Kampf um Yahoo: Berg- und Talfahrt der Yahoo-Aktie

Kampf um Yahoo: Berg- und Talfahrt der Yahoo-Aktie

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Yahoo sorgt für Aufsehen in der Finanzwelt

Plus 50 Prozent, minus 40 Prozent, plus 50 Prozent, minus 20 Prozent, plus zehn Prozent. Solche Bewegungen eines Aktienkurses binnen gut acht Monaten sind selbst bei wackligen Börsen ungewöhnlich. Zumal, wenn es sich nicht nicht um ein asiatisches Zockerpapier oder eine Bankaktie handelt, sondern um einen amerikanischen Internet-Blue-Chip: Die Yahoo-Aktie.

Zunächst puschten der fulminante Börsenstart der chinesischen Internet-Handelsplattform Alibaba.com, an deren Muttergesellschaft Alibaba Group Yahoo 39 Prozent hält, im vergangenen Herbst den Yahoo-Kurs. Schwache Geschäftsergebnisse, flaue Ausblicke und die erdrückende Konkurrenz durch Google ließen danach den Yahoo-Kurs wieder in sich zusammensacken.

Just als sich das Papier Ende Januar bei 19 Dollar auf einem Vier-Jahrestief befand, legte Microsoft eine Übernahmeangebot über fast 45 Milliarden Dollar oder 31 Dollar je Aktie vor und erhöhte dieses später auf 33 Dollar. Entsprechend sprang der Kurs. Tempi Passati nur wenige Wochen später, als Microsoft Steve Ballmer zähneknirschend den Kampf gegen den sich vehement gegen die Übernahme wehrenden Yahoo-Chef Jerry Yang aufgab. Der wollte 37 Dollar je Aktie haben. Wieder sackte der Kurs in sich zusammen. In den vergangenen Tage gab es wieder einen kleinen Aufschwung.

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An Yahoo beteiligte Hedgefonds und der US-Milliardär Carl Icahn fordern die Internet-Ikone auf, erneut mit Microsoft zu verhandeln. Trotz der fulminanten Kursbewegungen konnten private Anleger kaum an Yahoo mitverdienen. Zu schnell waren die Bewegungen - zumindest die nach oben. Der Druck auf Jerry Yang ist nun extrem hoch. Gut möglich, dass Yahoo in den kommenden Wochen klein bei geben muss und Yahoo doch noch an Microsoft geht. Ballmer könnte auf das letzte Angebot noch mal einen symbolischen Dollar je Aktie drauflegen.

Nicht ausgeschlossen, dass auch AOL mit ins Rennen geht. Eine Komplettaufkauf von Yahoo könnte sich die Time-Warner-Tochter zwar nicht leisten. Eine Minderheitsbeteiligung als Weißer Ritter ist jedoch denkbar. Kurzfristige und spekulativ eingestellte Anleger zocken ein bißchen mit - vergessen aber nicht, bei 25 Dollar den Stopp-Kurs für ihr Yahoo-Investment zu legen. Die Microsoft-Aktie dagegen dürfte so oder so ein Langweiler bleiben.

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