Investmentfonds: Hohe Rendite mit Dividendenfonds - Seite 2

Investmentfonds: Hohe Rendite mit Dividendenfonds

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Dax-Werte bringen 18 Milliarden

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Zwar schütten die 30 Dax-Konzerne mit erwarteten 18 Milliarden Euro dieses Jahr etwa fünf Milliarden weniger als 2009 aus; angesichts von nie gekannten Umsatzeinbrüchen bedeutet auch dies noch eine stolze Summe. „Wenn sich die Wirtschaft erholt, dann werden auch die Ausschüttungen wieder steigen“, erwartet Volker Siedhoff, Abteilungsleiter Asset Management bei der Düsseldorfer WGZ Bank.

Fondsmanager Ehrhardt bevorzugt Dividendenzahler aus den Branchen Telekommunikation, Versorger, Pharma, Nahrungsmittel und Rückversicherer, die vielfach eher mittelhohe Dividendenrenditen bieten. Und er kauft sich damit auch Aktien ein, bei denen kaum rapide Kurssteigerungen zu erwarten sind. „Dividendenzahler wie Münchener Rück, Hannover Rück und Allianz stecken im Dilemma eines schwachen Gewinnwachstums“, meint Ehrhardt. „Auch Stromversorger werden den Preis für ihre Kunden nicht weiter erhöhen können.“ Nahrungsmittelhersteller wie Nestlé, Unilever und Danone werfen zwar nur drei Prozent Dividendenrendite ab. Für steigende Kurse, die die mittelprächtige Dividende ausgleichen, sprechen ihre wachsenden Geschäfte in den Schwellenländern. Das macht sie für Ehrhardt interessant.

Zudem mischt er asiatische Spezialwerte wie den Mautstraßenbetreiber Hopewell und den Pharmawert China Pharmaceutical bei. Auf Problemen sitzt Ehrhardt aktuell mit seiner zweitgrößten Position: Auf Aktien des mit dem Kölner U-Bahnbau in Verruf geratenen Baukonzerns Bilfinger Berger. Ehrhardt hat in den vergangenen Tagen bereits einen Teil verkauft – auch wenn er nicht davon ausgeht, dass die Dividende gefährdet ist. „Die vor Jahren eingeleitete Strategie, sich von einem Baukonzern zu einem Wartungsunternehmen zu wandeln, erscheint jetzt umso wichtiger“, mahnt er jedoch an.

Tückische Indexfonds

Der ebenfalls weltweit anlegende DWS Top Dividende hat im November von seinen erzielten Erträgen 2,65 Euro je Anteil an die Anleger ausgeschüttet. Bleibt es dabei auch in diesem Jahr, dann sind das bei einem aktuellen Fondspreis von 72 Euro immerhin 3,7 Prozent. Noch mehr können Anleger erwarten, die den DWS Dividende Direkt 2014 kaufen. Sechs Euro Ausschüttung peilt der Fonds an, knapp sechs Prozent, gemessen am aktuellen Fondspreis von 101 Euro. Aus Dividendenerträgen kommen allerdings nur etwa vier Prozent, den Rest will Fondsmanager Jens Labusch über Prämien erzielen, die er beim Verkauf von Optionen einnimmt. Die Kombination aus Dividende und Optionsgeschäft ist clever: Sollten viele Unternehmen die Dividenden kürzen, dann gäbe es am Aktienmarkt Kursverluste. In dem Fall verdient Labusch mit den Optionsgeschäften Geld. Wenn sich hingegen die Wirtschaft besser als erwartet erholen sollte, steigt die Chance auf höhere Aktienkurse und Dividenden. „Da stört es nicht, wenn die Optionsgeschäfte weniger abwerfen“, sagt Labusch.

Tücken haben manche börsengehandelte Indexfonds mit dividendenstarken Aktien: Der DivDax-Index, den beispielsweise iShares als Fonds anbietet, besteht aus nur 15 Einzelwerten. Zudem bestücken die Indexbastler der Deutschen Börse den Korb nur einmal jährlich im September mit Dax-Werten, die in der Vergangenheit die höchsten Dividenden gezahlt haben. Gute, aktiv gemanagte Dividendenfonds orientieren sich stärker an künftigen Perspektiven als an einer rückwärtsgewandten Dividendenbetrachtung.

Andere Indexfondsanbieter haben die Schwächen erkannt. Beim DAXplus Maximum Dividend-Fonds vom Sparkassenhaus ETFlab ist das Auswahlkriterium nicht allein die bisher gezahlte, sondern die angekündigte oder von Analysten erwartete Dividende. Dazu werden aus dem 110 Werte umfassenden HDax 20 Titel ausgewählt. Die Auswahl wird zweimal jährlich angepasst. Der größte Wert, die Telekom, hat nach Obermanns letzter Dividendenankündigung einen Stammplatz sicher. 

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 10.03.2010, 17:47 UhrAnonymer Benutzer: Anlager

    in diesem Artikel ist all das niedergeschrieben, was ich nach 8 Jahren sprunghaftem Anlegen (auch gern bei dividendenstarken Titeln) so durchgemacht habe. Auf den Punkt !
    Mein Fazit seit 2 Jahren - auch unter dem Eindruck der Abgeltungssteuer : ...siehe Artikel ! Danke an den Autor. ich fühle mich bestätigt.

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