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Kaufkraft: Rentner haben immer weniger Geld

Wenn das Geld vorne und hinten nicht mehr reicht: Die Debatte um die Höhe der Altersbezüge bekommt neues Futter. Deutschen Renten büßten seit Anfang 2000 etwa ein Fünftel an Kaufkraft ein.

Aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung und des Statistischen Bundesamtes zeigen: Beamte bekommen im Ruhestand fast doppelt so viel Geld wie Rentner, die nicht im Staatsdienst gewesen sind. Ihre Pensionen sind darüber hinaus im zweistelligen Bereich gestiegen.


Ein Bundesbeamter mit durchschnittlicher Pension bekam im Jahr 2002 Altersbezüge in Höhe von 2070 Euro im Monat, 2012 waren es 2340 Euro. Das entspricht einem Zuwachs von rund 13 Prozent.

Bei einem Landesbeamten betrug die durchschnittliche Pension 2002 monatlich 2240 Euro, 2012 waren es schon 14,7 Prozent mehr, nämlich 2570 Euro.
Die Kommunalbeamten verbuchten den größten Zuwachs: Binnen zehn Jahren stiegen ihre Pensionen um mehr als 14,9 Prozent von 2070 Euro auf durchschnittlich 2380 Euro.

Bild: dpa

Die Renten in Deutschland haben seit der Jahrtausendwende im Osten noch mehr als im Westen an Kaufkraft verloren. Hier sank sie um rund 17 Prozent, im Osten um knapp 22 Prozent, berichtet die „Thüringer Allgemeine“ (Samstag). Die Zeitung zitiert aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.

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Danach lagen die durchschnittlichen Rentenzahlbeträge nach Abzug aller Sozialbeiträge im Westen zuletzt bei 1062 Euro und im Osten bei 1047 Euro. Seit dem Jahr 2000 stiegen die Auszahlbeträge damit in den alten Ländern um 17 Euro. Im Osten dagegen waren sie um 23 Euro niedriger. In dem Zeitraum stieg der Verbraucherpreisindex aber dem Bericht zufolge um etwa 20 Prozent.

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Linken-Parteichef Bernd Riexinger forderte die Bundesregierung auf, die „Abwärtsspirale bei den Renten“ zu stoppen. „Vor allem im Osten droht eine Lawine der Altersarmut“, sagte er dem Blatt. Die Renteneinheit müsse schrittweise bis 2017 kommen.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.10.2012, 07:37 Uhrpervers

    die Kaufkraft ist nicht nur bei Rentnern gesunken, sondern wenn dann bei allen. Des Weiteren haben die Vorredner recht: parasitäre Subjekte versuchen von allen Seiten die Leute finanziell zu strangulieren und noch mehr auszupressen, dabei haben die Arbeitnehmer seit 2002 schon mal massiv an Reallohnsenkungen und damit immer weniger Einkommen zum Ausgeben.


    mit der Lohnzurückhaltung senkt DE auch die Rentenansprüche der jungen Leute immer weiter ab.. ich kann Deutschland schon prophezeien, dass wir nachher 40% Sozialhilferentner haben werden. Davon werden 80% Frauen sein.

    dieser ganze Genderschwachsinn ist damit sowieso obsolet und kann eingestampft werden.

    wenn selbst Krankenschwestern hier nachher mit Vollzeitarbeit in Altersarmut fallen, dann liegt das auch an der Lohndrückerei in DE die absolut pervers abgelaufen ist


    die anderen OECD-Länder haben bis auf das deflationäre Japan uns alle bei den Lohnsteigerungen überholt. V.a. sind die Produktivitätsgewinne einseitig am Arbeitnehmer vorbeigegangen. Wenn das hier so weiter geht dann verdient man hier in 20 Jahren weniger als in anderen Industrieländern und erhält weniger Rente.

    damit ist man dann ein absteigendes Land, entgegen dem, was einem hier verkauft wird.

    momentan profitiert DE von der Krise, weil Verzweifelte auf Jobsuche hierherkommen.

    aber vielen von denen wird auch schnell klar werden, dass es hier mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt zugeht wie in Schwellenländern. Dafür kann man dann ein paar Zehntausende zusätzliche Aufstocker finanzieren.

  • 14.10.2012, 08:48 UhrRoger13

    Die offizielle eingeräumte Inflation ist ein Witz.Mit der Euroeinführung im Juli 2002 wurde die Inflationsberechnung völlig geändert.Es gilt ab diesem Zeitpunkt die hedonische Methode.Der Malipulation wurden Tür und Tor geöffnet.Insoweit sprechen sie von gefühlter Inflation.Die tatsächliche Inflationrate beträgt seit 2002 fast 60%.

  • 13.10.2012, 20:35 UhrS.Caccia

    Vor allem ist nicht gerecht, das die Ausgaben vor allem durch Schmarotzerei ohne Gegenwert immer weiter steigen (z.B. bei Wohnraum in Ballungsgebieten, Energie und z.t. sogar Lebensmitteln), und die Einnahmen der Massen zu Gunsten der eigentlichen Zielgruppe dieses Blattes (Wirtschaftswoche) - der kleinen "Oberschicht" weltweit - verschoben werden. Dies lässt sich durch Fakten belegen (z.B. Einkommens&Vermögensverteilung seit Gründung der BRD bis heute).

    Kein Wunder also, das hier die wahren Verursacher und Hintergründe in unserem Land nicht aufgedeckt und an den Pranger gestellt werden (eben diese "Oberschicht", zu der auch die "politische Klasse" gehört), sondern eine Neiddebatte zu Lasten von Ländern erzeugt werden soll, wo nicht nur die Rentenfrage gerechter geregelt war - bis die EU-Krake kam.

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