Flag“ von Jasper Johns aus der Sammlung des Bestsellerautors Michael Chrichton („Jurassic Park“) ein zweites. Außerdem sind aus den Boomländern in Asien neue finanzkräftige Interessenten zu den traditionellen Käufern aus Europa und Nordamerika hinzugekommen.

25 Millionen Dollar ist der geschätzte Preis für das Ölgemälde „Bouquet pour le 14 Juillet 1919“ des französischen Malers Henri Matisse. Sie ist einer der Höhepunkte der Sotheby’s Versteigerung am heutiigen Tag. Das Bild ist auch deshalb besonders wertvoll, weil es erst zwei Vorbesitzer hatte.

Andreas Gurskys "Pyongyang II" Quelle: Patrick Barth für WirtschaftsWoche

Andreas Gurskys "Pyongyang II"

Bild: Patrick Barth für WirtschaftsWoche

93 Werke umfasst die Sammlung des verstorbenen „Jurassic-Park“-Autors Michael Crichton, die Christie’s vom 11. Mai an aufruft, darunter Bilder von Jasper Johns und Roy Lichtenstein. Sammlungen Prominenter seien derzeit der Renner, sagt Sotheby’s Vize-Europachef Philipp Herzog von Württemberg. Und als Auktionsort werde London gegenüber New York immer wichtiger, denn viele Käufer kommen inzwischen aus Russland und Nahost. Auch die Werke des deutschen Fotografen Andreas Gursky versteigert Christie’s im Juni in der britischen Hauptstadt (Foto).

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