Hohe Kosten, wenig Nutzen: Die elektronische Gesundheitskarte bringt nichts

Hohe Kosten, wenig Nutzen: Die elektronische Gesundheitskarte bringt nichts

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huGO-BildID: 37508179 ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Stethoskop liegt auf mehreren Geldscheinen, aufgenommen am 07.12.2005 in Potsdam. Reichlich strömendes Beitragsgeld brachte den Krankenkassen ein ungeahntes Finanzhoch. Jetzt ist die Zeit der Überschüsse vorbei, wie es in den Schaltzentralen der Versicherungen heißt. Foto: Jan Woitas/dpa (zu dpa «Wende bei den Krankenkassen» vom 13.06.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Der Kassenverband schlägt Alarm: Trotz 900 Millionen Euro Kosten hat die elektronische Gesundheitskarte noch keinen Mehrnutzen. Doch das ist nicht die einzige Kostenfalle.

Die elektronische Gesundheitskarte bringe trotz Kosten von bisher rund 900 Millionen Euro noch keinen Mehrnutzen. Die Kassen warfen vor allem den Ärzten vor, den Aufbau der entsprechenden IT-Infrastruktur zu behindern.

Der Verband forderte den Gesetzgeber auf, Sanktionsmöglichkeiten im Fall von Blockaden der Karte zu schaffen und einen Zeitplan vorzugeben. Der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn zeigte sich den Forderungen gegenüber im Grundsatz aufgeschlossen. „Ich kann alle nur vor einer Blockade warnen“, sagte er der dpa.

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Fünf Mythen der Krankenversicherung (Quelle: Bain)

  • Mythos 1: Der Preis ist der entscheidende Treiber für Kundenzufriedenheit

    Wahrheit: Prämienausschüttungen machen sich kaumbei der Kundengewinnung bemerkbar.Allerdings: In Zeiten desEinheitsbetrags hat der Zusatzbeitrageine extrem negative Wirkung.

  • Mythos 2: Vor allem mit der Versorgungsqualität können sich Krankenkassen im Wettbewerb differenzieren.

    Wahrheit: Die Versicherten achten aufService und Beratung – undhier fällt eine Differenzierungerheblich leichter.

  • Mythos 3: Lokale Nähe ist ein Grundbedürfnis der Kunden.

    Wahrheit: Die Nähe zurnächsten Geschäftsstelle hat nureine geringe Bedeutung für dieKundenzufriedenheit. Die regionaleVerankerung bleibt dagegen extremwichtig.

  • Mythos 4: Im Service zählen nur Effizienz und Schnelligkeit.

    Wahrheit: Krankenkassen heben sich mitkompetentem Auftraten vom Wettbewerbab.

  • Mythos 5: Noch ist offen, wie die Digitalisierung die gesetzliche Krankenversicherung erfasst.

    Wahrheit: Die Digitalisierung hat dieBranche längst erreicht.

Hohe Zusatzbeiträge

Das ist nicht die einzige finanzielle Falle. Alle 50 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen müssen nach Einschätzung des Kassenverbands im kommenden Jahr Zusatzbeiträge zahlen. Die Vorsitzende des Spitzenverbands der Krankenkassen Doris Pfeiffer sagte am Mittwoch: Sie halte es für ausgeschlossen, dass eine Versicherung auf den Aufschlag verzichte. Eine Kehrtwende sagten die Kassen bei den zuletzt immer weiter angestiegenen Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung voraus.

Bereits 2014 würden die Reserven von 30,1 auf 26,7 Milliarden Euro sinken. Gründe seien ein geringerer Zuschuss des Bundes sowie die Ausschüttung von Prämien bei einzelnen Kassen. Fast zwei Drittel der Versicherten seien bei Kassen, deren Rücklagen und Betriebsmittel schon heute unter den Ausgaben eines Monats lägen.

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